Zu keinem anderen Thema hat es in der Vergangenheit so viele Zuschriften gegeben wie zu diesem.
Das führte zu der banalen technischen Konsequenz, dass der Artikel immer länger und länger wurde und langsame Modems an die Kapazitätsgrenze brachte.
Deshalb wurde der Artikel geteilt. Hier im zweiten Teil sehen Sie alle Zuschriften ab dem Jahre 2004.
Den ersten Teil finden Sie hier!
Bitte schreiben Sie weiter Ihre Meinung!
Hallo Herr Weber, hallo Segelflieger,
dank der spannenden Lektüre dieser aller Gedanken habe ich mir soeben die halbe Nacht um die Ohren geschlagen. Schön, wenn ein Hersteller diesen Platz einräumt. Nun habe ich das Gefühl, dass fast alles schon gesagt wurde, aber in zwei Punkten möchte ich doch noch etwas beitragen. Vorab:
Ich bin seit meinem 10ten Lebensjahr Segelfluginteressent, habe aber erst im letzten Jahr bzw. 39 Jahre später damit angefangen. Warum? Weil die Kinder nun groß sind (Zeit) und weil mich ein vorbildlicher Vereinsvorstand (Motivation) überzeugt hat.
Es ist nie zu spät.
Damit wäre ich bei Punkt 1:
Es gibt die Vereine, die funktionieren. Nicht nur mein "junger" Segelflugverein, sondern auch mein früherer Modellflugverein. In letzterem beschloß der Vorstand, auf die schwindenden Mitgliederzahlen mit Öffentlichkeitsarbeit zu reagieren. Mit einem intern oft verschrieenen, hohen Aufwand ist die Mitgliederzahl durch eine hohe Präsenz auf Gemeindefesten, sparsame, aber konsequente Pressearbeit und Kontaktpflege zur Heimatgemeinde und anderen wichtigen Institutionen in drei Jahren von 40 auf über 60 Mitglieder gewachsen. Diese 50% mehr werden durch Fluglehrer, die sich unsere jungen Mitglieder auch als Freund oder Papa vorstellen könnten, gehegt – pardon – betreut.
Die Maßnahmen eines Modellflugvereins lassen sich sicherlich nicht 1:1 auf den Segelflugverein übertragen, aber dieser Verein hat die Wirksamkeit der hier diskutierten Maßnahmen prinzipiell und real bestätigen können:
Entschlossenheit, Öffentlichkeitsarbeit, Freundlichkeit (insbesondere der Beauftragten für den Nachwuchs.)
In meinem neuen Segelflugverein bin ich noch zu kurz, um die Wirksamkeit der Maßnahmen völlig beurteilen zu können, und im Vergleich gibt es hier mehr Nörgler (Zyniker?), die einem Frischling das Leben schwer machen. Aber die Entschlossenheit des Vorstandes, die Öffentlichkeitsarbeit und Schülerpflege neben der Fliegerei selbst binden und motivieren mich derart, dass ich gerne die in dieser Diskussion auch schon zitierten Drecksarbeiten mache. Dafür fliege ich (fast immer) mit Fluglehrern, die mich fördern, und nicht an mir zweifeln lassen, wie ich das vor vielen Jahren in der Fahrschule erlebt habe. Und auch die in der französischen Untersuchung genannten wichtigen potentiellen Rückkehrer werden bei uns regelmäßig informiert. Aktuell kann ich keine Nachwuchssorgen berichten!
Punkt 2:
Was für den Modellflugsport durch lokale Präsenz gelingen mag, kann nicht durch lokale Öffentlichkeitsarbeit eines einzelnen Segelflugvereins für die Großfliegerei erreicht werden. Dafür halte ich auch den finanziellen Aufwand für zu hoch - im Grunde ist es aber mehr die völlige Desinformation des nicht flugaffinen Menschen. Hier muss Medienpräsenz her. Im Fernsehen sehe ich den Flugsport nur auf einem einzigen Sender, den zu Viele noch nicht einmal kennen, und auch nur als "Air–Race"! Das krasse Gegenbeispiel dazu ist Fußball. Ein genialer Sport, der durch seine Massen-Medienpräsenz und das Brimbaborium drumherum nicht nur begeistert.
Wie wichtig Präsenz ist, möchte ich mit einem Blick in eine ganz andere Richtung illustrieren:
Kennen Sie die Sportart freestyle skateboarding? Nein? Ich persönlich kenne einen Weltmeister. Er konnte mich für das skateboarden begeistern. Ohne ihn? Völlige Fehlanzeige. Im Vergleich hat der Segelflug noch den Vorteil einer öffentlichen Präsenz ohne Zusatzaufwand. Denn die Flugzeuge sieht man recht weit gegenüber den Skateboardern auf kleinen Plätzen.
Zurück zum Fliegen:
Wenn Ihnen nicht gerade ein Weltmeister oder zumindest aktiver Pilot über den Weg läuft, wer lädt Sie zum Fliegen ein?
Der Segelflug muss in die Medien - und das geht nur über unsere Verbände - und frische Ideen für die Darstellung. Damit wäre auf Dauer der Boden offen; der über den Weg laufende Pilot müsste dann nur noch säen, die Ernte würden schließlich vorbildliche Vereine einfahren, wie sie real existieren (siehe oben).
Der Zeitpunkt könnte günstiger übrigens nicht sein. In der einfachen Mediensprache zeigt ein Segelflugzeug schließlich die Botschaft, auch ohne Öl fliegen zu können (auch wenn das nicht ganz stimmt). Das passt zum Zeitgeist.
Zuletzt noch eine Frage: Ist Biathlon wirklich spannender als Segelflug?
Mit Holm- und Rippenbruch,
Wolfram Zirngibl
Sehr geehrter Herr Weber,
mein Name ist Philip Ridder, ich bin 22 Jahre alt und begeisterter Luftsportler. Keine Sorge, ich werde sie definitiv nicht mit der Geschichte plagen, wie ich zum Fliegen gekommen bin.
Im Zuge meines steigenden Interesses dem Segelflugsport gegenüber bin ich auf die DG-Flugzeugbau-Homepage gestoßen und somit auch auf ihren Artikel "Gedanken zur Zukunft des Segelflugs".
Bei mir ist nämlich genau das von ihnen beschriebene eingetroffen:
Ich bin Gleitschirmpilot.
Dadurch fühle ich mich in meiner Bewegungsfreiheit im Luftraum ziemlich eingeschränkt. Was nicht heißen mag, dass ich diesen Sport für weniger anspruchsvoll oder interessant halte. Dennoch strebe ich nächste Saison eine Segelfluglizenz an.
Um auf ihre Frage zurück zu kommen, ob die Gleitschirmszene als Konkurrenz zu sehen ist, kann ich ihnen die klare Antwort "Nein" geben. Glauben sie mir, kein Luftsportler der ohne Antrieb unterwegs ist, schmachtet mehr den Segelfliegern hinterher als die Gleitschirmflieger. Dies erlebe ich Wochenende für Wochenende.
Sie erwähnten ausserdem in ihrem Artikel, dass das Gleitschirmfliegen "billig" wäre. Da kann ich ihnen versichern, das ist es nicht! Wenn man den Kosten/Nutzen Faktor beim Gleitschirmfliegen und Segelfliegen in Vereinen gegenüberstellt, würde wahrscheinlich sogar herauskommen, dass Segelfliegen deutlich günstiger ist. Nur leider hat davon noch niemand Kenntnis genommen. Wenn sie interessiert sind, stelle ich mit ihnen gerne mal eine Vergleichsrechnung auf. Mich würde es auch interessieren, was dabei herauskommt.
Wie soll man nun Neulinge in den Verein bringen? Klar, das gesamte Vereinsgehabe muss geregelt werden, auch Auf-, Abbau und Geländepflege. Davor kann sich niemand drücken und wenn doch, wie sie es erwähnt haben, muss man den Leuten an ihr liebstes - ihr Geld. Es muss einfach zur Selbstverständlichkeit gemacht werden, dass Fliegen nicht nur Freizeit ist, sondern auch Arbeit. Wer das nicht versteht, sollte eine PPL-A machen und hat im "Motorlosen" Flugsport nichts zu suchen.
Ist das Vereinsleben aber klar geregelt, fehlen immer noch die neuen Mitglieder. Aus der Erfahrung heraus gibt es immer genug Interessenten, welche aber zu faul sind sich zu informieren. Lieber lassen sie sich über den allg. Volksmund Informieren, von dem man immer wieder folgendes zu hören bekommt:
"Fliegen? - Viel zu teuer, das können sich doch nur die Reichen leisten."
Genau so sieht es aus, nicht ausschließlich im Flugsport sondern auch im Bereich Tennis, Golf etc. Keiner hat handfestes Wissen, will aber zu allem eine Aussage tätigen.
Genau diesem Problem muss man an den Kragen gehen. Man muss den Leuten zeigen, dass es für Normalverdiener möglich ist zu fliegen, ohne dabei am Hungertuch zu nagen.
Ich würde gerne mit ihnen im Kontakt bleiben, damit wir uns über dieses Thema austauschen können.
Mit freundlichen Grüßen
Philip Ridder
Sehr geehrter Herr Weber,
Ich habe mit großem Interesse die Diskussion zur Zukunft des Segelflugs und zum Nachwuchsproblem verfolgt und möchte nun auch “meinen Senf dazugeben”:
Ich bin 15 Jahre alt und seit fast 2 Jahren begeistert beim Segelfliegen dabei. Für mich wäre ein Leben ohne dieses wundervolle Hobby wohl nicht mehr vorstellbar. Wenn ich jedoch z.B. meinen Klassenkameraden davon erzähle, dann sind die ersten Fragen meistens “Ist das nicht zu gefährlich?”, “Ist das nicht zu teuer??” und “Wo kann man das überhaupt machen???”
Damit sind wir auch schon beim einem der wichtigsten Gründe für fehlenden Nachwuchs :Es herrschen immer noch (oder wieder?) Vorurteile über das Segelfliegen und den Luftsport allgemein.
Diese weit verbreiteten Vorurteile - wie zum Beispiel dass Fliegen teuer und gefährlich sei - hindern viele Jugendliche daran, es wenigstens mal auszuprobieren.
Was können wir also dagegen tun? (Leider ist das leichter gesagt als getan…)
1) Die Vereine sollten vermehrt Infotage und Schnupperkurse anbieten, wo Jugendliche unter anderem darüber informiert werden, dass das “gefährlichste am Fliegen die Fahrt zum Flugplatz ist” und dass man sich schon für knapp 50 Euro im Monat den Traum vom Fliegen erfüllen kann - ein wirklich fairer Preis.
2) Wir - also die flugbegeisterten Jugendlichen - sollten unsere Freunde und Klassenkameraden über das Segelfliegen informieren und sie z.B. einfach mal einladen, einen Tag mit auf den Flugplatz zu kommen und sich ein Bild davon zu machen, was hier am Wochenende “so alles abgeht”.
3) Das vieldiskutierte Flugplatz- und Vereinsimage:
An so ziemlich jedem Flugplatz sind mehrere Schilder mit der Aufschrift “Lebensgefahr - betreten verboten” angebracht. Nicht sehr einladend… Dagegen ist fast nirgendwo ein Schild mit etwas wie “Herzlich willkommen auf dem Flugplatz XY” zu sehen. Außerdem hätten viele Clubs es dringend nötig, zu zeigen, dass die Flugplatzgemeinde nicht nur aus den “alten Hasen” der Generation 60+ besteht, sondern dass es ein junger, dynamischer Verein ist, in dem neue Flugschüler (auch Mädchen!!!) immer willkommen sind.
Dies wären also von meiner Seite einige Vorschläge, wie wir etwas gegen das Nachwuchsproblem tun könnten. Vielleicht könnte auf diesem Weg auch einigen Vertretern des weiblichen Geschlechts unser Hobby näher gebracht werden.
Mit freundlichen Grüßen
Florian Dufner
Hallo Florian
Ich muss Dich leider an einer Stelle korrigieren, was nämlich den Weg zum Flugplatz angeht. Lies dazu mal diesen Artikel!
Im Übrigen aber: wünsche ich Dir weiter soviel Begeisterung, denn die Zukunft des Segelflugs - das bist Du und Deine Kameraden/Kameradinnen.
Sehr geehrter Herr Weber
ich bin Segelflieger in einem Segelflugverein in Tirol bei uns ist es leider anders als in Deutschland hier sprengt die Nachfrage den Flugzeugpark des Vereines und ehrlichgesagt wäre ich froh in einem Verein zu sein der mit schwachen Mitgliederzahlen kämpft.
Unser Verein hat an die 20 Flugzeuge und derzeit ist es so das an guten tagen sich bis zu drei Leute um die KA7 streiten um überhaupt in die Luft zu kommen. Und kein Ende in Sicht. Immer noch mehr Mitglieder brauch der Verein +10 sind es jährlich weil wir ja so eine hohe Ausfallsrate nach ein paar jahren der Mitglieder im Verein haben(laut Vorstand). Warum das so ist interressiert anscheinend keinen von denen die etwas zu sagen haben.
Speziell die Studenten sind bei der Vereinsmeierei immer vorn dabei weil die ja zeit haben unter der Woche mit den pensionierten Vereinsvorständen ein Bier zu trinken und Fliegen zu gehen. Gerade diejenigen die sowieso die ganze Woche zeit zum fliegen haben streiten am wochenende noch mit denjenigen die die ganze woche arbeiten müssen noch ums Vorrecht. Man muss dazusagen dass bei uns die Vereine eine Pauschale haben und dort nicht nach Flugstunden und Starts abgerechnet wird.
Klar ist jetzt im Frühjahr mehr andrang auf die Flugzeuge als im Herbst aber mir reichts langsam ich bin ehrlichgesagt am überlegen zu den Drachenfliegern zu wechseln weil man dort um einiges Flexibler ist.
Soviel zur Zunkunft meines Segelfliegerlebens
mfg
N.N.

Die Interpunktion und Orthographie dieses Textes ist frei erfunden.
Eine Übereinstimmung mit aktuellen oder ehemaligen Rechtschreibregeln wäre rein zufällig und ist nicht beabsichtigt.
Zweifellos eine sehr pessimistische Darstellung!
Üblicherweise habe ich mir angewöhnt, einkommende Mails auf Rechtschreibe- und Interpunktionsfehler durchzusehen.
Aber wegen des letzten Satzes in dieser Zuschrift habe ich das mal gelassen! 

Daraufhin erhielt ich folgende kommentierende Antwort, die vielleicht auch ein paar Anregungen beinhaltet:
Sehr geehrter Herr Weber
Ich weiss nicht wer sich da beschwert - ich bin selbst Mitglied dieses Vereins und war 9 Jahre lang dessen Obmann (www.segelflug-tirol.at).
Ich war für die Einführung der "Segelflugpauschale" verantwortlich. Diese umfasst Mitgliedsbeitrag, Versicherungsbeiträge und Fluggebühren für alle Segelflugzeuge (von K7 bis ASH 25) ohne Stundenlimit, auch die Windenstarts (zu 95% unsere Startart) sind enthalten. Extra zu zahlen sind nur Motorflugzeugschlepps (wegen der Lande- und Anfluggebühr in Innnsbruck ziemlich teuer), Motorsegler und Motorflug.
Der Verein hatte 1998 ein Tief bei Stimmung und Flugstunden, weil die Umstände des Segelflugbetriebes in Innsbruck wegen verschiedener luftfahrtbehördlicher Hindernisse im Vergleich zu einem Segelfluggelände "in der Pampa" ziemlich mühsam geworden waren und weil ständig neue Schikanen (z.B. die völlig blödsinnigen Sicherheitskontrollen) hinzukamen. Dennoch konnten wir einen Umschwung in der Stimmung erreichen und mit der Pauschale wird auch geflogen, wenn es nicht sicher ist, dass die meteorologischen Bedingungen ein Obenbleiben ermöglichen. Die Flugstunden sind von 1500 pro Jahr am Tiefpunkt wieder auf regelmäßig rund 3000 gestiegen.
Wir haben jährlich 10 bis 12 Schüler, ohne besonders intensive Werbung, weil wir mehr gar nicht verkraften würden. Wir haben die gleiche drop out Quote wie die meisten anderen Vereine: nach 3 Jahren sind von 10 ehemaligen
Flugschülern nur noch im Schnitt 3 beim Verein. Während meiner Obmannschaft haben wir intensiv geforscht, woran das liegt und Gegenmassnahmen versucht.
Es scheint leider nicht zu ändern zu sein: Viele Jugendliche haben den Segelflug als Sprungbrett in die Berufsfliegerei entdeckt, die sind nach kurzer Zeit weg (PPL, CPL, ATPL, Typerating, Job auswärts). Studenten wandern aus Innsbruck nach dem Studienabschluss ab. Manchen ist der Segelflug zu zeitaufwändig, sie wenden sich dem Motorflug oder anderen Hobbys zu. Dazu kommt noch der Abgang der Älteren. Damit bleiben wir trotz Ausbildungsbetrieb auf Hochtouren bei konstant etwa 100 aktiven Mitgliedern.
Wenn sich da jemand beschwert, er käme nicht zum Fliegen, dann muss man dazu sagen: wir haben viele junge Mitglieder, Studenten, die flughungrig sind und hungrig aufs Streckenfliegen. Die reservieren (online) um Punkt 7 Uhr früh (max. 2 mal pro Woche), und wer eine Sekunde zu spät dran ist oder sich darum nicht kümmern will, hat wochentags Pech. An den Wochenenden gibt es diese Reservierungsmöglichkeit nicht, alle die ein Flugzeug wollen, treffen sich um 10 Uhr. Ein Vorstandsmitglied macht die Fluggzeugeinteilung und schafft einen Ausgleich, damit diejenigen, die wochentags zu wenig Zeit haben oder sonst wenig zum Zug gekommen sind, auch zum Fliegen kommen.
Wegen unserer jugendlastigen Mitgliederstruktur steht unsere wunderschöne Super Dimona zum Großteil ungenutzt herum.
Wenn jemand wenig Zeit hat, hat er zumeist mehr Geld. Dann kann er z.B. Super Dimona fliegen (um € 89,- pro Stunde!). Oder er pocht am Wochenende auf sein Recht.
Übrigens: die K7 ist nur unser Reserve-Schulflugzeug und ist nur dann im allgemeinen Flugbetrieb ausgelastet, wenn ein Kurs von Jung-Scheininhabern gerade um die ersten Alleinflugstunden geiert und die 3 K8 ausgebucht sind.
Dazu gibt es 1 ASK23, eine LS1-f, zwei LS-4, eine LS-8, eine K13, eine K-21, zwei Duo Discus (einer davon motorisiert) und eine ASH-25. Zuwachs ist noch heuer geplant.
