DG Flugzeugbau

DG-1001M - die Entwicklung des neuen Selbststarters

"Wann kommt endlich die DG-1000M, der Selbststarter?"

Diese Frage wurde uns in den letzten Jahren immer wieder gestellt und unsere Antwort war immer die gleiche:

"Wenn wir ein passendes Triebwerk haben!"

Nun können wir Ihnen mitteilen, dass die eigentliche Konstruktionsphase der DG-1000M (als "DG-1001M") begonnen hat. Das erste Flugzeug soll im Sommer 2009 fertig zum Erstflug sein und die Produktion wird dann im Laufe des Jahres 2009 anlaufen. 

Motor:

Bekanntlich gibt es von der Firma Solo einen Motor mit Doppelvergaser und 64 PS für schwere Segelflugzeuge. Dieses Triebwerk kennen wir und hatten es bereits in die DG-505MB eingebaut. Es gab damit allerdings gewisse Probleme.

Wir haben dann weltweit nach einem Ersatztriebwerk gesucht, nach Möglichkeit einem Viertakter mit Trockensumpfschmierung und Einspritzanlage. Man mag es ja nicht glauben, aber solche Triebwerke gibt es nicht! Am nächsten wäre noch ein modernes Motorrad-Triebwerk gekommen, aber auch die sind zu schwer, und immer ist ein Getriebe angeflanscht, das wir nicht benötigen. Natürlich gibt es auch keine Luftfahrt-Zulassung für solche Motoren.

Es ist nun mal ein sehr spezieller Verwendungszweck, den wir hier haben in Form eines Triebwerks, das gar nicht leicht und schmal genug sein kann, nur kurzzeitig läuft und in der Zeit maximale Leistung abgeben muss, um anschließend weggeklappt zu werden, so dass man nichts mehr davon sieht.

Und für diesen Einsatzzweck gibt es kein besseres Triebwerk als einen Zweitaktmotor. Alles andere wäre mindestens 30 KG schwerer gewesen und vom Platz her nicht unterzubringen.

Zum Glück ist auch beim Solo-Triebwerk die Entwicklung nicht stehen geblieben. Vielmehr ist der bekannte Motor mit Doppelvergaser in einer bemerkenswerten Weiterentwicklung, die ihn für unseren Zweck prädestiniert:

  • Der Motor erhält eine programmierbare Einspritzanlage für Zweitakter
  • das bedingt zusammen mit höheren Ansaugquerschnitten eine Leistungssteigerung auf etwa 70 PS
  • das Anspring- und das Abgasverhalten werden besser, der Kraftstoffverbrauch etwas geringer
  • es gibt eine Höhenkompensation, d. h., dass das Triebwerk in größerer Höhe ruhiger und kräftiger läuft.
  • Eine neue Kurbelwelle sorgt für weniger Vibrationen.
  • Eine neu entwickelte Kraftübertragung verringert die Triebswerksvibrationen und schliesst das Risiko von Zahnriemenrissen aus.
  • und schließlich sorgt ein Propeller mit sehr großer Steigung für eine niedrigere Drehzahl, so dass hochfrequente Schwingungen unterbunden werden.

Das Flugzeug

Die DG-1001M wird wie die DG-1001T eine Spannweite von 20 m haben. Ein großer Vorteil:

Wölbklappen werden nicht benötigt, denn durch das bewährte große Standardfahrwerk ist schon am Boden ein ausreichender Anstellwinkel zum Abheben gegeben.

Folgende zusätzliche Besonderheiten werden die neue DG-1001M auszeichnen:

  • Volle Bedienung des Triebwerks von beiden Sitzen aus - somit volle Nutzbarkeit des vorderen wie des hinteren Sitzes für Passagierflüge
  • Lenkbares Spornrad, elektrisch einziehbares Hauptrad als Standard
  • Ein DEI-NT in der Qualität und dem Umfang wie bei der DG-808, also mit Überziehwarnung und allen Überwachungsfunktionen, die wir im Angebot haben.
  • Sicherheits-Backup-System für die Einspritzanlage - bei Ausfall kann der Pilot auf eine einfache Kraftstoffversorgung über Vergaser umschalten. Das ist eine ungewöhnliche aber sehr wertvolle Sicherheitserhöhung!
  • Ein Wasserballast-System ist vorbereitet aber nicht serienmäßig, da die Menge des noch zuladbaren Wassers doch sehr begrenzt ist.
  • Ein Tankstutzen soll als Option verfügbar sein. Standardmäßig erfolgt die Betankung automatisch mit Hilfe der Tankpumpe an Bord.
  • Natürlich das ganze Spektrum an Optionen, das es für die DG-1001 Turbo auch schon gibt

Verfügbarkeit / Kosten / Vertrieb

Die ersten Auslieferungen sind für Ende 2009/Anfang 2010 vorgesehen.

