Man geniert sich beinahe, eine einfache Parkbremse als "Innovation" zu bezeichnen und nicht serienmäßig anzubieten. Aber bei den Mustern anderer Hersteller wird sie nach unserem Wissen gar nicht angeboten. Dabei ist eine solche Bremse sehr sinnvoll, denn beim Motoranlassen müssen Sie schließlich mit der linken Hand die Bremse halten, mit der rechten den Anlasser betätigen und mit der mittleren den Knüppel hinten halten oder????
Außerdem ist sie nützlich beim Abstellen des Flugzeugs bei starkem Wind. Denn den Bremshebel mit dem Schultergurt zu verknoten, ist sicher keine optimale Lösung.
Wir haben also auf den Bremsklappenhebel eine dreistufige Raste gesetzt. Wenn Sie den Hebel ganz durchziehen, fasst die Trommel- oder Scheibenbremse. Wenn der Hebel dabei in Richtung Bordwand gedrückt wird, bleibt er in der hintersten Stellung stehen. Zum Lösen kippen sie den Hebel einfach ein wenig nach innen.
Diese Parkbremse können Sie bei allen älteren DG-800 nachrüsten lassen. Wir bieten einen Einbausatz mit Anleitung an, nach dem jeder Luftfahrttechnische Betrieb in etwa zwei Stunden den Einbau vornehmen kann. Sie können es auch selbst machen und von einem Prüfer abnehmen lassen.
Ab Anfang 2001 mit der DG-808 ist die Parkbremse als Piggot Haken serienmäßig.
David Noyes, der uns viele Artikel ins Englische übersetzt hat, schickte uns eine kleine Story, die seinem Freund passiert war:
"Ich hatte eine Außenlandung quer zur Zufahrtstraße zu einem Haus. Beim Ausrollen überquerte ich die Straße und stoppte vor dem Haus. Es war ein ziemlich steiler Hügel und ich musste die Bremse festhalten, sonst wäre das Flugzeug zurück gerollt und hätte sich das Heck beschädigt. Ich konnte einfach nicht gleichzeitig die Bremse festhalten und dennoch das Flugzeug verlassen, um es umzudrehen. So wartete ich erst einmal ab.
Bald kam ein kleiner Junge aus dem Haus, bestieg sein Dreirad und fuhr auf mich zu. Ich fragte, ob seine Eltern zuhause seien. Er sagte, seine Mutter sei da. Ich bat ihn, zu ihr zu gehen und sie zu holen, denn ich brauchte Hilfe. Er ging ins Haus, blieb dort volle zehn Minuten und kam zurück ohne seine Mutter. Er stieg auf sein Dreirad und wollte wegfahren. Ich rief ihn zurück und fragte ihn, ob er seiner Mutter von mir erzählt habe. Er sagte: "Ja".
Ich fragte, was seine Mutter geantwortet habe.
Der Junge sagte: "Sie hat geantwortet, es wäre unmöglich, dass ein Flugzeug vor unserem Haus gelandet sei und dass ich wieder nach draußen gehen und spielen solle und sie nicht mit solch blöden Geschichten aufhalten solle."
Dann bestieg er wieder sein Dreirad und fuhr davon.
Nach einer ganzen Weile kam die Mutter heraus und half mir. Sie war sehr überrascht!"