Jammerer gibt es überall, und allen recht machen kann man es nicht. Aus manchen Gründen wäre eine weniger jugendlastige Mitgliederstruktur manchmal ganz wünschenswert (z.B. für Auslastung der Dimona, mehr Verantwortungsbewußtsein im Umgang mit Gerät und Vereinsressourcen u.ä.).
Aber andererseits: die meisten Vereine sind völlig überaltert, es wird zu wenig geflogen, die hochwertigen Geräte sind für irgendwelche Privilegierten reserviert. Diese Probleme haben wir gottlob nicht. Und wer fliegen will und nicht nur jammern, der kommt auch dazu! Auch wenn er wenig Zeit hat (wie mittlerweile auch ich!).
Mit freundlichen Fliegergrüßen
Dr. Christian Ortner
Meine Antwort:
Hallo Herr Ortner
Sie wissen oder ahnen sicher, dass die Zuschriften zu der Rubrik von mir weder zensiert noch gekürzt und nur selten zurück gewiesen werden. Ich habe also keinerlei Ahnung, ob die Beschwerden berechtigt waren, oder ob es sich nur um Nörgelei handelt. Nach 25 Jahren Vorsitz in einem Segelflugverein weiß ich nur zu gut, dass es eben auch dauerhafte Nörgler gibt.
Die einzige Frage, die man sich aus Interesse stellen könnte:
"Kann es sein, dass die eigenen Anstrengungen und sinnvollen Regeln beim "Publikum" so nicht ankommen? Dass die etwas ganz anderes erwarten und nicht bekommen?"
Ich weiß die Antwort auch nicht und stelle nur an Sie die Frage:
Möchten Sie, dass ich Ihre Antwort unter den Beitrag schreibe? Evt. mit meinem Kommentar s.o.?
Hallo, Herr Weber
Ja, gerne, sonst hätte ich mir die Mühe eines Kommentars nicht gemacht.
Nur nebenbei: den Fox für die Kunstturner hatte ich bei der Darstellung der Flotte ganz vergessen!
Was den Transport der Regeln betrifft: wir haben seit Jahren eine interne Vereinszeitschrift "Rotor", in der u.a. die Regelungen auch dargestellt und begründet werden. Natürlich kann man trotzdem nicht ausschließen, dass sie nicht ankommen oder individuell nicht goutiert werden...
Übrigens:
Es gibt keine Anwesenheitspflicht am Wochenende. Man braucht also nicht den ganzen Tag am Platz zu sein, wenn man z.B. nur 1 bis 2 Stunden fliegen will.
Man sollte nur nicht länger als 1/2 Stunde zum Mittagessen od. dgl. weg sein, wenn man später fliegen will. Das soll verhindern, dass einer nach 2 Stunden landet, um dem später eingeteilten Piloten den Flieger zu bringen, und der ist dann womöglich gar nicht mehr da. Trotzdem ist die Aufrechterhaltung des Flugbetriebs kein Problem. Es gibt über das ganze Jahr alternierend mit dem Nachbarverein eine Windendiensteinteilung, das wars.
Und ein 17jähriger kann ohne weiteres ASH 25 fliegen:
100 Stunden Mindestflugerfahrung und ausführliche Einweisung, das ist alles. Keine Einstiegsgebühr, keine Extrakosten - ist alles in der Jahrespauschale von derzeit € 780,-- enthalten. Nicht laut sagen - das ist fast ein bisschen Kommunismus!
Wir wollten immer, dass auf Teufel komm heraus geflogen wird. Das haben wir erreicht. Man kann halt leider die Kapazitäten nicht auf die Spitzen von einer Handvoll Frühlings-Wochenendtagen mit Hammerwetter auslegen. Aber auch da mußte keiner am Boden bleiben. Vielleicht konnte er nicht den ganzen Tag wegbleiben, vielleicht hat er auch mal nicht sein Wunsch-Flugzeug bekommen.
Zum Ausgleich zwischen den Viel-Nutzern und den Wenigfliegern gibt es das "fly together - Coachingprogramm", im Rahmen dessen diejenigen, die als Wettbewerbsflieger die Ressourcen überdurchschnittlich nutzen, nach einem bestimmten Schlüssel eine Anzahl an Coaching-Überlandflügen hinten drin im Doppelsitzer bei einem der Wenigflieger ableisten müssen, damit diese auch mal ermutigt werden, den Gleitwinkelbereich zu verlassen und nur mal zur Gaude sich ein paar hundert Kilometer weg trauen. Damit sollen die Viel-Nutzer den Wenig-Nutzern, die mit ihrem finanziellen Beitrag das alles wesentlich mit ermöglichen, etwas zurückgegeben werden.
Gute Idee. Leider nicht von mir.
Mit freundlichen Grüßen
Christian Ortner
Tja - manchmal scheint es wirklich nicht so bei manchen jungen Leuten anzukommen, wie es gemeint ist.......
Ich hatte einen Traum. Ich träumte von einem Segelflugverein:
Ein solcher Segelflugverein würde in Mitgliedsanträgen ersaufen.....Garantiert.....
Nun ist die Realität nicht so, wie ich es mir wünsche.
Was kann ich tun?
Nichts oder extrem wenig, was die Anderen betrifft. Menschen ändern sich nicht, weil ich es gerne hätte. Aber ich kann bei mir selbst anfangen, mein eigenes Verhalten im Sinne meiner eigenen Utopie ab und an zu überdenken. Und wenn ich dann ehrlich mit mir selbst bin, werde ich überraschend oft fündig. Nämlich dass ich mich selbst grad mal wieder nicht so verhalten habe, wie ich es mir von den Anderen wünsche.
Ich muss sicher noch viel üben. Aber es hat auch schon öfter mal ganz gut geklappt... Und ich fühle mich seitdem deutlich besser im Verein und auf dem Flugplatz. Und das Segelfliegen macht mir noch mehr Spaß als ohnehin schon.
N.N.
Sehr geehrter Herr Weber,
Zufaellig bin ich ueber Ihre Webseite gestolpert und als ehemaliger Segelflieger natuerlich haengen geblieben. Ihren Artikel Zukunft des Segelflugsports fand ich sehr interessant. Da ich sozusagen auch Betroffener war.
Von 1978 als 14-jaehriger bis ca. 1990 war ich Segelflieger.
Nach ersten Streckenfluegen lernte ich, dass es wichtiger ist mit den richtigen Leuten zu saufen, um ofters einen Flieger zu bekommen.
Wettbewerbsfliegerei war natuerlich sowieso verboten.
Dann kam ich beruflich in die Niederlande und hatte die Chance in Eindhoven zu fliegen.
Hier gab es einen sehr guten Flugzeugpark.
Wer das naechst-bessere Flugzeug fliegen wollte musste eine Umlage bezahlen.
Die Flieger wurden mit dem Traktor abgeholt.
Es gab einige gute Streckenflug Piloten auf Clubfliegern.
Aber das beste war die A und B Periode:
Jeder hatte eine Art Startkarte, die Morgens um 8.00 abgegeben werden musste.
Die A Piloten raeumten die Halle aus, Flogen und verschwanden so um 13.00. Die B Periode fing um 13.00 an und ging bis zum Einraeumen.
Streckenflieger mussten natuerlich vom Ausraeumen bis zum Einraeumen dabei sein.
Leider musste ich nach einem Jahr wieder zurueck nach Deutschland.
Ich schaute mich nach einem Verein um. Aber trotz einiger Auswahl stiess ich nur auf Vereinsmeierei, wie ich sie schon von frueher kannte.
Das genuegte dann, um meine Fliegerei an den Nagel zu haengen.
Anscheinend hat sich seit den 90ern nicht viel getan bei Deutschen Vereinen.
Eindhoven ist fuer mich immer noch das Paradebeispiel wie es gehen kann.
Wenn ich aber heute einen Flugplatz sehe, kribbelt es immer noch.
Viele Gruesse
Markus Mueller
Colorado
P.S: Sehr Informative Webseite uebrigens!
Hallo Herr Weber!
Der Verein stirbt aus? Segelflieger überleben nur als Individualisten? Oder doch nicht?
Hier einmal eine etwas andere Sicht der Dinge:
Ich meine: Es ist keineswegs so sicher und unausweichlich, dass in Zukunft der „Privatpilot mit Klapptriebwerk im losen Flugsport – Clubbetrieb“ vorherrschen wird. Im Gegenteil.
Die kostengünstige Ausbildung durch ehrenamtliche Lehrer, das Gemeinschaftserlebnis im Vereinsbetrieb mit einer gesunden Anzahl von Flugschülern wird auch zukünftig den deutlich größeren Anteil haben und auch den Bedarf an Nachwuchs im Segelflugsport decken können.
Die so oft genannten Schreckgespenste, das sofortige Vergraulen von potentiellen Interessenten schon an der Platzgrenze, das immer wieder gerne zitierte „hochdienen müssen“, das Hierarchiesystem der „Altgedienten“, all das sind zunehmend Relikte der Vergangenheit. Mein Beileid für die Vereine, die das noch nicht erkannt haben und ebenfalls mein Beileid für die, die es in solchen Vereinen noch aushalten...
Keineswegs sind heute die „Steinzeitvereine“ mit festgefahrenen Strukturen und Jahrzehnte alten Hierarchien in der Mehrzahl. Es wird wohl noch welche geben, aber nicht mehr lange. Man könnte hier von einer Marktbereinigung sprechen. Wer sich nicht ändert, verschwindet vom Markt. Folge: Für den potentiellen Kunden (den Flugschüler) wird das Angebot (an Vereinen) knapper, aber auch besser. Weil ja der Reformprozess voll im Gange ist.
Inzwischen hat sich definitiv herumgesprochen, dass mit altertümlichen Regularien, Methoden und Vorgehensweisen kein Verein die nahe Zukunft überleben kann und wird. Die Alterstruktur ändert sich, es kommen jüngere Leute in verantwortliche Positionen. Folglich finden auch Reformen statt, teils drastische Maßnahmen und früher undenkbare Entscheidungen, die getroffen werden, um einen klassischen Verein fit für die Zukunft zu machen.
Wenn so ein Umbruchprozess erst einmal begonnen und / oder schon länger im Gange ist, zieht man sich als klassischer Verein so manchen Flugschüler (jüngere und auch ältere..) heran, die allein wegen der Kosten KEINE professionelle Flugschulenausbildung in Betracht ziehen würden und auch nicht das Ziel „Privatflugzeug“ im Sinn haben.
Dieser Prozess braucht sicherlich mehr oder weniger Zeit, aber nur deswegen sofort auf die Schiene „Flugschule und dann Privatklappi“ zu setzten, halte ich für grundfalsch.
Selbstverständlich wird es immer auch Leute geben, die sich selber als „nicht vereinstauglich“ einstufen oder gerne von Verein zu Verein nomadisieren. Unter anderem diese „Gruppe“ ist natürlich vorzüglich ausgestattet und versorgt mit den neuesten technischen Spielereien: Selbststarter, Einmannaufrüsthilfen, Unabhängigkeit PUR. Das ist gut so, denn von denen lebt ja auch ihre und so manche andere Firma, nicht wahr?
Aber: Diese zunehmende !?! Entwicklung ist keinesfalls ein Anzeichen, dass der Verein im klassischen Sinn demnächst aussterben wird.
Selbstverständlich gab und gibt es auch IMMER mal „unpassende“ Konstellationen, bei denen sich Einzelpersonen mit Verantwortung tragenden „Vereinsmeiern“ zanken und grundsätzlich auf keiner Ebene einer Meinung sind oder sein wollen.
Aber auch das sehe ich nicht als grundsätzliches Problem. Solche Zankereien werden z.B. durch Vereinswechsel gelöst. Der „verlassene“ Verein lebt weiter. Der Individualist wird hoffentlich woanders glücklich(er). Oder auch nicht. Wer weiß das schon...
Sicherlich leben wir zunehmend in einer Konsum- / Spaß- und Event - Gesellschaft. Nur: Ein Verein, der es geschickt angeht, die Zeichen der Zeit erkennt und entsprechend handelt, wird es schlicht nicht nötig haben, um Flugschüler zu „buhlen“, die von vorneherein am Samstag nur 3,75h Zeit zum Segelfliegen haben, weil ja auch noch diverse weitere „Events“ und Partys stattfinden, auf denen sie dabei sein „müssen“.
Der Bedarf an Fliegernachwuchs kann problemlos aus Interessenten gedeckt werden, die auch heute noch (so wie früher...) bereit sind, soviel Zeit wie möglich für den Segelflugsport zu „opfern“ und die Zeit sinnvoll mit viel Spaß, Erlebnissen und Lerneffekten auf dem Flugplatz zu verbringen.
Es kommt natürlich sehr darauf an, wie der Umgang im Verein unter den altgedienten Mitgliedern, aber auch der Umgang mit „Neuen“ und „Frischlingen“ erfolgt.
Angebliche Beispiele wie „Flugschüler mit 40+ wollen wir nicht“, sind erschreckend, aber die absolute Ausnahme.
Ein funktionierender Verein
Aber, und das ist sehr wichtig: ein funktionierender VEREIN erkennt auch, wenn sich jemand ausschließlich mit der „ich brauche ja nur die Bahn, um meinen Klappi zu starten, sonst interessiert mich hier nichts...“ - Mentalität an den Start stellt ;-)
Also, das Fazit:
Ein Verein funktioniert nur so gut wie seine Mitglieder. In vielen Vereinen ist ein Reformprozess im Gange, der natürlich Zeit braucht, aber letztlich in die richtige, positive Richtung geht.
Der Verein und seine Mitglieder haben recht vielfältige Möglichkeiten, Anfängern und Neulingen das Hobby Segelfliegen und alles drum herum so zu vermitteln, dass von Beginn an Interesse geweckt und eine enge Bindung an den Verein und den Sport erreicht wird.
So schlimm, wie die Situation der klassischen Vereins - Segelfliegerei oftmals dargestellt wird, ist sie nicht und wird sie nicht werden. Der Segelflugsport wird ein Vereinssport bleiben, der für verhältnismäßig kleines Geld unverhältnismäßig viel Spaß, Erfahrungen und Gemeinschaftserlebnisse bringt.
Es werden zukünftig mehr Nischen geschaffen werden für Individualisten, Klappiflieger, Einzelkämpfer, Vereinsuntaugliche, Clubliebhaber und viele weitere Individuen und Charaktere mit Ecken und Kanten. Und das ist gut so, denn Minderheiten müssen gehegt, gepflegt und unterstützt werden ;-))
Mit freundlichen Grüßen,
C. Schulze
Hallo Herr Weber,
ich habe jetzt einiges aus den Zuschriften selber erlebt:
Ich hatte bis 1990 PPL-B und -C. Aus verschiedenen privaten Gründen musste ich das Fliegen damals leider aufgeben.
Diesen Sommer habe ich mich bei insgesamt 4 Vereinen im Umkreis meines Wohnortes erkundigt, wie ich wieder zum Schein und zum Fliegen kommen kann.
Ergebnis:
Ich will nächstes Jahr wieder fliegen, deshalb wird mich dies nicht abschrecken, weil Fliegen einfach zu schön ist. (Flugerfahrung: 738 Starts, 345 Std.)
Falls Sie diese Zuschrift veröffentlichen, dann bitte ohne Namensangabe, da ich in einen der obengenannten Vereine eintreten werde.
N.N.
Hallo Herr Weber,
ich habe lange überlegt ob ich hierzu etwas schreiben soll. Ich habe einen ellenlangen Brief geschrieben und diverse Stories darin beschrieben, habe es dann aber völlig verworfen um nicht noch mehr als "schwarzes Schaf" welches Interna ausplappert oder gar als "Jammerlappen" zu gelten
.
Meiner Ansicht nach wird die Segelfliegerei in sehr naher Zukunft nur in einer Richtung gehen: weg vom Segelflugzeug hin zum Klapptriebwerker, weg vom Verein hin zum Privatflugzeug, hin zur kommerziellen Flugschule.
Dies hat mehrere Gründe:
1) Wir sind alle immer weniger bereit, viel Zeit in EINE Tätigkeit zu investieren. Am liebsten möchte man vormittags Bungee - Springen und nachmittags den Mount Everest bezwingen, Nachts dann ein "Event" an mehreren "Locations" über sich ergehen lassen. Die Zeit als man an einem Abend "nur" eine Party besucht hat, ist doch schon längst "out". Und schon gar nicht möchte man einen ganzen Tag damit verbringen, "sinnlos" in der Werkstatt zu stehen, oder auf dem Tower / Winde zu sitzen.
2) Der Nachwuchs ist nicht mehr so zahlreich wie früher, schlicht weil weniger Kinder geboren werden.
3) Das Freizeitangebot explodiert geradezu. In meiner Jugend war man auf das Fahrrad angewiesen und die für einen Jugendlichen erreichbaren Aktivitäten waren SEHR überschaubar.
Die oben genannten Punkte sind die Realität und durch uns Segelflugpiloten nicht veränderbar, wir müssen sie schlicht akzeptieren und lernen, damit umzugehen. Jetzt komme ich aber zu den wenigen Punkten die man, zumindest theoretisch, ändern könnte.
Die Pilotengemeinschaft hat eine extrem hohe Dichte an Individuen und Charakteren mit "Ecken und Kanten". Ich nehme mich dort sicher nicht aus, aber auch Sie nicht Herr Weber ![]()
In keiner anderen Sportart wird so extrem "von oben herab" geguckt wie in der Fliegerei:
Der Flugschüler, der schon drei Starts hat, guckt auf den herab, der erst zwei hat. Derjenige mit Alleinflug guckt auf den herab, der es noch nicht geschafft hat, Scheinpiloten halten sich bereits für Prinzen, Fluglehrer für Könige und Vereinsvorstände für Vereinseigentümer. "DerNeue", egal woher er kommt und was er kann, muss sich zunächst (in der Regel über Jahre) beweisen. Ich stelle das bewusst überspitzt dar, und es ist NATÜRLICH nicht die Mehrheit, die sich so verhält, aber die meisten wissen, wovon ich spreche, denn der Anteil der o.g. ist in unserer Sportart wesentlich höher als in jeder anderen Sportart die ich kenne. Leider muss ich sagen, dass es überall sonst genau umgekehrt ist: Beim Tauchen / Segeln / Volleyball, etc. werden die Neuen wie "rohe Eier" angepackt und man kümmert sich um die Neuen. Erst recht, wenn man von Dienstanbietern spricht wie z.B. Tauchschulen.
Bei uns ist es selbst in Flugschulen nicht viel anders als im Segelflugverein. Die Realität sieht dort so aus, dass die Flugschüler vor allem durch Gastfluglehrer geschult werden, die ihr Verhalten aus Vereinen mitbringen, in denen: siehe oben.....
