Vermeidung schädlicher Spannungsspitzen

Als Motorsegler-Flugschüler haben auch Sie sicher gelernt, das Funkgerät auszuschalten, bevor Sie den Motor starten. Damit soll verhindert werden, dass durch Spannungsspitzen des Anlassers die Elektronik zerstört wird.
Seit längerer Zeit werden aber nur noch Funkgeräte ausgeliefert, die mindestens 600 Volt Spannungsspitzen aushalten können – das Problem stellt sich also nicht mehr.
Anders sieht es dagegen mit manchen Bordrechnern aus:
Wir hatten schon eine DG-400 und eine DG-600M in der Werkstatt, bei denen der Bordrechner „zerschossen“ war. Ob Ihr Rechner stabil gegen Spannungsspitzen ist, kann Ihnen nur der jeweilige Hersteller sagen.

Fein heraus sind Piloten der DG-808B:
Hier wird der Anlasser nicht über ein Relais sondern über Leistungstransistoren gesteuert. Und die geben nach unserer Kenntnis und Erfahrung nur sehr geringe Spannungsspitzen ab. Ein Funkgerät brauchen Sie also bestimmt nicht vorher auszuschalten.

Dagegen ist es auch aus anderen Gründen durchaus sinnvoll, dem Bordrechner eine eigene Batterie zu spendieren.
Sie sollten ihn sonst vor dem Start des Motors ausschalten. Er wird nämlich möglicherweise einen „Reset“ machen, wenn Sie auf den Anlasserknopf drücken. Durch den hohen Anlaufstrom des Anlasser bricht die Bordspannung unvermeidlich kurz sehr stark ein und der Bordrechner startet anschließend neu. Daten gehen dabei allerdings nicht verloren, so dass das im allgemeinen nichts ausmacht.
Dann können Sie das Gerät auch gleich vorher ausschalten.

Wenn Sie Wettbewerbe fliegen und den Logger zur Dokumentation benötigen, wird in jedem Fall eine eigene Stromversorgung dringend empfohlen.

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