1,5 Monate Clubklasse Pilot…

…und positiv überrascht! Nach einem intensiven Flugjahr auf dem ,,OLC‘‘, Discus2ct, war zugegebener Maßen ein wenig Skepsis  gegenüber einem Clubklasse Flugzeug nicht abzustreiten. Nach 10 Flügen und rund 40 Stunden in der LS1-f Neo ist diese allerdings durch Freude an dem tollen Flugzeug ersetzt worden; DG Flugzeugbau stellt den Junioren mit der modifizierten LS1 ein absolut attraktives Flugzeug zur Verfügung.
Bei dem allerersten Flug mit der LS1 in der schwachen Ostwelle des Odenwaldes  konnte ich mich in einfachen Bedingungen mit dem Flugzeug vertraut machen. Bereits der zweite Flug stellte mit einer tiefblauen Warmluftwetterlage eine größere Herausforderung dar. Bei gerade mal  600-1000 Meter Basishöhe über Grund flog ich eine kleinere Trainingsaufgabe im Rheintal. Bereits beim ersten Kreisen mit der LS1-f stellte sich bei mir schnell das, aus vielen Hundert Stunden auf der LS8, gewohnte angenehme  LS Feeling ein.
Kurz darauf konnte ich zu dem ersten größeren Flug mit der LS1 aufbrechen. Zwischen Weinheim, Eichstätt, Heilbronn und Giebelstadt konnte eine Strecke über 550km mit Teils schwierigen Abschnitten geflogen werden. Auch hier zeigte die LS1 wieder ein sehr gutes Thermikgefühl, was mich bei Heilbronn knapp vor der ersten Außenlandung rettete. Es folgten weitere Flüge zwischen 100 und 800km.
Letzter bleibt mir sicherlich noch lange Zeit als einer der interessantesten Flüge in Erinnerung.  Schon der Vortag brachte im Norden Deutschlands traumhafte Bedingungen und einige Tausender. Die Luftmasse sollte am Folgetag bei uns ankommen, jedoch eine deutliche Schauerneigung haben. Bereits um 11 Uhr bestätigte sich dieser Trend und dicke Schneeschauer machten sich im Spessart breit. In der Rhön war das Wetter wieder deutlich besser, doch als ich nach einem Abstecher nach Erfurt dieselbe Linie zurückflog war nichts anderes als Schneeschauer zu sehen. An diesem Punkt war ich mir fast sicher, dass ich in den nächsten Stunden viel Zeit am Boden mit dem Warten auf meinen Rückholer verbringen würde. Überraschender Weise zogen aber selbst kleinste Strukturen im milchigen Himmel mit kräftigen Steigwerten. Schnell baute ich Vertrauen in die unübliche Wetterlage auf und konnte nach 8 Stunden mit knapp 800km in Weinheim aufsetzen.
Jetzt heißt es geduldig auf eine flächigere Wetterlage warten um den einen oder anderen DMSt Punkt zu erfliegen.

 

 

 

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