In welcher Sportart, Schule oder gar Beruf wird eine minderjährige, zahlende Schülerin einer Flugschule von einem Lehrer nach wenigen Starts für vermeintlich schlechtes Fliegen so zusammengefaltet, dass sie weint? Wo sonst wird ein supernetter Rentner, der gerade mit dem Fliegen angefangen hat, von blutjungen Fluglehrern regelrecht rausgeekelt? Wo sonst werden erwachsene, gestandene Männer von Jugendlichen von oben herab herumgeschubst, nur weil die Jugendlichen, die "schon" alleine fliegen annehmen, dass der/die Neue schlechter (oder noch gar nicht) fliegen können.
Das größte Verbrechen, das man in einem Segelflugverein begehen kann, ist es, die vermeintliche "Überlegenheit" von Fluglehrern / Vereinsvorständen / Weltmeistern / Werkstattleitern, etc. nicht anzuerkennen. Wie kann ein Neuer es nur wagen mit solchen "Persönlichkeiten" auch nur mitzureden?
Sprüche wie "wenn Du erst 800km geflogen hast", "wenn Du 30 Jahre dabei bist", "wenn Du 1000 Starts hast", "wenn Du so lange im Verein bist wie ich", sind vielleicht nicht die Regel, aber sicher keine Ausnahme.
Verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Die bei weitem meisten, die ich beim Fliegen kennengelernt habe, sind sehr nett. Auf privater Basis sowieso.
Meine besten Freunde sind zum größten Teil Piloten.
Trotzdem: ganz speziell in Vereinen und Flugschulen, die ich kennengelernt habe, ist das Klima sehr leicht zu verbessern, und dort sollte man zuallererst anpacken. Sonst wird es bleiben wie es ist:
Neue Mitglieder kommen gar nicht erst, und selbst gestandene Mitglieder suchen das Weite. Und wer mir nicht glaubt soll sich einfach nur die Mitgliederzahlenentwicklung des DAEC ansehen.
mit freundlichstem Fliegergruß ![]()
Dr.-Ing.Gregor Gaida
Hier ein sehr positiver Beitrag aus Holland.
Ob die Ideen ohne weiteres kopierbar sind, sei dahin gestellt, aber vielleicht enthält der Bericht die eine oder andere Anregung:
hallo friedel,
das problem mit jungen leuten ist einfach die arroganz der älteren piloten!
unserem verein laufen auch die mitglieder weg / kommen kaum neue, da die älteren denken, die jungen werden das schon machen. beispiel:
morgens ausräumen / abends einräumen. die älteren sieht man da selten, die haben ja "andere aufgaben" (biertrinken, quatschen, sich über die flugschüler auslassen). der flugschüler an sich ist ja der kuli! flugzeuge von der landebahn abholen ist ja nur was für das junge geblüht. geflogen wird auf zuteilung, die mittagspause ist reichlich bemessen, mutti hat ja gekocht, da muss man erstmal gediegen essen. beim debriefing wird jeder kleine fehler vor allen an die große glocke gehängt und derjenige flugschüler vor versammelter mannschaft zur sau gemacht.
im winterrepareraturprogramm bekommen flugschüler hilfsjobs (schneefegen, aufräumen, deppenarbeiten). auf mein ansinnen, jedem projekt einen flugschüler zuzuteilen, erfolgte bedächtigte zustimmung, durchgeführt wurde es natürlich nicht und über die flugzeuge hat der fluschüler ja auch nichts gelernt, da er ja schnee gefegt hat, anstand sich in den flugzeugrumpf zu bücken.
das schlimmste erlebnis in einem fliegerleben hatte ich auf einem benachbarten flugplatz. auf dem bin ich bei einem streckenflug aussengelandet. auf meine frage, warum keine jungen leute am flugbetrieb teilnehmen, bekam ich eine sympthomatische antwort auf das vereinsleben im segelflugsport. "wir haben keine juden mehr im verein!"(gemeint waren junge flugschüler).
die älteren vereinstiger sollten mal drüber nachdenken, wie sie mit mitgliedern, die den gleichen mitgliedsbeitrag/segelfluggebühren zahlen wie sie selbst auch umgehen.
grüße mischa
ich habe mir fast alle Beiträge bisher schon angesehen und die Meinungen darin sind dementsprechend vielfältig.
Ich möchte zuerst einmal festhalten, dass unter Mitgliederschwund oder Stagnation eigentlich alle Vereine leiden, auch die aufschlussreiche Tabelle von John (letzter Beitrag) bestätigt dies.
Seit Beginn der Segelfliegerei hat sich die Gesellschaft sehr gewandelt. Die "alten" Strukturen in Vereinen funktionieren nicht mehr ... natürlich bedarf es es bewährter organisatorischer Strukturen, aber der zwischenmenschliche Umgang ist heute völlig anders als zu Zeiten, wo die Ersten noch ihre Flugplätze urbar machten. Eine Leistung, die nicht vergessen werden darf, aber nicht jederzeit den Neuling "aufs Butterbrot" geschmiert werden sollte.
Diese Generation der "Macher" hat jetzt ein (hoffentlich) hohes Alter erreicht und MUSS die geschaffenen Werte übergeben, soll noch dieser Sport erhalten bleiben. Hier treten dann auch die "Konflikte" zu Tage. Ziemlich jeder ist multipel beschäftigt, soll flexibel sein... Freizeit ist nicht mehr so fest planbar wie vor vielen Jahren.
Freizeitbeschäftigungen werden daher so gewählt, das kein "Anwesenheitszwang" vorhanden ist. Segelflug erfordert aber eine minimale bestimmte Anzahl von Anwesenden.
Typisch für JEDEN Verein ist die Anzahl der wirklich Aktiven, die so im (beobachteten) Schnitt bei 10% liegt. Vielleicht könnte man an diesem Punkt ansetzen, denn es scheint nur in Richtung "kommerzielles Angebot" zu gehen.
Die wirklich aktiven Mitglieder könnten irgendeinen "Bonus" erhalten, dessen Attraktivität vielleicht andere noch "trägere" wieder auf den Platz lockt. Der HEBEL ist in unserer Gesellschaft immer das Geld :-) Das funktioniert ja z.Bsp. auch mit Baustunden, die bezahlt werden, falls man aus diversen Gründen sich daran nicht beteiligt.
Die "hauptamtlich" Aktiven bilden somit den Grundstein für einen möglichen Flugbetrieb (was ja schon meist erfolgt :-) ). Trotzdem ist es nicht einfach, aus dem vorhandenen "Pool" an möglichen Interessenten schöpfen zu können. Dort gibt es Hindernisse, die teils überwindbar sind, teils erschwerend wirken. So z.Bsp. die Erreichbarkeit des Geländes. Nicht jeder (gerade von jungen Leuten) kann günstig den meist abgelegenen Platz erreichen und ist deshalb auf Fahrgelegenheiten angewiesen....
Sehr viel "tun" auch die Vorschriften, Gesetze und sonstige Auflagen gegen den Luftsport. Als bisheriger Gleitschirmflieger "graust" mir vor den abzugebenden Formularen und Erklärungen. Medizinische Untersuchungen sind richtigerweise notwendig, aber wenn die "Regierenden" die Luftsportler für "verkappte Terroristen" halten und entsprechende Auflagen erteilen, dann kann dieser Sport nicht an Attraktivität gewinnen. Fliegen soll Spaß machen, doch leider kann man schon in der Platzrunde gegen zig Gesetze verstoßen.
Ein guter Gedanke ist, wie ich auch gelesen habe, die Präsentation des Clubs/Vereins auch am Platz. Hier ist mehr Attraktivität gefordert, was nicht gleich die Mitgliederzahl in die Höhe schnellen lässt, aber zunächst wenigstens mehr Gastflüge bringen könnte, die den einen oder die andere eventuell über eine Mitgliedschaft nachdenken lassen (weibliche Mitglieder werden aber stets in der Unterzahl sein). Ich meine, dass einige Punkte bereits im Verein selbst einmal besprochen werden könnten.
Abschließend noch eine eigene Erfahrung:
Im "hohen" Alter von 40 begann ich den Motorseglerschein. Im Verein traf ich auf Mitglieder, die schon größtenteils pensioniert waren und es fand so gut wie kein persönlicher "Zugang" statt. Fachlich alles kein Problem, aber diese "Riege" blieb stets "unter sich" - eben die eingangs erwähnten hierarchischen Strukturen....
So wechselte ich zur Gleitschirmfliegerei mit kurzer aber professioneller Ausbildung und war fortan mein eigener Pilot, mit eigenem Fluggerät und frei in der Wahl der Aktivitäten.
TROTZDEM beginne ich jetzt wieder mit der Ausbildung zum Segelflieger :-)
Man sieht sich :-)
Michael Kappe
Herr Weber,
Sie reden mir aus dem eigenem Herz!
Ich bin in Grossbritannien bei der (Hobby!) Segelflugschule der Royal-Airforce Gliding and Soaring Association ins Segelfliegen eingestiegen. Begeisterung pur! 500 Stunden, Streckenflug, Kunstflug, und einen Assistenz-Fluglehrerschein! Später bin ich nach Deutschland umgezogen, und prompt war Schluss mit der Segelfliegerei. Das Spass/Langweileverhältnis stimmte einfach nicht mehr…. einfach unglaublich… die spinnen die Deutschen (Segelflugsvereine)!
Seien wir mal ehrlich:
Die Segelflugvereine sind allzu oft zum "Flugspazierklub für Ruheständler" verkommen. Die Interessen solcher Mitglieder decken sich kaum mit denen von junge Mitgliedern, oder Mitgliedern mit Familienverpflichtungen / Arbeitsverpflichtungen oder einfach nur mit der Lust, auch ab und zu mal anderen Freizeitmöglichkeiten des 21ten Jahrhunderts nachgehen wollen. Es sind leider aber die bestehende Mitglieder und die "Langatmigen Vereinsmeier" die die Vereinspolitik bestimmen...
Die 'jungen' Leuten (Ist damals 38 jung?) sehen nicht ein, warum der Segelflug aus keinem wirklich erkennbaren Grund verlangt, dass man viele Stunden lang herum steht, um (vielleicht) ein paar Stunden lang zu fliegen. Sie haben erst recht keine Lust, sich von irgendwelchen selbsternannten "Vereinsbonzenopas" als
Flugplatz HiWi's herum kommandieren zu lassen, damit der Vereinsvorsitzende im € 200.000 25m-Schiff sich beim Start ein paar Euro ersparen kann.
Seien wir mal ehrlich:
Wie viel würde es "wirklich" kosten, wenn ein Profiwindenfahrer, und ein paar "Profi"-Starthelfer dabei wären? Die Mehrkosten würden sich zum Teil gleich damit ausgleichen, dass auch wirklich gestartet und nicht bloß herumstanden wird! Ganz zu schweigen von dem Sicherheitsgewinn und Verschleißreduzierung… Dieses war auf jeden Fall die Erfahrung einiger großen Klubs in England (z.b. Midland Gliding Club) die profi-Personal eingestellt haben.
Der Windenfahrer war typischerweise auch als Winter Klubhaus-Baumeister und Assistenz-Flugmechaniker eingestellt. Das geht natürlich nur, wenn die Vereine ein vernünftige Größe haben und nicht (wie meine Erfahrung war!) 5 Vereine auf einer Landebahn sich im Chaos üben...
Ich bin nur froh, dass ich jetzt in Reichweite der Flugschule in Unterwössen lebe. Da kann ich endlich mal wieder "Fliegen". Allein die Möglichkeit, mich auf einen professionell organisierten Abholdienst für den Fall einer Außenlandung zu verlassen können, bringt das Ganze wieder in den Rahmen des Machbaren….
Selbstartender Klappmotorsegler?
Klipp und klar die Zukunft… vielleicht kommen ich und ein paar Freunde in ein paar Jahren bei Euch vorbei ;-)
cheers,
Andrew Stevens
Hallo Friedel,
erst mal vielen Dank für die Seite auf Eurer Homepage zum Thema "die Zukunft des Segelflugs".
Auch wir von der Sportfachgruppe Segelflug des DAeC machen uns schon lange dazu Gedanken wie wir den Segelflug auch in Zukunft noch für die Piloten und die Vereine attraktiv gestalten können. Die Mitgliederrückgänge weltweit müssen uns nervös machen!
Dazu gab es schon mehrere Arbeitsgruppen mit dem Thema: "Mitglieder finden und binden". Du hast ja auch schon verschiedentlich auf die Materialien auf der Homepage des DAeC hingewiesen, wie z.B. die Operation Optima des französischen Segelflugverbandes FFVV und die Checkliste zur Vereinsarbeit.
http://www.daec.de/se/downfiles/CHECKLISTE_Stand_10_2006.pdf
Gerade diese Checkliste haben wir nun nochmals total überarbeitet und ergänzt. Viele Anregungen von Vereinen und Mitgliedern sowie Veröffentlichungen und Infos genau von deiner Forumsseite hier sind eingeflossen.
Zur Umsetzung der Maßnahmen gibt es dazu nun topaktuell eine Handlungshilfe dazu.
http://www.daec.de/se/downfiles/Gliding_is_passion_Handlungshilfe1.pdf
Das Patentrezept ist es natürlich trotzdem nicht, aber wenigstens eine Hilfe.
Die Arbeit bleibt immer noch im Verein, daran können wir leider auch nichts ändern.
Schöne Fliegergrüße
Frank Schüle
Beauftragter für Luftsportjugend der
Sportfachgruppe Segelflug des DAeC
Die Diskussion um die Anwesenheitspflicht "den ganzen lieben langen Tag lang" verfolge ich nun schon länger mit einigem Befremden. Da tun die Verfechter dieser Pflicht so, als ob der ganze Segelflugbetrieb zusammenbrechen müsste, wenn diese Pflicht fallen würde.
Ich war die vergangenen 9 Jahre Obmann der Innsbrucker Segelfliegervereinigung. Eine solche Anwesenheitspflicht gab es nie, nur an Wochenenden musste einer, der sich ein Flugzeug reserviert hat, am Platz bleiben, bis er dran war und beim Betrieb mithelfen. Wochentags gab es auch das nicht.
Es gibt - fliegbares Wetter vorausgesetzt - täglich Flugbetrieb, modernes Gerät (u.a. LS-8, 2 Duo-Discus, eine ASH25) und das zu auch für Studenten leistbaren Preisen (Jahrespauschale ca. € 760,-- incl. beliebig vieler Flugstunden und Windenstarts, excl. Motorflugzeugschlepp und Motorsegler, zuzgl. 60 Baustunden).
Wir fliegen jährlich um die 3.000 Stunden mit rund 100 aktiven Mitgliedern und 15 Segelflugzeugen.
Die Anwesenheitspflicht ist, soweit ich weiß, auch sonst bei Österreichischen Vereinen nicht verbreitet.
Aus unserer Erfahrung ist das vollkommen unnötig.
Wir haben auch keine Nachwuchsprobleme, wir bilden jährlich ca. 15 Schüler aus.
Dr. Christian Ortner
Mit Interesse habe ich die Beiträge gelesen.
Ich bin Segelflieger seit 1960 mit kleinen Unterbrechungen. War schon mehrere Male so weit "alles hinzuschmeißen" weil zu viel Zeitaufwand für Flugplatz und Fliegerei.
Eine Idee um die Attraktivität des Segelflugs zu verbessern wäre vor allem, den "Druck" weg zu nehmen, den ganzen langen Tag am Flugplatz sein zu müssen!
Das Thema Anwesenheit am Flugplatz ist oft die Bedingung: "Ja - wenn Du kommst, dann bitte den ganzen langen Tag!"
Die Fluglehrer, Windenfahrer, Schlepppiloten u. Startleiter kommen (meistens) nach einem festen Plan - gut! Die übrigen Segelflieger und Schüler ... sie kommen ohne Einteilung und Plan und nach dem "ungeschriebenes Gesetz" sollen sie den ganzen Tag da sein!
Will nun einer/e möglichst schnell Segelflieger/in werden so sind die Aussichten auf freie Wochenenden "düster" - das schreckt ab!
Der/die Windenfahrer/in, der/die Startleiter/in, der/die Fluglehrer/in usw. sollten / müssten Ihren Dienst irgendwie mit Baustunden verrechnet bekommen. Dazu sollte ein täglich festgelegtes Startteam von mindestens 3 Personen als "Dienst" (vom Ausräumen bis Einräumen mit allem drum und dran) dazu kommen, das seinen "Dienst" auch mit Baustunden vergütet bekommt. (Die "Frühkommer" räumen mit aus - die "Spätkommer" räumen mit ein). Dann brauchen die Flugschüler und übrigen "normalen" Segelflieger nur einen halben Tag (je nach Laune auch länger) durchgehend am Flugplatz zu sein. Da gibt es kein schlechtes Gewissen, wenn man nach ca. 4 Std. den Flugplatz mit z. B. 1-2 Starts verlässt und das übrige Wochenende mit anderen Vergnügungen und Familie genießen kann!
Das sind meine Gedanken dazu.
Gruß vom CALVO*
(* bitte meinen richtigen Namen nicht verwenden)
CALVO - wer auch immer du bist - du hast meine ungeteilte Zustimmung. Der Segelflug des 21. Jahrhunderts ist mit den Strukturen von 1950 einfach nicht mehr durchführbar. Mit nur 13 freien Wochenenden im Jahr habe ich mich schon vor einigen Jahren von meinem letzten Verein getrennt.
Zuerst bin ich als Privatflieger mit meiner ASW19 als Gast beim Haus der Luftsportjugend am Flugplatz Laucha (www.hdlsj.de) geflogen. Das Angebot, jederzeit - auch unter der Woche - fliegen zu können, ohne irgendwelche Verpflichtungen und trotzdem zu vertretbaren Preisen, hat einen interessanten Effekt herbei geführt. Mittlerweile arbeite ich ehrenamtlich am HdLSJ und zwar mehr, als früher in den Vereinen, und bringe auch einen höheren finanziellen Einsatz. Der Grund ist einfach, weil ich mich dort sauwohl fühle. Die Atmosphäre in der Gemeinschaft ist super, es gibt keinen Leistungsdruck und keine Pflichtdienste. Das Engagement erfolgt rein freiwillig, und das Feedback auf alles was ich dort bisher verbessert habe war durchweg positiv. Im Gegensatz zu vielen Vereinen wird Eigeninitiative gewollt und gefördert, und nicht beschnitten und abgewürgt.
Trotzdem können Flugschulen die Vereine nicht ersetzen, weil sie einfach nicht flächendeckend präsent sein können. Aber die Vereine müssen sich fragen, was den Erfolg mancher Flugschulen begründet, wo der moderne Segelflieger andere Bedürfnisse hat als bisher. Nur dann wird es möglich sein, dem Segelflug eine Zukunft als Breitensport (im Sinne von flächendeckend in D angeboten) zu ermöglichen.
Das war mein Senf, und jetzt bitte Lob und Kritik!
Sebastian Ruffer
Hallo liebe Segelfliegergemeinde,
eins vorweg, sicherlich werde ich hier bereits gesagtes wiederholen und auch Altes und bereits abgeschlossenes noch mal wiederkäuen.
Auf alte Punkte möchte ich nicht mehr eingehen, sondern die letzten beiden Beiträge von Calvo und Sebastian aufgreifen.
Aber zunächst möchte ich mich kurz vorstellen:
Der Flugplatz war mein Sandkasten, seit nun mehr 19 Jahren bin ich jeden freien Tag am Wochenende auf dem Flugplatz in Oberhessen, oder wann auch immer es geht, genau wie Du Sebastian im www.hdlsj.de.
Fliegen war nie einfach und trotz eines weiten Wegs zum Flugplatz (100km) und meinem großen Engagement in einem anderen Jugendverband, habe ich es jetzt endlich geschafft, meinen GPL zu erhalten.
Für die Diskussion möchte ich zwei Thesen aufstellen:
1. „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“
Somit muss ich Dir Calvo sicherlich Recht geben, wenn du feststellst, dass sich in unserer Gesellschaft eine immer größer werdende Individualität durchsetzt.
Bestes Beispiel dafür bin ich, der zum Fliegen in den Osten der Republik abwandert, statt mit seinem Verein unterwegs zu sein. Somit ist der einfachste Schluss: "Dann macht doch, was ihr wollt und wenn wir was Gemeinsames wollen, dann fliegen wir eben!"
Leider sieht die Segelfliegerwelt, wie ich sie kennen gelernt habe, ein klein wenig anders aus.
In meinem Verein, ist das Prinzip-Calvo defacto nicht umsetzbar. Als am ersten WM-Spieltag in Frankfurt englische Fans den Main und Baukräne in Beschlag nahmen, wurde ich als Mitglied der Feuerwehr in Frankfurt vom Flugplatz gerufen. Es war niemand mehr da, der die Fläche hätte halten können.
Nur kann man erwarten, dass, wenn man bis um 14.00 Uhr ausgeschlafen hat und dann nach einem langsamen Aufwachen um 16.00 Uhr auf dem Flugplatz einschlägt, dass man dann noch einen schönen Thermikflug bekommt? Ich finde NEIN, einfach ungerecht gegenüber den anderen, die schon den ganzen Tag da sind.
Damit das Prinzip von dir Calvo bei uns greifen kann, bräuchten wir außerdem ein Heer von 1-Euro-Jobbern, denn wer ist denn heute noch bereit den ganzen Tag das ganze Jahr lang Startleiter, Windenfahrer, oder Fluglehrer zuspielen? - doch nur der jenige, der noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen ist und noch die Strukturen von 1960 im Kopf hat. Wer was schafft, soll auch fliegen dürfen, wir sind doch in Vereinen und nicht in Dienstleistungsunternehmen mit ehrenamtlichen Dienern beschäftigt. Oder gilt vielleicht die zweite These:
2. „Wer glaubt, dass der Zitronenfalter Zitronen faltet, glaubt auch, dass der Segelflieger Segelflugzeuge fliegt."
Was ich damit sagen möchte ist folgendes:
Wie Du Sebastian, bereits festgestellt hast, kann es Spaß machen z.B. für das Hdlsj zuarbeiten, während andere fliegen. Aber wenn wir mal rein wirtschaftlich rechnen, so kommen wir auf keinen Fall auf einen gesunden Kosten-Nutzen-Ausgleich. Ich bin dieses Jahr 25 Stunden geflogen und habe ganz locker in das HDL das doppelte oder dreifache an Zeit gesteckt. Wäre es da nicht sinnvoller z.B. Simulator zufliegen, oder ins Fitness-Studio zu gehen? Bezahlens-Machen-Gehen! Nein, denn wie eine Flugschülerin gerade meinte: „Segelfliegen ist geil!“ und es gehört eben auch dazu, sich für die Sache einzusetzen.
Im HDL habe ich dieses Jahr bereits, das x-fache von dem getan, was ich in meinem Verein getan habe. Der Lohn? Ein einfaches „Danke“, oder auch „Sag mal hast du sie noch alle?!“ im HDL. Im Verein wären mir "5€ -STRAFE" für jede nicht geleistete Arbeitsstunde erlassen worden. Und ihr könnt raten, wo ich lieber arbeite.
Somit ist für meine Begriffe der Segelflug im Verein nicht verloren, wenn wir folgendes beachten:
- Nicht immer abstrafen, sondern motivieren
> ( Insgesamt habe ich viel getan und trotzdem habe ich 100€ Strafe gezahlt im Verein.)
- Wir wollen günstig fliegen? Dann müssen wir auch etwas für tun.
> Und nicht warten, bis jemand anderes es macht.
- Die Jugend weiß was sie möchte, sie ist auch noch motivierbar. Lasst sie anpacken!
- „Segelfliegen ist geil“-zeigt es auch nach außen.
>Platzrunden fliegen wird schnell öde, aber selbst mit einer ollen Ka7 kann man Action und Fun haben!
Viele Grüße aus Frankfurt, Laucha und Alsfeld zugleich
Jan-Peter
Hallo Friedel,
Die Zukunft der Segelfliegerei liegt in den Händen einiger selbstlosen und uneigennützigen Menschen.
Leider befinden wir uns in einer hol-raus-was-du-kannst-mit-dem-geringsten-Aufwand-an-Zeit. Die Jugend wird noch von der Medienlandschaft
ziemlich stark geblendet.
Hinzu kommt das Prestige-Denken, und der akademischer Touch mit einem gewissen Stil der Noblesse ist die ideale Charakterhaltung, die bei den Leuten ankommt.
Man lacht über Witze, über die man vor einigen Jahren sich noch erbost hatte. Vorgelebt wird das Ganze von den Führern unserer Gesellschaft.
Aber es gibt viele Menschen, die sich in eine Gemeinschaft integrieren wollen, sich einbringen, mitgestalten, ihren Mann stehen und dafür Anerkennung und Freundschaft gewinnen möchten.
Dies kann die Segelfliegerei Ihnen geben.
Einen Halt, ein Ziel, eine Gemeinschaft und mit der Tradition sportlich Erfolge erringen und Geltung erringen.
Leider gehen die Anreize in den heutigen Medientrubel unter.
Es wird aber immer Menschen geben, die sich von davon nicht beirren lassen und einen Weg suchen. Und irgendwann werden sie auf die Segelfliegerei
stoßen. Sie muss bezahlbar bleiben, die Segelfliegerei. Sie darf nicht für ein paar Oberprivilegierten reserviert werden. Was zur Zeit den Anschein hat.
Den Herstellern von Segelflugzeugen sei geraten für diese Gruppe von Menschen, die aus den mittleren Schichten der Gesellschaft, also ohne Vermögen, kommen, Flugzeuge in akzeptablen Preisen zur Verfügung zu stellen.
Eine Lösung wäre hier das altbewährte Baukastenmodell. Mit einer Preisschiene von 30.000 Euro für einen Clubklasse-Segler würden die Uralt-Flugzeuge gegen moderne Maschinen in den Vereinen ausgetauscht werden können. Segelflugvereine mit Werkstatt und dem Wissen könnten dann die teurere Handarbeit selbst verrichten. Die Hersteller müssten lediglich nur die industrielle Vorarbeit erbringen. Eine Mehrfachverwendung von Baugruppen in verschiedenen Flugzeugtypen vereinfachen und verbilligen die Herstellung der einzelnen Bausätzen. Verband und Hersteller unterstützen und überwachen den Zusammenbau. Der DAEC und die Landesverbände mit Ihren Werkstattbetrieben erhalten wieder eine erstarkte Position. Junge Menschen sehen hier eine Perspektive und werden für die allgemeine Luftfahrt und Luftfahrtindustrie eine Bereicherung darstellen.
Nicht wenige Segelflieger widmen sich der Restauration von alten Segelflugzeugen. Sie wollen den alten Segelfliegergeist nicht aufgeben.
bauen, forschen und fliegen
Thomas Bethke
Segelflieger
Ich würde Euch solch ein preiswertes Flugzeug gern liefern, wenn es möglich wäre. Schau bitte mal diesen Beitrag an!
Die Produktion der DG-303 haben wir dieses Frühjahr einstellen müssen mangels Nachfrage. Dieses Flugzeug der Standardklasse hatte etwa 33.000 Euro gekostet (allerdings plus MWSt., Anhänger und Zubehör), aber da kauft man sich lieber eine gebrauchte - die ist fast genauso gut und viel billiger.
Als Neuflugzeug verlangt der Markt derzeit Spitzenprodukte. Im Laufe der Jahre kommen diese "Orchideen" dann günstiger als Gebrauchtflugzeuge auf den Markt.
Das ist doch auch eine gute Lösung, oder?
Hallo,
was Sie beschreiben, hat auch etwas damit zu tun, dass das Verhältnis von Flugzeit zu anderem Aufwand für das Hobby Fliegen exorbitant ungleich ist.
Hinzu kommt, dass die Wetterbedingungen, die Höhepunkte erst ermöglichen, unkonstant sind. In diesem Jahr wird über Sperrzonen um Fußballstadien diskutiert, wer fliegt, muss so viele Wegbedingungen erfüllen um sich nicht strafbar zu machen, viel lernen, um Unfälle zu vermeiden, viel arbeiten, damit das Material funktioniert usw. Auf der anderen Seite muss Fliegen auch bezahlbar bleiben, was für junge Leute in Vereinen ja noch so ist.
Wenn durch bessere Flugzeuge, mit besseren Leistungen die Kosten steigen, ist das normal. Jeder, der etwas entwickelt und produziert, muss kostendeckend arbeiten. Die Schere zwischen Netto-Flugzeit und Arbeits- bzw. Geldaufwand geht jedoch immer weiter auseinander und mit stagnierenden Mitgliederzahlen und fehlendem Nachwuchs ist diese Tendenz zunehmend. Wenn wir unseren Flugsport mal aus dem Jahr 2015 betrachten, wer will sich das Regelwerk denn zumuten. Es kommen ja schon heute kaum noch junge Leute zu uns trotz vernünftiger Bemühungen. Den Ehrenamtlichen sei Dank, ohne sie liefe nichts.
Verlieren wir nicht den Spaß an der Sache und sprechen darüber, dann zieht unsere Begeisterung andere auch an.
Mit freundlichen Grüßen
AKB Industrietechnik GmbH
Hallo liebe Segelfliegerkollegen!
Habe wieder einmal die ganzen Mails zu diesem Thema gelesen.
Den meisten Beiträgen entnehme ich, dass auf deutschen Segelflugplätzen ein wahres Schreckensregime herrschen muss!
Wer nicht arbeiten will, wird gleich angeschnautzt, wer nur dreimal im Jahr am Platz erscheint muss sogar damit rechnen dass der böse Verein von ihm einen Überprüfungsstart verlangt. Endlos scheint die Liste der Erniedrigungen.
Kein treusorgender Vater wird seinem Sohn, seiner Tochter diese Qualen antun....
Liebe Leutchen! Warum geht ihr denn auf den Vereinsflugplatz? - Weil ihr fliegen wollt! Wenn euch einer im Verein einmal wegen irgendwas anschnautzt (sogar wenn es ungerechtfertigt war): Der ist nicht der ganze Verein!
Ich bin auch das eine oder andere mal ungut angeredet worden. Hab mich kurz geärgert - mich selbst an der Nase gepackt - und fliege seit über 30 Jahren am gleichen Flugplatz. Ohne diesen Verein könnte ich mir mein liebstes Hobby nicht leisten. Ohne diesen Verein gäbe es keinen Flugplatz, keine Schleppmaschine, keinen Hangar, keine DG's, keine gemütliche Vereinskantine und all das Rundherum, das ich liebe.
Ein Verein wird meist von nur wenigen engagierten (Vorstands)mitgliedern gemanagt. Die meisten von denen haben von den "konsumierenden" Vereinsmitgliedern zeitlebens noch kein "Dankeschön" gehört. Was sie zu hören bekommen, ist das Gemeckere über Unzulänglichkeiten.
Einmal eine etwas schärfere Ermahnung und schon tritt eine "beleidigte Leberwurst" aus dem Verein aus.
Manche dieser "Fliegerkollegen" leisten sich dann ein eigenes Flugzeug und wandern dann von Flugplatz zu Flugplatz , fröhnen unbeschwert ohne lästige Vereinsarbeiten ihrem Vergnügen, erwarten sich selbstverständlich Starthilfe von den ansässigen Vereinsmitgliedern und perfektes Rundumservice. (Richtig gute Fliegerkameraden!)
Ein Verein ist eine Interessengemeinschaft.
Wichtig ist nur der Zweck des Vereins.
Ich muss nicht alle Mitglieder diese Vereines lieben.
Es ist aber immer gut, wenn ich mich so verhalte, dass die anderen im Verein mich als Bereicherung erleben.
Wenn ich mich als das A....och des Vereins fühle, sollte ich mich zuerst selber fragen warum das so ist.
Zum Schluss an die coolen Jungs und Mädels ab 14:
Die öden Putz- und Hilfsarbeiten "stinken" jedem! Die älteren Mitglieder meinen halt, dass das früher deren Job war und jetzt seid eben ihr dran. Ihr müsst ja bei diesen Jobs nicht vor Begeisterung schreien. Mir selbst ist halt lieber, wenn ein alter Hase meinen Flieger repariert (Euch wahrscheinlich auch) und die Neulinge die Werkzeuge und die Werkstatt reinigen.
Ihr werdet es mir wahrscheinlich nicht glauben: Ihr werdet auch einmal älter (hoffentlich)!
Noch was in puncto "schwule Hüte:
Die Kopfbedeckungen der Snowboarder auf unseren österreichischen Pisten mit Hahnenkamm, Narrenschellen, Grisulook usw. .. na ja!
Take it easy & many happy landings 2006
Harry Schallerl
Hallo Friedel,
ich bin in unserem Verein (SFG Wershofen) 2.Vorsitzender und möchte mal aufzeigen, dass es auch anders geht. Unser Verein befindet sich in der stark ländlich geprägten Eifel 60km südwestlich von Köln. Das Potential an möglichen Mitgliedern ist entsprechend niedrig. Trotzdem verzeichnen wir seit über 10 Jahren entgegen dem Trend stetig steigende Mitgliederzahlen, sowohl an Fördermitgliedern als auch an aktiven Piloten. Wir haben eine äußerst gute Altersstruktur: von 14- bis 70-jährigen ist alles gut vertreten. Dabei gibt es (von kleineren Reibereien abgesehen) keine Probleme zwischen den "Alten" und den "Jungen", eine Abgrenzung ist nicht festzustellen. Die Jugendlichen (unter 25 Jahren) machen mittlerweile nahezu ein Drittel unserer Aktiven aus. Der Frauenanteil ist mit 15% der Aktiven erstaunlich hoch. Durch den starken Zuwachs (mittlerweile haben wir über 70 Piloten) haben wir unseren Flugzeugpark aufstocken müssen und werden dies auch noch fortsetzen. Eine DG-1000 zur Ergänzung unserer Doppelsitzerflotte (2x ASK 21, ASK 13) ist schon bestellt (warum ist die Lieferzeit nur so lange ;-). Ein Traum?
Nein, es ist Wirklichkeit! Allerdings eine, die wir uns auch erarbeiten mussten. Dabei ist es nicht etwa so, dass wir mehr Mitglieder gewinnen würden als andere Vereine. Aber wir haben kaum Vereinsaustritte zu verzeichnen, und deswegen wächst unsere Fliegergemeinschaft stetig. Eine unglaublich wichtige Funktion nimmt hier die Jugendgruppe ein: vor einigen Jahren haben wir in mehreren intensiven Aktionen eine Gruppe von Gleichaltrigen (14-16 Jahre) gewonnen. Aus Kameraden wurden schnell Freunde, was die Jugendlichen zusätzlich an den Verein gebunden hat. Neu hinzukommende Jugendliche fühlten sich schnell wohl und wurden in die Clique mit eingebunden. Mit der erfreulichen Folge, dass die Jugendgruppe stetig gewachsen ist. Mittlerweile besteht auch der Vorstand zu einem nicht unerheblichen Teil aus Leuten, die aus dieser Gruppe hervorgegangen sind (mich eingeschlossen) und es weht ein frischer Wind im Verein, der alle erfasst hat. Alte Regelungen, deren Sinn keiner mehr kennt, wurden gekippt, die Kostenstruktur wurde vereinfacht, die finanziellen Hürden für Neumitglieder wurden beseitigt. Die Mitglieder haben eingesehen, dass es sinnvoller ist, die Kosten auf mehr Leute zu verteilen, als Interessenten hohe Einstiegskosten aufzubürden. Und dieser Prozess ist noch nicht zu Ende.
Das Projekt der Kooperation mit einer Schule in Form einer Schülerfluggemeinschaft konnte leider aufgrund fehlender Ressourcen noch nicht begonnen werden.
Nicht die Flugzeughersteller haben hier die Möglichkeit, entsprechend Einfluss zu nehmen, sondern die Vorstände und ihre Mitglieder. Was auf dem Gebrauchtmarkt angeboten wird, deckt - wie schon an anderer Stelle erwähnt - eigentlich alle Bedürfnisse an günstigem Vereinsfluggerät ab. Es muss auch nicht immer Neu sein. So haben wir in dieser Saison uns eine ASK-13 zugelegt (übrigens WNr.1). Wenngleich ich schon den Bedarf nach einem modernen Nachfolger für die ASK 21 als universell einsetzbares Schulflugzeug mit gutmütigen Flugeigenschaften sehe. Die Konstruktion ist ja mittlerweile auch schon 25 Jahre alt...
Schöne Thermik wünscht,
Uwe Bodenheim
Hallo Herr Weber,
alle ihre Gedanken zur Zukunft des Segelfluges sind richtig und nachvollziehbar.
Aber glauben Sie mir, solange die Vereine meinen, (Segel)fliegen sei das einzige was zählt auf dem Flugplatz, wird es weiter Talwärts gehen.
Auftrieb kann uns nur ein attraktives Umfeld für Jugend und Familie am Flugplatz bringen.
Wenn die Jugendlichen nur bei tollem Wetter erscheinen wegen des Fliegens, kommt der einzelne kaum dazu..., Frust!!
Wenn Vater bei schönem Ausflugwetter sein 400er abrast und der Rest der Familie alleine bleibt... Frust
Der Flugplatz muss zum Freizeitmagneten werden und auch bei "gerade mal Schulungswetter" Angebote haben.
Dann würden nebenbei auch die nötigen Pflegearbeiten erledigt, weil die Leute einfach "da" sind.
Ach ja, an geeigneten Segelflugzeugen mangelt es überhaupt nicht - wenn dann finanzierbaren Schulflugzeugen.
Lieber eine 20 Jahre alte DG-100 wie 'nen neuen Banjo oder noch besser, eine SB-5 wie meine FZ, die fliegt auch 400km im flachen und macht eine Riesen Freude für ganz kleines Geld.
Und wenn uns der Prüfer mal scheidet, könnte es einen Salto geben.
Sie merken schon, 1000er und Wettbewerbe brauche ich nicht.
Spaß am erholsamen Fliegen und dem Drumherum, keinen Freizeitstress.
Noch eine Bitte, ich war auf dem Tag der offenen Tür 2004 mit dem Reisemobil in Bruchsal.
Es wäre doch toll, wenn ihr zu dem Meeting einen Reisemobilstellplatz anbieten würdet.
mit freundlichem Gruß auch an Ben (Breit)
Ralf Heinisch
Nun - der Flugplatz sollte genügend groß zum Abstellen von Wohnmobilen sein...
Guten Tag Herr Weber
Ich habe ihren Artikel zur Zukunft des Segelfluges durchgelesen. Auf den Kommentar hin, dass hier auch Jugendliche ihre Meinung abgeben sollen, schreibe ich ihnen nun. Ich selbst bin 15 Jahre alt (männlich) und fliege nun seit dem 14. Lebensjahr, und ich muss sagen: Segelfliegen ist das schönste, was es für mich gibt.
Wenn ich versuche, Klassenkameraden für dieses Hobby zu begeistern, stelle ich fest, dass Ich einer der leider wenigen bin, die bereit sind, so viel Zeit für ein Hobby aufzubringen und das auch nur weil, es mir so viel Spaß macht. Wenn ich sie frage, ob sie nicht mal bei uns reinschauen wollen, bekomme ich Antworten wie. "Nö ich renn doch nicht mit so 'nem schwulen Hut 8 Stunden
auf'm Flugplatz rum ". Ich entschuldige mich für die Ausdrucksweise. Wenn ich sie nach Alternativen frage, erkenne ich bald, dass es wohl interessanter sein muss, mit fremden Mädchen im Chat zu schreiben und irgendwelche Menschen in Computerspielen abzuknallen und virtuell einen Eurofighter zu fliegen, als sich selbst ins Cockpit zu setzen und viele neue Eindrücke zu gewinnen.
Ein weiterer Grund sind auch noch die Kosten. Ich versuche meinen Freunden immer wieder klar zu machen, dass es weit verbreiteter Irrtum ist, dass Segelfliegen eine elitäre Sportart sei. Mit dem Gedanken der Elitären Sportart werden dann auch noch die Vereinskameraden verknüpft. Die meisten meiner Freunde denken, dass es auf dem Flugplatz nur "verklemmte reiche Säcke" gibt. Dass die Leute aber genau dem Gegenteil entsprechen, glaubt mir niemand. Wenn ich Sonntagabends vom Flugplatz zurückkomme, werde ich oft gefragt wie es auf dem Flugplatz war. Leider muss ich aus dieser Frage immer wieder die Aussage heraushören, dass ich nur noch auf dem Flugplatz bin und keine Zeit mehr für sie habe. Das kann durchaus zum Streit führen und bevor ein Streit eintritt bricht man die Schnuppermitgliedschaft eben lieber ab. Zum Glück sind meine Freunde nicht so. Dumme Aussagen wie "Na wie viel hat dir der Alte fürs Benz putzen gegeben?" sind auch keine Seltenheit. Ein weiterer Grund dafür, das Fliegen nicht anzufangen, ist also auch der Irrtum, dass die meisten denken, dass man als jugendlicher Flugschüler nur Putzen und ähnliches machen muss, was durch den Putzdienst der Jugendlichen, der am Wochenende in unserem Verein durchgeführt wird, noch bekräftigt wird.
Ich könnte hier jetzt noch etliche Gründe aufzählen, warum meine Altersgenossen das Hobby nicht auch machen wollen, allerdings müsste ich dann unter anderem auch zu rauen Ausdrucksweisen greifen.
Zu der Aussage warum Mädchen das Segelfliegen nicht anfangen, habe ich eigentlich eine einfache Erklärung. Es ist einfach nicht "ihr Ding". Ich erkläre mir das immer mit dem Beispiel des Reitens. Meine Mutter und meine Schwester haben ein Pferd, doch warum reite ich nicht? Ich hätte doch die Möglichkeit dazu !
Ganz einfach: Es macht mir keinen Spaß. Meine Schwester weiß ja auch, dass ich segelfliege. Wenn ich sie frage, ob sie nicht einmal mitfliegen will sagt sie "Nein". Und warum ? Genau aus dem gleichen Grund, warum ich nicht reite. Ich finde, dass man es so einigermaßen anschaulich machen kann.
So jetzt wünsche ich noch allen unfallfreie und schöne Flüge und natürlich
many happy landings
N.N.
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Hallo Herr Weber,
die "Gedanken des Jugendlichen zur Zukunft des Segelflugs" sind interessant, amüsant und treffend. Das Problem hat viele Facetten und einfache Lösungen sind nicht in Sicht.
Die Winterpause ist immer wieder eine gute Gelegenheit, im Clubheim zu diskutieren und vielleicht auch individuell an die Situation des Vereins angepasste Lösungen zu finden.
Ich vermisse meinen "schwulen Hut" schon und freue mich auf die nächste Saison. Die kommt übrigens so sicher wie es sicher ist, dass gerade die Polemiker eher früher als später zu "verklemmten alten Säcken" werden :-)
Viele Grüße!
Rainer Merth
Sehr geehrter Herr Weber,
ich habe gerade Ihre Seite gelesen und möchte auf Ihre Gedanken antworten. Ich finde es übrigens eine gute Idee, dass sich ein Hersteller mal offen für die Meinung der 'Verbraucher' interessiert.
1.) Nachwuchs
Da glaube ich, wird sich überhaupt nichts ändern. Gerade weil es früher hier so viele Segelflieger gab, wird dieser Trend länger anhalten. Man kann nur versuchen, immer wieder aufs neue junge Menschen anzusprechen und ins Flugzeug zu locken.
2.) Mädchen
Ihr weitgehendes Fehlen hat einiges mit der Kultur in den Vereinen zu tun und da könnte man tatsächlich eine Menge ändern.
Das beginnt schon damit, dass es häufig genug keine brauchbaren Unterkünfte am Flugplatz gibt.
4.)+ 5.) Zeit und Geld
Insgesamt stellen Sie sich hier so etwas wie 'Geld statt Zeit' vor. Das mag mancherorts funktionieren; und die Vereine, die ich kenne, lassen so etwas bei den Baustunden und Diensten inzwischen alle zu. Es ist aber andersherum gesehen auch kein Zufall, dass es im Osten nur einen 'Hochpreis'-Verein gibt - den in Lüsse - weil die Masse der Leute so viel Geld nun auch wieder nicht hat bzw. nicht in dieses Hobby stecken will.
Was aber sicher sinnvoll wäre: die Ausbildung weiter zu professionalisieren. D.h. wer nur seinen Schein im Verein erfliegen will, soll es schneller als bisher können.
6.) Baustunden
Siehe unten. Haben sehr viel mit der Überalterung der Vereinstechnik zu tun. Aber das ist nicht wirklich ein Problem. Ich leiste im Jahr auch nur ca. 30h und zahle den Rest. Die Vereinssatzungen, die ich kenne, nehmen pro Stunde 10-15 EUR, das kann man bezahlen.
7.) Flugzeuge und ihre Preise
Dazu kann ich die Meinung des Kyritzer Fliegers nur unterstützen. Ich weiß ansatzweise, wie kompliziert ein modernes Flugzeug zu bauen ist, ich war mal kurz bei der Berliner Akaflieg. Es stellt sich aber auch die Frage, welche Leistungen in den Vereinen wirklich gebraucht werden. Dass Privatleute mit großem Geldbeutel das Neueste und Beste wollen, wissen wir alle.
Aber es ist doch kein Zufall, dass noch derart viele alte Doppelsitzer wie die Ka7, Bergfalken oder ASK13 fliegen. Bei uns in Stölln hat das Geld - mit Landeszuschuss - gerade für eine neue ASK21 gereicht. Dann war Schluss.
Ich glaube, den meisten Ostvereinen geht es sehr ähnlich und sie würden einem Hersteller, der ein Modell mit den Leistungen einer ASK13 oder eines SZD-50 Puchacz neu für einen bezahlbaren Preis auflegt, die Serie aus den Händen reißen. Letov baut glaube ich immer noch den Super Blanik, warum sollte das nicht auch in Deutschland gehen? Ich habe auch mal gehört, dass die Polen vom Puchacz eine 'Blechversion' - den Puchatek - ableiten wollten. Der sollte zwar von den Flugleistungen her noch etwas schlechter sein, aber er wäre sicher deutlich billiger geworden.
Bei den Clubseglern ist es ähnlich. Vielen Fliegern reicht solches Gerät - mancher will sich auch noch ein anderes Hobby leisten können - und die Flotte altert immer weiter, weil es keinen neuen Ersatz für den etwas kleineren Geldbeutel mehr gibt. Da fliegen
Hunderte Ka6, Ka8, Phoebus, ASW15, Pirat etc. immer weiter. Ich bin kein Ingenieur, aber ich denke, wenn man heute ein Modell wie sagen wir die DG100 oder die LS1 nimmt und konsequent daraufhin überarbeitet, mit moderner Technologie preiswerter produzieren zu können, hätte man einen großen Markt für sich allein. Irgendwann wird ein ausländischer Hersteller kommen und genau das tun.
Wie gesagt- ich bin kein Ingenieur... es geht auch nicht darum, jetzt die Hersteller zu Sündenböcken zu stempeln. Das wäre ziemlich albern. Aber vielleicht haben sich die Konstrukteure auch daran gewöhnt, immer nur bessere Flugzeuge bauen zu müssen. Die deutsche Fotoindustrie ist in den 70ern daran zugrunde gegangen, daß sie zwar teuer und gut bauen konnte, aber im preiswerteren Amateursegment nicht mehr mithalten konnte bzw. wollte.
Freundliche Grüße
Peter Ansorge I
P.S.: Schöne Grüße an Ihre Töchter (Antje und Astrid) - wir haben zusammen bei KPMG/BearingPoint gearbeitet.
Kurze Info:
Ich habe es schon an anderer Stelle erklärt:
Die Herstellung eines älteren, schlechteren Flugzeugs ist nicht billiger als die eines mit neuem Hochleistungsprofil.
Wenn wir schon im Hochlohnland Deutschland bauen, dann aber bitte die beste Qualität, die es gibt. Für alle "normalen Erdenbürger" ohne dicke Brieftasche gibt es einen riesigen Gebrauchtflugzeugmarkt, denn unsere Produkte halten eben - weil sie so gut sind - fast "ewig"!
(Und sind damit gar nicht sooo teuer, wie es scheint.)
Hallo Friedel Weber,
ich bin in der Drachenfliegerszene sehr aktiv und sorge mich auch um deren Zukunft.
Auf der Suche nach Gedanken zu diesem Thema ist Deine "Segelflieger-Zukunfts-Seite" mit Abstand das Beste was ich im Internet finden konnte. (alle Achtung!)
Da Du bittest, Gedanken zum Thema beizusteuern - möchte ich hier kurz 3 Erlebnisse von mir schildern:
- Nach einer Drachen"aussen"landung auf dem Flugplatz Bensheim (werktags, schönes Thermikwetter, aber keinerlei Flugbetrieb), schwätzte ich ein wenig mit einem freundlichen Segelflieger. Ich hatte gerade meine Sachen zusammengepackt, da hat der nette Kollege schon den Flugbetrieb organisiert und ich sitze bei ihm im Doppelsitzer und wir werden per F-Schlepp in die Thermik gebracht... Fantastisch!
- In Südfrankreich besuche ich Klaus Ohlmanns Flugplatz und treffe auch gleich Klaus. Er nimmt sich ein Stündchen Zeit für mich (und ein sehr interessantes Gespräch). Auf die Frage was er von Drachen- oder Gleitschirmfliegen hält, zeigt er mir ein Foto: Gemeinsam mit Frau und Kind im Gleitschirmgurtzeug.
- nach einer Landung mit dem Drachen in Michelstadt, treffe dort einen bekannten UL Piloten, der anbietet, mich wieder zurück an die Bergstraße zu fliegen (klasse!). Als wir uns in Bensheim und Heppenheim aus der Luft über Funk melden, bekommen wir von beiden Flugplätzen keine Landegenehmigung - obwohl auf beiden Plätzen auch (etwas) UL geflogen wird ... also müssen wir
wieder rumdrehen. Kurz darauf stehe ich wieder in Michelstadt ... und versteh die (Flieger-)Welt nicht mehr!
Kurz - wie überall im Leben trifft man auch in Fliegerei auf "Entgegenkommen, Offenheit und Interesse" oder auch "Ablehnung, Verachtung und Desinteresse".
Welche Haltung ist wohl zukunftsweisender?
Unsere ganze Fliegerei ist "nur" zum Vergnügen da. Und geteilte Freude ist doppelte Freude, oder?
Die Konsequenz daraus ist so einfach: Mehr miteinander und weniger gegeneinander!
Lukas Etz
(P.S. Ossian Vogel hat ja sehr provokant geschrieben. In einem Punkt hat er definitiv recht:
Es gibt sehr viele Verbotsschilder und sehr wenig Willkommenschilder auf Flugplätzen...)
Lukas Etz, Schützenstr. 10, D - 64625 Bensheim
Lieber Herr Weber,
Ich bin 18 Jahre alt. Ich interessiere mich für Modelsegelflug als auch für den Segelflug. Nun ist ist so. Ich lebe in einer Großstadt (Köln). Als ich so 14 Jahre alt war wollte ich nur Modellfliegen, doch es war so schwer einen Verein in der Nähre zu finden. Wie ich nachher erfuhr, gab es mehrere Vereine im Umfeld, doch ich musste dafür erst einmal mehrere Wochen rumtelefonieren und im Internet suchen. Ich muss wirklich sagen das ich enttäuscht war von den wenigen Vereinen, die im Internet zu finden waren. Nun bin ich 18 und interessiere mich stark für das Segelfliegen. Und wieder habe ich Probleme, Vereine in der Umgebung zu finden. Doch da ich schon in einem Modelverein bin, habe ich bessere Kontakte. Ich fände es äußerst gut, wenn man verstärkt homepages entwirft, die dann leicht zu finden sind. Nun außerdem meine ich, dass es sinnvoll wäre, wenn es einen oder mehrere Ansprechpartner geben würde, die man mal anrufen könnte und die einem auch mal so zeigen, was es denn gibt, wie solch ein Verein aufgebaut ist usw. Meiner Meinung nach gehen viele Vereine noch nicht genug auf die Jungendlichen ein.
Liebe Grüße Julian
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Sehr geehrter Herr Weber,
zunächst einmal möchte ich mich gerne für den ausgezeichneten Service ihres Unternehmens bedanken. Auf diesem Niveau ist er in Deutschland beinahe einmalig und kaum in irgend einer anderen Branche zu finden. Ihr Internet-Angebot wird sicherlich ebenfalls mit dazu beitragen, dass eine große DG-Familie entsteht. Auch bin ich mir sicher, dass sich Ihr Aufwand auszahlen wird. Sie bauen mit großer Begeisterung Flugzeuge, was schon durch das Gold im Deutschen Hoheitsabzeichen zu erkennen ist.
Verbesserungen in allen Bereichen gibt es zu jeder Zeit, nicht zuletzt deswegen ist es der Menschheit gelungen, auf unserem Trabanten zu landen, obwohl wir noch vor einhundert Jahren nur vom Fliegen träumten. Also kein Grund nervös zu werden. Dennoch möchte ich gerne an dieser Stelle die Gelegenheit wahrnehmen, um meine Meinung zur Zukunft des Segelflugsports zu äußern:
Um Freunden in den USA beim Kauf eines Segelfliegers behilflich zu sein, erkundigte ich mich bei Ihnen nach Segelflugzeugen im WWW. Ich selbst fliege nicht, bin aber seit langer Zeit (Segel-)flugbegeistert. Nachdem ich Ihre Seite "durchgeackert" hatte, fasste ich den Beschluss, mich endlich im örtlichen Segelflugverein anzumelden, um die begehrte Lizenz zu erwerben.
Versetze ich mich nun in die Lage eines Normalo-Durchschnittsmenschen, verlief das Gespräch ernüchternd. Die interessanteste Frage für einen Anfänger ist doch die nach der monatlichen Belastung. Kann man sich das Fliegen leisten? So erfuhr ich, dass "alleine der erste Monat" (und das ist meiner Meinung nach die unüberwindbare Hürde!) weit über 500€ kostet. Natürlich alles zusammengerechnet: Fliegerarzt, Augenarzt, Aufnahmegebühr, Monatsbeitrag etc. Dazu noch die Pflichtarbeitsstunden und sonstige anfallende Kosten. Da saß man noch nicht ein einziges Mal im Flieger! Ich kann so manchen verstehen, der sich davon abschrecken lässt. Traum vom Fliegen hin oder her - alles hat seine Grenzen. Wäre ich also ein "Normalverdienender Anfänger" würde ich (meine eigene Segelflugbegeisterung vorausgesetzt) meine Seele in einem Knebelvertrag auf 200 Jahre dem Verein überschreiben, wenn ich nur sehr viel günstiger einsteigen könnte (- Dabei muss man beachten, dass man im ersten Monat am Fliegerarzt nicht vorbei kommt, was Fixkosten verursacht. Hat man später noch Prüfgebühren zu entrichten?).
Der Monatsbeitrag im Folgenden ist im Gegensatz dazu verschwindend gering.
Vielen Dank für Ihre Bemühungen
mit herzlichen Grüßen
Müller
Die "Gedanken zu Zukunft des Segelfluges" verfolge ich bereits seit geraumer Zeit immer weiter. Viele von den Artikeln sprechen immer wieder die gleichen Faktoren an:
Mangelnden Zugang für einem dem Segelfliegen völlig Außenstehenden. Um an dieser Stelle einmal zu motivieren möchte ich ihnen ein positives Beispiel senden:
www.klippeneck.de - die Werbung erreichte mich im 100 km entfernten Stuttgart noch an der Uni, die Aufmachung ist extrem modern und ansprechend, ein offener Flugtag mit vielen Infos, Flieger zum anschauen und ausprobieren, ja sogar RUNDFLÜGE für den sagenhaften Selbstkostenpreis von nur 10 Euro!!
Diese Webseite wird (so wie bei den meisten Vereinen überhaupt nicht üblich!) anscheinend recht häufig aktualisiert.
SO GEHT DAS, meine lieben Herren Segelflieger, so etwas habe ich in den letzten Jahren nicht gesehen. An dieser Stelle sei angemerkt, das auch der lokale Segelflugverein bei mir im Ort nur schlampig auf dem Flugplatzfest vertreten war. Zu ihrer
Verteidigung sei angemerkt: Damit entsprachen sie dem Gesamteindruck dieses "Festes".
Was mich eigentlich dazu bringt Ihnen zu schreiben war noch ein anderer Grund, und zwar etwas, dass mir auf Ihren Seiten aufgefallen ist. Sie schreiben begeistert über das Segelfliegen und fröhnen ihrem Hobby so sehr, dass sie es zum Beruf
gemacht haben.
Nun würde mich interessieren, in wie weit Sie sich als Hersteller um Neuzugänge des Segelfluges bemühen. Keine Sorge, ich meine damit nicht dass ihnen die Verantwortung auferlegt würde, welche bei den Vereinen liegt, sondern möchte nur auf
einen speziellen Punkt anspielen, an dem Sie sich an die eigenen Nase fassen sollten:
Auch wenn ihr letzter "Tag der offenen Tür" in diesem Frühjahr eine hochinteressante Veranstaltung war (Ja, ich bin ein Stalker ;-) ) hat mich eine Sache dabei geschockt!
Bei der Betrachtung ihres Mitarbeiterteams habe ich mich gerade daran erinnert:
Sie fliegen, Herr Dirks fliegt. Für Ingenieursstudenten bei Ihnen gilt prinzipiell: "Nur mit Flugschein". (Gott sei Dank!)
Aaaber:
Wer bei Ihnen im Betrieb, außer oben genannten, also welche Mitarbeiter im Fertigungsteam, im Vertrieb oder im Sekretariat fliegen selbst aktiv?
- Am Tag der offenen Tür konnten sie mir keinen nennen. ;-)
So formuliert komme ich zu einer provokanten These:
Wenn nicht bei IHNEN IM BETRIEB, wo in aller Welt sollten denn dann bitte begeisterte Otto-Normal-Flieger zu finden sein?
Ich hoffe sie verstehen meine eMail nicht etwa als vorwurfsvolle Anklage, so ist sie nicht gedacht, sondern ausdrücklich nur als Gedankenanstoß in eine andere Perspektive.
Über eine Antwort von Ihnen würde ich mich sehr freuen, mehr aber noch über eine Veröffentlichung, auch wenn ich verstehen könnte dass sie aus verschiedenen Gründen davon eher Abstand nehmen.
Mit freundlichem Gruß,
Ihr kleiner Lufti
(Leider immer noch Nichtflieger :-( )
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Hallo Herr Weber,
habe die Beiträge zu diesem anrührenden Thema aufmerksam gelesen und mir lange überlegt, ob ich zu diesem Thema Ihnen
etwas schreibe. Nach 32 Jahren Segelflug ausschließlich als Privatflieger könnte ich zu diesem Thema ganze Bücher schreiben.
Nur soviel:
Reden bringt nichts, Jammern und Schreiben erst recht nichts, sondern nur handeln. Entweder in die Vereinsführung eintauchen und den Verein moderner mitgestalten. Wer dazu die Zeit, Energie oder Fähigkeit nicht hat, muss mit den Wölfen heulen oder die Konsequenzen ziehen.
In meinem Fall sind Modernisierungsvorschläge in einer Hauptversammlung auf keinen fruchtbaren Boden gefallen. Die Beleidigungen waren damals heftig. Ich habe die Konsequenzen gezogen (aufhören oder eine andere Luftsportart)...
... und heute??
Fliege ich mit 5 anderen Segelflugfreunden auf einem UL-Gelände zugelassen für UL-Schlepp. In Haltergemeinschaft unterhalten wir gemeinsam einen Schlepp-Condor. Dieser bringt die LS6-en, ASH 26 und ASW 15 zuverlässig in die Luft.
Willkommen in der Zukunft !!
Freundliche Grüsse
Hallo Herr Weber,
Erst mal Hochachtung:
Sie haben als Hersteller den richtigen Schritt gewagt. Manche Fragen muss man nur stellen, dann kommen die Antworten von ganz alleine! Marktforschung im besten Sinne.
Genau das fehlt aber den Vereinen:
Es wird nicht gefragt, was sich die flugbegeisterte Jugend unter Fliegen vorstellt, sondern seit 1950 im nahezu gleich bleibenden Kaderstil weitergewurstelt.
Aus meiner Sicht (32 Jahre, seit 14 Segelflug, mit 17 aus Frust zum Motorsegeln gewechselt, mit 18 CHPL und PPL in den USA, mit 20 Fluglehrer Heli, mit 22 12 Piloten ausgebildet und 1200 Flugstunden, UL/Gleitschim usw.) liegen die Lösungen klar auf der Hand:
1.) Macht Euren Flugplatz nach außen sichtbar (Segelflugverein XY, Herzlich Willkommen!) und attraktiv und SCHRAUBT DIESE DÄMLICHEN WARNSCHILDER ab!
Jeder Supermarktparkplatz ist gefährlicher als Eure kleine Flugwiese! In den USA kann man unbehelligt durch jeden Hangar laufen, sich die geparkten Flieger anschauen und neugierig um die Ecke sehen, ohne gleich aufgefordert zu werden, dass sich hier nur VEREINSMITGLIEDER aufhalten dürfen.
2.) Haltet Euch an die einfachsten Höflichkeitsregeln:
Begrüßt Besucher, bietet eine Tour über den Platz, auf den Startwagen, auf die Winde, ins Cockpit an. Bietet einen Kaffee an! Sagt einfach GRÜSS GOTT.
Ich bin mit meinen Kindern letztlich aus Spaß zu unserem lokalen Segelflugverein geradelt und habe erlebt, wie es dort zugeht! Keine Begrüßung, nur skeptische Blicke und sofort ein bellendes „Nichts anfassen!“ als ich mich einem geparkten Segelflugzeug genähert habe.
Ich habe diesen Ort der Unfreundlichkeit nie wieder besucht und denke, meine Kinder werden sich in 2-3 Jahren dort mit Sicherheit nicht als Schüler anmelden!
3.) Schaut Euch mal auf Euren Plätzen um:
Düstere Fliegerstüble mit ME 109 Modellen und Holzpropellern an der Decke, "Eiche Rustikal", wohin das Auge blickt, verschworen blickende Stammtischflieger am runden Tisch, alles im Stile schwarzbrauner 50er Jahre. Der Friebe Katalog als
Hauptwerk dieser Szene spricht hier wahrlich Bände!
4.) Warum die Mädels nicht kommen?
Wenn an den Flugplätzen durchgehend nur ältere Herren jenseits der 60, Lehrer und Studienräte zu treffen sind? Unsere Fliegerszene ist enorm veraltert, Mädels werden immer noch milde gesagt „seltsam“ angesehen und nicht als potentielle Leistungsportlerinnen und Fliegerkolleginnen betrachtet.
5.) Habt Ihr mal Flugplätze angesehen, an denen Fallschirmspringer und ULs aktiv sind? Da ist Farbe drin, da läuft aktuelle Musik, da sind Jungs und Mädels in „coolen“ Outfits unterwegs und niemand brüllt niemanden an. Das Segelflieger Outfit heute immer noch seit 30 Jahren:
Schlapphut, Tennissocken in Sandalen, Übergroße 80er Jahre Brille.
Der Startplatz: Langnese Sonnenschirm, Kühlbox und Plastik-Gartenmöbel.
6.) Schaut Euch mal den Katalog „Flügel der Welt“ und Euren „Friebe“ an. Fällt Euch da was auf?
Wenn nicht, ist es eh zu spät….Schaut doch mal, was es jenseits „Eurer“ Fliegerei an Fliegerei noch so gibt! Nicht „Euer“ fliegen ist das richtige Fliegen, sondern fliegen ist vielseitig und vielschichtig. Ich selber fliege UL, Gleitschirm, E-Klasse und eben auch Hubschrauber fürs Geld. Für mich ist alles gut, interessant und berechtigt. Für Euch waren ULs 20 Jahre lang nur „Besenstiele“, Ihr habt sie von Euren Flugplätzen verbannt. Gleitschirme nur Fetzenflieger.
Motorflieger sowieso eine ganz andere Ecke (außer Schleppflieger), die Springer zu bunt, zu laut etc.
Nur Ihr, Ihr seit die richtigen, echten, wahren Flieger gewesen. Nun seid Ihr alleine, alt und ohne Nachwuchs! In der UL-Szene war eben jeder willkommen, ob „Besenstiel“ oder High-End Renner, Trike oder 3-Achs, ein bunter Mix aus jungen und älteren Leuten, Lehrer und Freaks.
Wer andere nicht mag, wird auch nicht gemocht!
Bietet doch Einsteiger-Segelflugzeuge in der UL-Klasse (was war denn die KA 6?) für kleinere Geldbeutel, kauft Euch eine einfache Gleitschirmwinde und bietet diese den GS-Piloten an. Holt Euch eine UL-Schleppmaschine und schaut mal, wie schön so was fliegt. Lasst ULs bei Euch rein. Zeigt denen Euren Sport und schaut Euch deren Sport an.
Dann kommt ein bunter, schöner „Flugsportplatz“ und eben kein „Segelflugplatz“ bei raus. Dann habt Ihr Leben, begeistert andere und könnt Euren Horizont selber erweitern. Dann kommt Geld an den Platz (Bewirtung, Windenschlepp, UL-Charter). Dann fühlen sich auch Familien und Kinder wohler, weil es eben Leben, Kontakte und neue Freunde gibt.
Dann kommen auch andere auf die Idee, dass Segelfliegen eben auch eine Supersache ist!
Fazit für Deutschland aus meiner Sicht: Technisch sehr gut, menschlich mangelhaft!
Ich selber plane, mir einen UL-Segler anzuschaffen, da ich hierin eine tolle Möglichkeit sehe, von UL-Fluplätzen mit ansprechender Atmosphäre Segelflug machen zu können, ohne abfällig behandelt zu werden. Schleppen werden wir mit einem UL. Mal sehen, wie viel Anklang das haben wird…..
Was wird Euch zu diesen Flugzeugen einfallen? Arme-Leute-Orchidee?
Schaut auf Euch, nicht auf die Gleitzahlen!
Grüße
Ossian Vogel
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und hier eine Antwort dazu:
Hallo Ossian,
deine Szenebeschreibung der deutschen Segelflugclubs ist eine völlig unzutreffende Pauschalverurteilung, genau der Intoleranz die du anprangerst, erliegst du selber.
Hast du dir mal überlegt, dass die alte Segelflieger-Generation diese Plätze vor 40 oder noch mehr Jahren eigenhändig ausgebuddelt hat, die Segelflugzeuge teils eigenhändig in jahrelanger Arbeit selbst gebaut hat, und trotz aller Mühe und Frust dabei den Spaß daran nie verloren hat.
Genau der Vergleich "Friebe Katalog" und "Flügel der Welt" zeigt den Unterschied einer Mentalität:
Hier eine solide und über Jahrzehnte verlässliche Generation, die Werte erschaffen und gepflegt hat, im Gegensatz dazu die Verbrauchs und Genussgesellschaft, die schnell ohne Mühe Spaß haben mag.
Wir "Jungen" sollten froh und dankbar sein, dass wir so viele Fluggelände "erben" durften, sollten unseren Beitrag leisten, dass diese in den nächsten 30 Jahren immer noch befliegbar sind. Dem Flugsport drohen ganz andere Gefahren als "böse Blicke" von 60-Jährigen, der Kampf gegen überstaatliche Reglementierung und Kostensteigerung erfordern mindestens soviel Mühe, Ausdauer und Zusammenhalt wie es die ältere Generation im Aufbau unserer Infrastruktur bewiesen hat. Das ist nur von allen Fliegern gemeinsam zu schaffen, gegenseitige Schelte ist hier völlig fehl am Platz.
"Friebe Katalog" und "Flügel der Welt", beides fesselt mich - aber ist dir mal aufgefallen, dass im "Flügel der Welt" in jeder neuen Ausgabe wieder etliche Hersteller und Typen "fehlen", weil das schöne bunte Fluggerät wohl untauglich oder nicht verkäuflich war? Ich halte aber Zuverlässigkeit und Langlebigkeit gerade in der Fliegerei für wesentliche Eigenschaften eines Produktes, an denen mein Leben hängt.
In meinen 20 Jahren Fliegerei habe ich viele Plätze als "Gast" betreten und habe niemals deine Erfahrung gemacht. Und wenn mich mal einer "bös" angeschaut hat war er nach kurzem Gespräch ganz aufgetaut. Das gibt´s nämlich überall, auch auf den "bunten" Plätzen.
Besuch uns in Rastatt, einem alten "Segelflugplatz", vielleicht schaut dich auch einer "bös" an, vielleicht wirst du aber auch lächelnd von einer jungen Frau zum Mitfliegen eingeladen - und deine Lieblingslektüre gibt´s hier auch, liegt gleich neben dem "Friebe".
Gruss, von einem deiner Generation,
Ralph Helbig
Sehr geehrter Herr Weber,
ich bin jetzt schon seit 2 jahren segelflieger und kenne genau die probleme der "jugend". ich werde diesen august 16 jahre und könnte mir ein leben ohne fliegen nicht vorstellen.
als ich in meinen verein angefangen habe, hatte ich auch ein paar schwierigkeiten. mein größtes war das mit den namen, ich kann heute noch nicht alle......
ich glaube, dass es der jugend an der motivation fehlt. warum sollte man auch einen ganzen tag auf dem flugplatz sein, das machen was einen nicht spaß macht und sich dann auch noch vollmeckern lassen..........."ist nicht so", denken sie bestimmt. leider muss ich ihnen da widersprechen.
am ersten flugtag, nach der winterpause ist genau das eingetroffen. ein fliegerkollege und guter freund (14 jahre) wurde so was von angeschnautzt, dass er sich dann um 2 Uhr hat abholen lassen. es war ihm einfach zu viel. ich kann ihn verstehen, aber auch meine anderen fliegerkollegen, die hatten nämlich einen guten grund.
das einzige, wo es gehapert hat, war der ton. hätte man ihm nämlich gesagt, was er falsch gemacht hat, im netten und ruhigen ton ganz nach dem motto: "beim nächsten mal machste es besser....", wäre die sache gegessen. statt dessen wurde er fast schon beleidigt und da ist natürlich die gute laune hin.......
das nächste problem ist meiner meinung nach die arbeiten, die wir in der winterpause machen dürfen. wir bekommen nämlich immer die arbeiten, die keiner machen will und die wollen wir erst recht nicht haben....... wir sind dann auch diejenigen, die in der kalten halle die anhänger putzen und für die neue lackierung schleifen dürfen. kein wunder, dass wir dann diese arbeiten unzureichend und ohne "liebe" machen, dass ganze zieht dann wieder ärger nach sich usw.....
zeigt man uns, wie man anspruchsvolle und interessant arbeiten macht, haben wir auch spaß und ohne spaß geht es halt nicht. wir werden die letzten sein, die sagen dass sie nicht wissen wollen, wie das geht und seien wir mal ehrlich: wir sind doch diejenigen, die den laden in 20 bis 40 jahren schmeißen werden, oder sehe ich das falsch?
mit diesen worten möchte ich mich verabschieden und würde sie auch gerne nach ihrer meinung zu diesen brief fragen.
Mit freundlichen Grüßen
Stefan
Sehr geehrter Herr Weber,
dieses Thema liegt mir schon lang im Herzen und nahezu machtlos beobachte ich die Szene, lese Artikeln von Nachwuchsprobleme, diskutiere in Foren und jetzt zum Schluss lese ich auf Ihrer Seite mehr zum Thema und stelle fest, dass auch andere sich diesbezüglich Gedanken machen, welche Fragen ich hier kurzum zitieren und kommentieren möchte.
[Wenn aber der Nachwuchs ausbleibt, fällt natürlich auch die Nachfrage nach Flugzeugen aus - vor allem in der Zukunft, wenn die jungen Menschen von heute im Beruf stehen und das Geld zur Verfügung haben, sich ein eigenes Flugzeug zu kaufen. ]
Hier entsteht meiner Ansicht nach ein Interessenskonflikt zwischen der historischen günstigen Vereinsfliegerei und der etwas teureren Privatfliegerei. Dieser Konflikt macht sich allerdings nicht im getrenntem Fall (Privathalter oder Vereinshalter) bemerkbar, jedoch in der Vereinigung beider Interessengruppen unter einem Dach. Die private Anschaffung eines Segelflugzeuges fördert zwar die Entwicklung der Segelflugzeugindustrie durch zusätzliche Abnehmer (was auch gut ist), jedoch nicht die Förderung des Segelflugsports als Breitensport wie es immer als Ziel bekundet wird.
Genügende Beispiele von Vereinen in dem der Anteil von hochwertigem Fluggerät in privater Haltung die Quote der zum Teil älteren Vereinsmaschinen übertrifft, könnte ich hier mit dem entsprechenden negativen Auswirkungen aufzählen.
Um es zu Verdeutlichen:
Junge Menschen praktizieren den Segelflug innerhalb von Vereinsstrukturen, weniger wegen der veralteten Vereinsmeierei aber doch wegen des kostengünstigeren Zugangs zu unserem Sport. Im Klartext: Fliegen im Verein ist günstig und wie Sie zu recht erläutern nicht teuerer als viele andere Sportarten.
Die private Anschaffung eines neues Flugzeuges setzt eine solide finanzielle Grundlage voraus, welche bei einem Jugendlichen oder Student zu 99% nicht gegeben ist. De facto wird derjenige, der ein Privatflugzeug kauft oder bereits besitzt in den meisten Fällen kein Jugendlicher sein und einer eher hohen Einkommensschicht angehören.
Bei einem Verein, wo die oben genannte Relation gegeben ist, profitieren Privathalter verhältnismäßig (viel) mehr durch die Kostenreduktion wegen der Gemeinnützigkeit , da sie trotz höheren Kaufkraft dieselben Konditionen - wenn oft nicht sogar günstigere - haben als die Vereinskameraden. Yacht-Besitzer knausern auch nicht in einem Verein um Baustunden, jedoch treffen sie sich unter sich in beliebigen schönen Häfen.
Oft genug finden Sie zusätzlich zu diesem Zustand Vereine, wo der größte Teil der Vorstandschaft private Flugzeuge unterhält. Es soll keine Unterstellung sein, aber es ist menschlich, dass in diesen Fällen die Prioritäten trotz besten Willens oft verkannt werden mit der Folge dass Vereine veraltern und die soziale und technische Entwicklung auf der Strecke bleibt, da die primären Bedürfnisse gedeckt sind. (z.B. eigenes Flugzeug und Zukunft). Unter sozialer Entwicklung verstehe ich den Trend und den Zeitgeist, welcher - ob es gefällt oder nicht - nicht mehr dem Röhngeist entspricht. Aber sich zu überzeugen, dass nicht nur Früher alles besser war, sondern dass es in der Gegenwart und Zukunft durchaus auch Positives gibt, ist sicher eine der größten Herausforderungen. Unter technischen Entwicklung verstehe ich einen zeitgemäßen Flugzeugpark, wie ihn viele von den o.g. Privathalter auch haben, aber "gemeinnützig" in einem Verein zur Förderung von Nachwuchs und vor allem junger Piloten.
[Die Folgen sind deutlich sichtbar: Der Umsatz der Segelflugzeug-Hersteller mag vielleicht gar nicht gefallen sein.]
weil die Anschaffung eines Flugzeuges im Verhältnis zu den 60er Jahren überproportional teuerer geworden ist, daher meine Emphasis auf die Wichtigkeit von Vereinen, um dem Breitensport gerecht zu werden und den Nachwuchs zu sichern.
[Ich möchte im folgenden mal ein paar Gedanken zu dem Problem notieren und fordere Sie hiermit auf, Ihre Meinung dazu zu sagen....]
[1. Wie können wir mehr Jugendliche begeistern? ]
[Früher war es selbstverständlich, dass man zum Segelfliegen morgens in aller Frühe auf dem Platz zu erscheinen hatte, den ganzen Tag mit half und - wenn man Glück hatte - bis zum Einräumen am Abend vielleicht 30 Minuten geflogen war. Geht das heute noch?
Noch immer ist der Segelflugsport sehr arbeitsintensiv. Für jeden Piloten in der Luft braucht man ein halbes Dutzend Helfer am Boden. ]
Ja Früher war das selbstverständlich, und?
Was interessiert mich der Schmarrn von Gestern?
Ich sage das hier sicher mit einem provokantem Ton! Ich persönlich stamme auch aus der Schule von "Gestern" und ehrlich gesagt, es war schön, aber ich will es auch nicht mehr.
Nicht als Auflage!
Arbeitsintensiv ist es nach wie vor, aber ein halbes Dutzend pro Piloten - niemals!!
Ich könnte vor Unverständnis brüllen, wenn ich an Segelflugplätzen 6 Mann beim Schieben einer leichten Ka13 im martialischem Schritt beobachte. Wäre ich ein Zeichner, hätte ich es schon lange für die ausländische Presse karikiert. Gezeichnet Anno 2003, Kameraden, alle für Einen, Einer für Alle!
Damit werde ich zunehmend weniger Jugendliche locken und mögen die Anführer es glauben oder nicht. Eine Ka13 ist auch zu Zweit zu bewegen und dieses sogar ohne Gebrüll, Kommandos und Getöse.
Oft erzählen wir stolz von unserer Jugendgruppe welche zwischen 14 und 20 Jahren den allgemeinen Altersdurchschnitt unrelevant verändert, aber verkennen, dass diese Jugendliche meistens aus den eigenen Reihen vom Familienkreise einem Gruppenzwang nachkommen.
Wo bitte sind die Jugendlichen zwischen 20 und 27? Diejenigen, die frei entscheiden und dem Segelfliegen sich nähern aus eigener Kraft und als Wahl gegenüber Snowboarden, Windsurfen oder Golfen?
Ich wage es fast zu behaupten, dass wir Jugendliche kaum begeistern müssen. Nur informieren und die Begeisterung entsteht bei einer hohen Prozentzahl von alleine. Aber wir müssen SIE NICHT ABSCHRECKEN! nicht durch Verheimlichung, wie es in Wirklichkeit trotz des Jahres 2003 ist, sondern durch LOCKERUNG, durch VERÄNDERUNG und durch Verbannung ein für allemal des Wortes "Früher"!! und zuletzt auch durch Glaube, Vertrauen und Hoffnung, dass Jugendliche ein enormes Potential besitzen, welches sie durch Kompetenzübertragungen nicht nur als Marionetten-Jugendführer, sondern auch in den Vorständen zur Entfaltung und Geltung bringen können.
Gerne gebe ich ihnen namentliche Beispiele, wie es auch anders funktioniert.
[Ein moderner Flugzeugpark dürfte heute für einen erfolgreichen Verein ebenfalls zwingend erforderlich sein. Unsere gute alte K13 mag für Platzrunden ja noch so gerade okay sein, aber ein paar gute Flugzeuge müssen auch zur Verfügung stehen. ]
Nicht wenn die Entscheidungsträger mit Flugzeugen Privat gedeckt sind! Thema bereits angesprochen.
[2. Wie können wir mehr Mädchen begeistern? ]
Holen wir uns doch die coolen Jungs zuerst, durch einen "lässigen" (mag es auch so banal klingen) Auftritt, ob Image-Prospekte, Internet Auftritt, Mode, Musik.
Sind die Jungs erstmal da, dann kommen die Dirndln von alleine. Nichts angeblich leichter als dieses.
[3. Wie reagieren wir auf die Gleitschirm- und Ultraleicht-Szene? ]
Versuchen wir doch, von denen zu lernen. Ob wir die Aufholjagd in punkto Image jemals erreichen, bezweifle ich unter den aktuellen Umständen, aber ich verliere nicht die Hoffnung!
Haben Sie schon mal irgend eine Internet Seite von Drachen oder Paraglider Produzenten oder User besucht? Egal welche, ich muss sie gar nicht kennen, ich weiß es:
Haben Sie vielleicht den Layout Unterschied zu Ihrer DG-Seite als wichtigster Segelflugzeughersteller festgestellt?
Ich möchte nicht Ihrer Antwort zuvor kommen, hoffe aber nicht zu hören: "Ja aber wir brauchen nicht so viel Schnick-Schnack!"
Nämlich Schnick-Schnack braucht der Segelflug - heute mehr denn je (auch wenn er es nie gehabt hat), und wer es hindert, hindert unsere Zukunft.
Sie waren doch sicher auch mal bei der Firma T. in München? Ich hatte das Vergnügen vor einer Woche. Vergnügen weil ich für 15 Minuten in meine Kindheit eingetaucht bin, wo ich im Büro meines Großvaters zwischen Stapeln von Ordnern und alten Scheibentelefone spielte. Die Nostalgie erreichte Ihren Höhepunkt als ich das Tippen meiner Rechnung auf einer Schlagschreibmaschine hörte. Ich hatte vergessen das es so was gibt.
Das ist das Schöne an unserem Segelfliegerambiente. Es war schon immer so. Warum müssen wir denn diesen modernen Schnick-Schnack mitmachen?
Bitte höflichst: Entschuldigen Sie meine Ironie, aber ich liebe und leide und bange um unser Sport
[4. Wie können wir die Ausbildung erleichtern für Leute mit "wenig Zeit"? ]
[Ich glaube, dass das vielen Vereinen gar nicht klar ist und sie sich dadurch Ihre Mitglieder vergraulen. ]
Ja Herr Weber, auch hier haben Sie vollkommen Recht.
Ein von uns praktiziertes Model ist der der Frühschulung, in dem die Schüler in den Sommermonaten bei Sunrise erscheinen und bis die allgemeine Vereinsaktivität so ca. um 11 Uhr beginnt, die Schulung auch endet. So erhält jeder Schüler ungestört von anderem Flugverkehr und der wiederum von den Schülern, eine recht intensive Schulung. Die Schulung über 2 Saisonen finde ich zeitraubend und nicht unbedingt didaktisch up-to-date.
Es gibt auch gewerbliche Flugschulen mit dem entsprechend maßgeschneiderten jedoch teureren Angebot.
[5. Wie behandelt man die "Konsumenten"? ]
Tolle Frage: Na ja, wir wissen noch nicht, wie wir überhaupt mit unseren Klienten umgehen - daher auch der Schwund oder mangelnder Nachwuchs -, so ist das "Umgehen" mit den Konsumenten ja zum Glück nahezu bedeutungslos.
Drückeberger wird es immer geben, ob in einem Verein mit Eisernen Disziplin oder in einem lockeren.
Geldbußen? Bitte doch nicht! Jeder ist aus Freude anwesend oder aus Unfreude abwesend, da braucht man doch keinen Bußgeldkatalog. So fördern wir ja nur die Kopfgeldjäger, die Denuntianten und sonstiges Pack, was ja noch schlimmer ist als der Konsument.
Wie wäre es mit Motivation? Mit Charisma, mit Menschenführung? Moderne Unternehmer wissen, was man da an Potential zusätzlich schöpft. Der Mustermann drückt sich immer vorm Aufräumen??? Schlecht! Kann es vielleicht sein, dass ihn die Datenverwaltung der Flüge oder das Kehren der Halle mehr Interessiert? In extremis - ein nettes Gespräch unter Kollegen unter vier Augen hilft doch auch, oder?
[6. Baustunden ]
Loskaufen... nicht alles ist über Geld zu regeln, soweit man auch von einem Verein redet, welcher kostengünstigem Fliegen mit gutem Flugmaterial für eine größere nicht elitäre Gruppe dienen soll.
Oder zahlt man einem Instandhaltungsbetrieb auch fünf Euro die Arbeitsstunde??
[7. Wie kann man die Entwicklung in anderen Ländern fördern? ]
Dieses ist ein sehr weit gefächertes Thema. Ich habe persönlich in Argentinien mein erstes Brevet in einem deutschen Verein vor Ort in Buenos Aires erworben.
Anschließend Segelflug in Italien gemacht, wo ich genauso wie mit den argentinischen Segelfliegern, auch mit der FIVV engen Kontakt pflege, kenne die deutsche Realität und fliege z.Zt. in der Alpenrepublik.
Die Ausgangssituationen in vielen Ländern ist viel zu unterschiedlich, um eine Pauschalantwort geben zu können.
Sicher liegt es aber an jedem von uns - bis zu unserem Dachverband, die FAI / IGC - Sachen zu bewegen. Öffentlichkeitsarbeit zu intensivieren, bzw. überhaupt zu betreiben. Und nur durch diese Arbeit wird unsere Existenz, die der Konstrukteure, der Piloten und der Begeisterten des Segelfluges Bestand haben.
Sehr geehrter Herr Weber, bitte entschuldigen Sie nochmals, wenn der Ton in der einen oder anderen Zeile unangemessen vorkommt, aber dies zeugt nebst meines südländischen Temperaments für die Ernsthaftigkeit, mit der ich die von Ihnen angesprochenen Problematik verfolge und für einen gewissen Kummer, den ich verspüre, wenn ich an eine potentielle unglückliche Entwicklung des Segelflugsportes denke.
In diesem Sinne
mit freundlichen Grüßen
Arturo Federico Wöhler
http://www.arturowoehler.de
betreff: Diskussion zur Zunkunft unseres Sports
Hallo Herr Weber,
ich habe Ihren "Aufschlag" und die "Returns" meiner Segelfliegerkollegen gelesen und stelle fest: meine 25 Jahre Fliegerdasein stehen vor mir niedergeschrieben.
Ich kann Ihre Äußerungen bestens verstehen. Auch ich stehe jedes Jahr wieder vor der Frage, ob die Fliegerei nicht einfach aufhöre bzw. ob ich mir das noch mal antun soll. Ich bin 40 Jahre alt, stehe mitten in der größten Belastung meines Lebens im Job, habe 2 Kinder und die richtige Frau. Ja und jetzt die Fliegerei und der Verein (nein ich sage nicht welcher. Sie werden ihn vielleicht erkennen...) und all die Probleme und Schwierigkeiten, die sie und die Kollegen erwähnen.
Wie ist meine Sicht? Nun gut. Here we go:
Tutto Kompletto überweise ich dem Verein ca. 700-800 Euro im Jahr und komme dafür selten auf mehr als 10-15 Stunden am Himmel und das an 3-4 Tagen.
Eigentlich bin ich ich aus der Sicht des Vereins ein tolles Mitglied. Zahle die volle Pauschale und Beiträge, ein paar F-Schlepps und die Arbeitsstunden und nehme dafür kaum Leistung in Anspruch. Fast nicht am Wochenende da. Ich verweigere mich der Vereinsarbeit nicht, sondern wohne zu weit weg vom Verein und habe einfach KEINE ZEIT. Bei Anderen ist es anders. Einverstanden.
Bin ich deswegen ein schlechtes Mitglied? Ok, sehr kommerziell gedacht, aber das ist ja nicht notwendigerweise schlecht. Die meisten Mitglieder sehen das auch so. Andere plärren Einen schon morgens (wenn ich da bin, dann den ganzen Tag und helfe auch, wo immer es geht) mit übelsten Schimpfwörtern an (Schmarotzer, A....och, usw). Man hat das Gefühl, dass da viel Frust aufgestaut ist und wenn dann noch Persönlichkeitsprobleme dazu kommen (z.B. Choleriker, oder autoritäre Hobby Chefs), dann "scheppert's".
Soll ich so meine Freizeit verbringen, die ohnehin so knapp ist wie nie zuvor in meinem Leben? Nein Danke! Ein eigenes Flugzeug kaufen? Das wäre angesichts der Kapitalbindung, der laufenden Kosten und der möglichen Nutzung Wahnsinn. Selbst bei 50 oder mehr Stunden im Jahr. Und dann sind da noch ein paar Ziegelsteine, die bezahlt werden müssen...
All die negativen Betrachtungen, die dem langen Mail Thread in Ihrem Forum erwähnt sind, kenne ich aus eigener Anschauung. Natürlich auch die positiven.
Jetzt mal zur konstruktiven Seite: Ich war über einige Jahre immer wieder beruflich in den USA und habe zweimal die Chance gehabt, da zu fliegen. Ich bin an einen Platz gefahren (Minden) , habe mir ein einfaches STD-Klasse Maschinchen gechartert und bin jeweils 6 Stunden durch die Wüste "geschippert".
Kosten je Tag ca. 180$ (damals knapp 350 DM). Man war freundlich zu mir, hat mir alles erdenklich Gute getan und ich hatte das Gefühl auf Anerkennung zu stoßen.
Ein erfolgreicher Mensch gibt sein sauer verdientes Geld bei mir aus. Danke und beehr' mich bitte wieder! So geht' auch. Heute wären es für meine 4 Tage im Jahr sicher auch nicht mehr als die 800 Euro in meinem Verein. Im Abo als Ortsansässiger Flieger sicher noch deutlich weniger.
Vielleicht liegt ein Teil der Zukunft des Sports wirklich in einer Kommerzialisierung. Vielleicht sollten Die DG`s, Schleichers, ...und/oder Dienstleister dieser Welt den Piloten verstärkt Mietflugzeuge anbieten, die dezentral zur Verfügung stehen.
Von einer noch so tollen DG-808 in Bruchsal oder einem Ventus 2c in Kirchheim hätte ich auch nicht viel.
Und: Rent-a-Star macht's vor. Scheint zu klappen! Die stehen mit einer Cessna an meinem Wohnort.
Betrachtet man Ihre Kostensituation (die ihrer Branche) dann zeigt sich auch von außen, dass sie sehr angespannt ist und Wertschöpfung immer weiter nach außen verlagert wird. Ihren Mitbewerb ereilte gerade die schreckliche Konsequenz der Fertigung im "billigen Osten" mit Holmbrüchen wegen Schlamperei in der Fertigung. Genau dort, wo es doch so "billig" war, wird es jetzt teuer! Also lassen wir den Gedanken mit dem "geilen Geiz" bei Seite.
Es sollte von Anfang an daran gedacht werden, ein solches Vermietungskonzept so aufzustellen, dass Synergien unter den Herstellern zum Tragen kommen und zugleich Top Service angeboten wird. EIN Reservierungssystem, EIN betreuender Mensch vor Ort, EIN Wartungskonzept, ....). Sonst kann/will es wieder keiner bezahlen. Ideen hätte ich schon, aber ohne Engagement der Industrie (Hersteller, Zubehörmarkt) fehlt das Kapital für eine autarke Vermietung. Die Bank gibt es einem doch erst wenn man eh' schon genug hat...
Vorteil: Ich erreiche genau die Flieger, die heute dabei sind abzuspringen.
Erstmal müssen wir die retten.
Sicher kein direktes Jugendgewinnungskonzept. Aber bevor ich so etwas nicht irgendwie/irgendwo in meiner Nähe (Wohnort) finde, werde ich meinem Sohn (11) eine Segelflugausbildung nur in einer Schule empfehlen, wenn er so weit ist.
Und dann chartern wir einmal im Jahr für 2 Wochen zusammen eine Maschine.
Das Andere tue ich IHM nicht an.
Re: COOL sein....
Es geht für ihn nicht um COOL zu sein. Da unterschätzen so manche unsere Jugend und überschätzen die Segelfliegerei. Segelflieger waren immer eine kleine Gruppe, außerhalb der eingetrampelten Pfade die aus sich selbst heraus gewachsen ist.
Segelflieger machen Segelflieger. Und die zitierten Aktionen reichen durchaus, um einige Neulinge/Einsteiger/Interessierte anzuwerben. Wir müssen das aber auch bei uns zu Hause selber tun, machen es aber nicht. Ich jedenfalls. Weil mir nach 25 Jahren und 2 Vereinen zu viele Argumente dagegen einfallen.
Selbst wenn mein heutiger Verein (Bin seit 15 Jahren dabei) für Hobbyflieger tolle Maschinen (sogar eine nagelneue DG-1000!!!) anbietet. Das ist Alles leider Nichts im Vergleich zum Ärger und Aufwand im Vergleich zum Genuss.
Re: Eigenstarter...
Ja. Das genau scheint mir der Weg zu sein. Es geht um mehr Flexibilität. Das ist im übrigen auch im Modellflugsport so. Bei den (Segelflug) Modellen geht die Nachfrage in Richtung 80-100% mit Klapptriebwerk. Fliegen! Es geht um das FLIEGEN. Wann man will, so lange man will, so oft man will. Keine Schlepppiloten, die noch im Bett liegen oder was Anderes tun wollen (es sei ihnen gegönnt. Die arbeiten auch hart und haben noch andere Bedürfnisse).
Mit der neuen Regelung zu Selbststartern als Startart und nicht als eigene Lizenz wird diese Entwicklung sich verstärken. Schade, dass die erst jetzt kam.
Fazit:
Generell beklagen wir hier einige Symptome eines gesellschaftlichen Wandels, den wir alle überall und jeden Tag merken und teilweise selbst vorantreiben.
Wollen wir paar Segelflieger den jetzt plötzlich wieder aufhalten? Oder sollten wir nicht die "Geschäftsmodelle" der Vereine und Industrie auf Tragfähigkeit überprüfen und anpassen? Es stünde uns gut zu Gesicht das Letztere zu tun. Wegen uns. Von der Zukunft (Jugend) ganz zu schweigen!
Und: Wenn das Fliegen wieder mehr im Vordergrund steht, wird auch mehr Interesse kommen. Das scheinen zumindest einige meiner Vorredner auch so zu sehen.
Noch was: Werben Sie. Auf Teufel komm raus. Für Sich, Ihre Produkte (und den Sport)! Auf Ihren Seiten muss das gemacht werden. Auch in Foren. Wo denn sonst?? Wir brauchen erfolgreiche Unternehmen in Deutschland. Je mehr Erfolg desto besser. DAVON LEBEN WIR ALLLLLLLEEEE. UND UNSER HOBBY!!
Re: Preise der DG`s und Sie würden gerne billiger herstellen....
Das glaube ich Ihnen gerne. Ganz im Ernst. Aber weil der Kauf so teuer ist (für uns Kunden), brauchen wir andere Wege, an die Maschinen heranzukommen. Wir zahlen ja dafür. Tun wir anderswo auch für Luxus/Annehmlichkeiten (Urlaub, schönes Auto,..). Aber ein Segelflugzeug (womöglich Eigenstarter) ist auch bei gutem Einkommen für viele von uns eine kaum realisierbare Anschaffung. 120T Euro für das Hobby eines einzelnen Familienmitglieds wegzulegen ist schwer geworden und die Nutzungsmöglichkeiten fehlen. Als Mietprodukt kriegen wir das (auch gegenüber der Familie) besser hin. Dann spare ich anderswo...;-)
Ich freue mich auf Ihr Feedback und das der "Gemeinde"! und wünsche Ihnen viel Erfolg mit DG Flugzeugbau.
Fred Scherzer
Darf ich auch mal meine eigene Meinung äußern, so ganz privat:
Ich finde es bemerkenswert, dass überhaupt so unglaublich viele Zuschriften kamen. Offensichtlich ist die Zukunft unseres Sportes ein sehr brisantes Thema, das vielen am Herzen liegt!
Ich persönlich bin naturgemäß beruflich sehr angespannt und kann auch nicht jedes Wochenende in Oerlinghausen sein. Ich gestehe, dass ich sogar meistens am Steinhuder Meer bin (und dort im Moment auf meinen Computer einhacke!) ![]()
Ich habe auch nicht mehr so die ganz große Meinung dazu, den ganzen Tag um den Platz herum zu fliegen, wo es obendrein voll in der Luft ist und viele Maschinen in den Hausbärten stehen.
Also:
Streckenflug ist angesagt, um die fortgeschrittenen Piloten bei der Stange zu halten! Aber dazu braucht man motivierte Rückholer oder ein entsprechendes Flugzeug.
Nicht nur in meinen Augen liegt der besondere Reiz unseres Sportes darin, den Platz zu verlassen, Strecken- und Wettbewerbsflug zu machen und im Urlaub mit Verein oder Familie neue Gegenden kennen zu lernen. Die Ehefrau dabei zu eigenen Aktivitäten zu schicken, zu denen man selbst keine Lust hat (bei uns ist das Golf und Wandern!) macht einen solchen Urlaub ausgesprochen harmonisch! Und in einem Fliegerlager an einem fremden Platz zu fliegen, stärkt in jedem Fall das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb des Vereins.
Die Vereine sollten also nach meiner Meinung mehr in den Streckensegelflug investieren durch entsprechende Ausbildung, durch mehr Doppelsitzerschulung auf entsprechendem Gerät und wenn möglich durch ein Flugzeug mit Heimkehrhilfe.
Wer das bezahlen soll? Ja, das weiß ich leider auch nicht :-(
Friedel Weber
Hallo Herr Weber,
ich bin 15 Jahre alt und in dem Verein, in dem ich fliege (den Namen nenne ich hier lieber nicht) ist die Situation wie in vielen oben stehenden Artikeln. Wir haben „unglaubliche“ 20 „aktive“ Mitglieder, davon 4 Schüler. Drei davon, zu denen auch ich zähle, stammen aus „eigener Produktion“, wobei in den nächsten paar Jahren aus dieser Richtung nichts nachkommen wird. Der vierte blieb bei unserem letzten Schnupperfliegen hängen.
Von den „aktiven“ Mitgliedern sind allerdings nur 9 wirklich aktiv, davon sind wiederum drei Privatflieger. Der große Rest kommt so alle drei bis vier Wochen mal vorbei um mal ein paar Stunden zu fliegen. So war es im letzten Jahr keine Seltenheit, dass bei Hammerwetter nur die beiden Doppelsitzer und die Privatmaschinen rausgeholt wurden und unsere Einsitzer in der Halle standen.
Das „Beste“ war ein Tag im August letzten Jahres, an dem ein Pilot von unserem Nachbarflugplatz 700km geflogen ist. An diesem Tag sind wir nicht geflogen, weil an diesem „Hammertag“ unglaubliche vier Leute zum Flugplatz gekommen sind. Seitdem zweifle ich an einer langfristigen Zukunft unseres Vereins.
Als ob all diese Probleme noch nicht genug währen, gibt es ja jetzt auch noch JAR-FCL. Dank JAR-FCL wird es in Zukunft auch kein Schnupperfliegen mehr geben, da jeder der in Zukunft auf dem Pilotensitz eines Segelflugzeugs sitzt ein Tauglichkeitszeugnis benötigt. Dann kostet ein einfaches Schnupperfliegen also 50-100€ zusätzlich und ich vermute, dass dieser Preis viele Interessierte davon abhalten wird, an einem Schnupperfliegen teilzunehmen.
Die einzige Möglichkeit wird also sein, Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben, doch wie man den Sport gerade für die jugendlichen interessanter machen kann, weiß ich leider auch nicht, da ich seit meinem vierten Lebensjahr „fluggeil“ bin und daher auch nie auf „der anderen Seite“ war.
Mit freundlichen Grüßen,
(Anonymus)
P.S. Danke für tollen Service (wir haben drei DG/LS-Flugzeuge im Verein) und diese super Homepage (wenn man sich mal die anderen Herstellerseiten anguckt, ich weiß ja nicht…)
hallo herr weber,
da hab ich nun mal auf ihrer seite geschmökert, nachdem der steve göldner ja ein freund unseres vereins ist und er mir mal erzählt hat, dass er bei dg arbeitet... und ich bin über den u.a. artikel gestossen. ja, sie haben recht... in allen punkten, leider auch damit, dass wir die einstellung der grossen neuen masse an fliegern nicht ändern können...weil dieses ungute konsumverhalten eben durch die umwelt/medien anerzogen wird und man eben herz UND verstand braucht, um zu sehen, welch geniales hobby und welch gigantisch gute bedingungen wir in vielen (vorallem unserem Verein ....) vereinen haben.
stellung möchte ich nehmen zu punkt 2, wobei ich nicht möchte, dass die antwort unter meinem namen veröffentlicht wird. danke!
2. Wie können wir mehr Mädchen begeistern?
Ist Ihnen klar, dass wir nahezu die Hälfte der Menschheit bei unserem Hobby nicht beachten? Oder sie uns nicht! Warum ist das so?
Warum findet man fast keine Mädchen und Frauen in unserem Sport?
Ich habe darauf keine Antwort, aber merkwürdig ist das doch wirklich!
Kann jemand das erklären? Vielleicht eine junge Frau und "Betroffene"?
ja, da ist mir vieles klar und bekannt. "mädchen reiten lieber"..."mädchen bleiben zu hause, wenn sie eine beziehung haben....nehmen sich und ihre wünsche viel mehr zurück wie jungs"
ich seh es mit meinen augen bei uns im verein. frauenquote 10%, wenn man die passiven mädels mitrechnet. warum das so ist? ich kann nur von mir ausgehen und von "hören-sagen"-geschichten anderer "mädchen".
man muss ein brutal dickes fell haben, denn:
für die jungs dringen wir in IHRE domäne ein. man muss als frau permanenten frotzeleien ausweichen oder kontern. geh ich dazu in meiner (wertvollen) freizeit zum flugplatz??? wenns drum geht, dass jemand in der kantine einspringt, dass der betreffende seine gäste fliegen kann oder der schüler seine flüge bekommt, dann werden mit grossem abstand als erstes die frauen beordert. wenn es drum geht, dass was nicht sooooo geklappt hat beim fliegen, dann gibts ein gefrotzel, warum DIE denn einen xy-flieger blockieren müsse. wenn eine frau winde fährt und es passiert etwas völlig unspektakuläres, dann heisst es sofort "tut DIE runter von der winde"... mit dem nebensatz "klar, frau und technik, das KANN ja nicht gut gehen".
ich bin wahrlich nicht auf den mund gefallen, bin eine spätberufene segelfliegerin und hab den schein gegen meine panische flugangst gemacht. ich könnte verbal kontern, gegen JEDEN im verein, aber hier kann ich mich nur wiederholen: "dazu komm ich nicht zum platz."
einige der "lieben" vereinskameraden nehmen mich dann zur seite und sagen "nimms nicht persönlich und schaff dir ein dickeres fell an!" aber: warum muss ICH abstumpfen? (gästebetreuung mach auch meist ich, weil ich ja ach so gut mit gästen kann...) warum kann nicht die männliche bevölkerung ein bisserl weniger zynisch werden und etwas sensibler? und es geht hier NICHT um irgendwelche sexistische bemerkungen, da bin ich bundeswehrkind und den einen oder anderen derben kommentar gewohnt, auch machen mir pinup-kalender in der werkstatt gar nichts aus (ausser dass ich neidisch auf die knackigen figuren der mädels bin!). es geht um dieses "zynisch coole", das die buben meinen, ständig an den tag legen zu müssen.
zum glück sind es sehr wenige bei uns im verein.
zum glück haben wir viele, die man früh mittags und abends nur abknutschen könnte für ihre verbale unterstützung.
zum glück gibts tage, da kann ich über zynismus hinwegsehen.
aber:
ich weiß auch, dass es so manche tage gibt, da ist es anders. diese tage kosten dann sehr viel kraft und energie und enden oft ohne flug, weil ich halt an diesen tagen ein sensibelchen bin.
und es gibt eben mädchen/frauen, die aufhören...weil sie es nicht brauchen sich in zynismus zu baden, weils auch andere hobbies gibt auf dieser wunderbaren welt. und weil WIR wissen, dass der liebe gott den himmel nur deshalb nicht rosa gemacht hat, weil hellblau aggressionen abbaut :-) (ausserdem hört sich "ROT-Thermik" echt blöde an!!!).
ich bin froh in meinem jetztigen verein zu sein, ich hab mich hier arragiert und geniesse es sehr am platz zu sein. habe aber aus vielen o.a. gründen meinen alten verein während der ausbildung verlassen und bin nach ...... gewechselt. es ist nicht alles gold, was glänzt. aber wenn man andere vereine und/oder plätze kennt, dann haben wir das paradies und ich werde nicht müde, dies den jungs/jugendlichen kund zu tun.
ich denke im übrigen, dass das pinkeln im flieger ein punkt ist und auch der hormonschwung alle 4 wochen. Denn die coolness, an diesen "tagen" zu fliegen und das auch noch in einem vereinsflieger, die haben viele mädchen nicht. und voller erfurcht schau ich auf die frauenliga und denk mir so und so oft:
ich wünschte, ich hätte eine "begleiterin" im verein, die mich an der hand nimmt und mit mir auf strecke geht, weil sie mich und meine gedanken/sorgen/ängste versteht. realistischerweise weiss ich, dass ich mir meine begleitung unter den jungs erbetteln muss. keiner der jungs müsste das, es ist halt eben anders. nicht unbedingt schlechter oder besser, einfach nur extrem anders.
so, das war nun mal eine kurze stellungnahme einer "betroffenen", sicher eine von vielen und sicher schreiben viele mädchen auch andere erfahrungen, klar....sind ja auch die verschiedensten menschen in den verschiedensten vereinen mit den unterschiedlichsten bedingungen und gründen, warum sie das fliegen angefangen und weiterbetrieben haben.
ich bin trotzallem sehr glücklich bei uns. und irgendwann werd ich mal meine flugstunden voll haben (hab erst letztes jahr meine prüfung gemacht mit 44 jahren), dass ich UNSERE dg-303 fliegen kann und vor allem auch will. mich nicht verstecken hinter twin fliegen oder asw 19. irgendwann, aber das hat wahrscheinlich noch zeit, denn ich will mein hobby ja noch länger mit freude und zielen ausüben.
ich hab mich sehr über ihre direkten und ehrlichen gedanken zum thema segelflug heute gefreut, zumal sie mir aus der seele sprechen.
viele grüsse und schöne flüge und eine erfolgreiche saison, privat und beruflich!!!
ihre N.N.
John Roake aus Neuseeland hat eine Tabelle zusammen gestellt, über die Anzahl der Segelflug-Piloten in verschiedenen Ländern der Welt. Hier ist sie:
Er gibt zur Verdeutlichung der Zahlen die folgenden Kommentare:
![]()
The following notes should be read in association with the membership table. A determined effort has been made to achieve accurate as possible figures. New data provided this year has allowed me to correct errors in previous years.
ARGENTINA: A 45% increase in membership can possibly be related to the extreme interest being created by pilots from other countries flying in the Andes.
AUSTRALIA: A small decrease, an almost continuous trend since 1992.
AUSTRIA: A small decrease over the previous year.
BELGIUM: A major increase due 430 pilots from the Belgium Air cadets now under the control of the Belgian Gliding Federation.
BRAZIL: A concerted effort made to get their membership figures, but without success.
BULGARIA: A concerted effort made to get their membership figures, but without success.
CANADA: A substantial drop in flying membership, their lowest level in 20 years.
CHINA: First ever time we have found a contact that speaks/emails in English. A surprisingly small number of pilots.
CROATIA: A concerted effort made to get their membership figures, but without success.
CZECH REPUBLIC: Stable membership with a small increase over the previous year.
DENMARK: A 4% drop over the previous year.
FINLAND: A 2% drop over the previous year.
GERMANY: The world largest soaring country. A small but continuing drop in membership - year after year since 1992. Germany’s membership loss over 12 years amounts to 9.4%
GREECE: No response from delegate - Used previous years membership figures.
HUNGARY: Accuracy in membership hard to achieve. Delegates estimate.
ICELAND: Two clubs only. Maintaining membership numbers.
IRELAND: Small increase on last year. Up 6%.
ISRAEL: No response from delegate - Used previous years membership figures.
ITALY: Provided clubs, hours, number of gliders - everything except membership. Used previous years membership figures.
JAPAN: A 4% drop over the previous year.
KENYA: First time contact achieved. One club (commercial operation)
KOREA: First time contact achieved.
LATVIA: No response from delegate.
LUXEMBURG: First time contact achieved.
LITHUANIA: Another small increase – Have achieved increases every year since 1998.
NETHERLANDS: Previous year’s membership total as advised was incorrect. Now corrected but recording a drop of 5.2% between 2002 and 2003.
NEW ZEALAND: Recording small but insignificant increases since 1999. (3.2% over four years).
NORWAY: The significant increase since the previous year is believed to be only a temporary situation caused by a specific law relating to compulsory membership for introductory gliding activities. Expecting the rule to be changed and the number to revert back to the previous trend.
PAKISTAN: A small decrease.
POLAND: No response from delegate - Used previous years membership figures. (I.G.C. ask why?)
RUSSIA: No response from delegate - Used previous years membership figures.
SERBIA/MONTENEGRO: First time contact achieved.
SLOVAK REPUBLIC: Reasonably stable membership.
SOUTH AFRICA: Increase of 3.5% over previous year.
SPAIN: Encouraging 28.4% increase over previous year.
SWEDEN: Increase of 7.85% over previous year.
SWITZERLAND: Almost continuous downturn in membership since 1992. Down 30.9% over the past 12 years and 3.56% for the year under review.
UNITED KINGDOM: A major drop of 825 members over the past year (9%).
U.S.A.
There has always been difficulty attempting to get factual figures from the USA. Soaring pilots do not have to be a member of the SSA. I have established that the FAA only recorded gliding pilots with medicals over past years, their statisticians believing this to be the prime requisite for a soaring pilot. (Incorrect). Their statisticians have just realised their error, so for the first time we are able to record an accurate figure for USA. We have applied a world average percentage (+ and -) to all previous USA figures to achieve a more representative count for that country. The new figures reveal that SSA represents less than 50% of soaring pilots in the U.S.A.
COMMENTARY
The updated figures produced for the 2004 - I.G.C. meeting show that we have lost 8.13% of our members over the past 12 years. The year under review shows an increase of 1.02%, (excluding countries reported for the first time), a percentage that has been maintained over the past four years. We cannot say we have arrested our downturn, but at best, we are currently holding our own.
I have regular contacts with thinking national executives who wish to discuss promotions and other means of encouraging membership. My promise to have a textbook on membership retention and promotion finished by the current meeting has not been fulfilled. It is roughly two-thirds finished and I am hopeful I can finally get it into print during 2004.
The world gliding movement has now given away 39,000 copies of the membership committee’s promotion video. I do believe it is a help in promoting membership, especially when it is given away to all who take their first glider flight with a club. We are now licensing copying houses in various countries to produce the video for national aero clubs to avoid the costly freight from New Zealand. This makes them even cheaper as a give-away token to public relations and club promotion.
We have finally finished the filming of our second promotional video - “How the West was Won” and it is now being studio processed for release in about three months. All delegates will be mailed a copy.
But on a more serious note, I have come to the conclusion that gliding’s greatest danger is “APATHY”. Perhaps it is a feature of our times, but all those who write to me for ideas ask the same question - “How do we get our members to be alive to treating every visitor to our club as a potential member? How do we change the club’s character? How do we get members to stop ignoring the uninitiated? How can we get existing members to appreciate that more members means increased fleet utilisation, and lower flying fees?” An answer to those questions would revitalise gliding and I am ever hopeful that someone will write me and tell me how it can be done.
But getting back to “APATHY”, I would like to provide some statistics that give room for thought.
The draft agenda I have for the 2004 I.G.C. meeting has 69 items, excluding election of officers, past minutes, president’s report and the like. Of those 69 items, 45 items (65.2%) are directly relate to competition matters, which I suspect will take more than 85% of the time allowed for the meeting. This - for an estimated 5% of the movement that are competition pilots.
Is it that the remaining 95% are totally apathetic to gliding advancement, and apathetic to the International body as a medium for advancing the sport at club level? Or have they given up?
Maybe you have the answer. If so, I would welcome your input!
JOHN ROAKE
NEW ZEALAND -20-02-2004
Eine Studie des Französichen Aeroclubs - übersetzt für den DAeC