Die Kosten standen Ende 2008 natürlich noch nicht fest. Wir konnten auf unsere langjährige Erfahrung aus der DG-505MB zurück greifen und viele Komponenten weiter verwenden, so dass die Entwicklungskosten überschaubar blieben.

Ab sofort nimmt unser Verkaufsleiter Optionen entgegen, mit denen Sie sich mittels einer rückzahlbaren Optionsgebühr von 3.000 Euro eine frühe Lieferposition sichern können. Die ersten Optionen sind schon gezeichnet!

Und im Übrigen gilt:

Lassen Sie sich überraschen!


Ende Januar 2009 haben wir daraufhin die neue Produktlinie DG-1001 angekündigt, und natürlich wird auch die DG-1000M in Wahrheit eine "DG-1001M werden.

Der Rumpf des Prototypen ist verklebt, und Mitte Februar steht die Maschine in der Rohbaumontage. 

 


Aero 2009

Auf der AERO-Messe in Friedrichshafen wurde die DG-1001M erstmalig einem breiten Publikum vorgestellt. Jetzt warten alle auf die Möglichkeit zu einem Probeflug.

- friedel weber -


Erstflug am 09.07.2009

Der Erstflug der neuen DG-1001M ist erfolgt.

Hier der Bericht von Wilhelm Dirks:

DG Info 07-2009

Erstflug der DG-1001M

Am 9. Juli 2009 konnte DG Chefkonstrukteur zusammen mit seinem Co-Designer Michael Harms mit der DG-1001M zum Erstflug starten.
Die ersten Eindrücke schildert Wilhelm Dirks wie folgt:
„Das neue Triebwerk der DG-1001M beeindruckte mich mit einer sehr guten Beschleunigung, so dass wir auf der kurzen Bruchsaler Grasbahn vor der Halbbahnmarkierung, d.h. schon nach ca. 250 m  abheben konnten und dass obwohl der Platz extrem nass war, es hatte ja einige Tage lang und auch heute immer wieder geregnet.
Im Steigflug erreichten wir ca. 3 m/s Steigen, im Horizontalflug 155 km/h bei 6300 RPM Motordrehzahl. Dabei lief der Motor sehr ruhig und es waren kaum Vibrationen im Cockpit zu spüren. Auch der Geräuschpegel im Cockpit ist angenehm, so dass wir ohne Headsets fliegen konnten.
Mit eingeklapptem Triebwerk verhält sich die DG-1000M wie eine DG-1000S ohne Wasserballast, Einbußen bezüglich der Wendigkeit etc. sind nicht zu spüren.“

Die DG-1001M ist mit dem neu entwickelten Solo 2 625 03 Motor ausgerüstet. Dieser Motor basiert zwar auf dem in anderen Doppelsitzern, so auch der DG-505MB verwendeten Motor, ist aber mit einer elektronisch gesteuerten Einspritzanlage ausgestattet, die für besseren Motorlauf und geringeren Kraftstoffverbrauch insbesondere in größeren Höhen und im Reiseflug sorgen soll. Außerdem ist auch die Startleistung mit knapp 70 PS etwas höher.

Der Aufbau des Klapptriebwerks der DG-1001M unterscheidet sich grundlegend von den bisherigen Konstruktionen mit Zahnriemenantrieb.
Der Motor, der bei einem Zahnriementrieb starr mit dem Propellerträger verbunden sein muss, ist bei der DG-1001M weich gegenüber dem Propellerträger aufgehängt. Statt eines Zahnriemens werden 5 einzelne "high-tech" Keilriemen verwendet, die die Bewegungen des Motors gegenüber dem Träger ausgleichen können. Der ebenfalls in Erwägung gezogene Kettenantrieb, wurde nach umfangreichen Versuchsläufen zu Gunsten des Keilriementriebes fallengelassen. Der Keilriementrieb ist leiser, leichter und durch die 5 einzelnen Riemen redundant, d. h. dass auch 4 Riemen die volle Last übertragen können. Deutlich spürbar ist die Verringerung der Vibrationen gegenüber dem bekannten Zahnriemenantrieb. Der Schlupf der Riemen beträgt etwa 2% bei Volllast - ein absolut guter Wert.

Bruchsal 09.07.2009
Dipl. Ing Wilhelm Dirks

 


Bericht von der Flugerprobung der DG-1001M

von Holger Back - geschrieben am 11.09.2009

Seit ungefähr 2 Monaten befindet sich der Prototyp der DG-1001M in der Flugerprobung.
Inzwischen wurden von Wilhelm Dirks, Michael Harms und Holger Back zahlreiche Eigenstarts an verschiedenen Fluplätzen durchgeführt.
Zusätzlich wurde das Triebwerk in diversen Steigflügen bis 3.000m getestet. Hauptaufgabe war dabei eine exakte Abstimmung der elektronischen Einspritzung auf verschieden Parameter wie Motortemperatur, Lufttemperatur, Luftdruck, etc. Diese Abstimmungsarbeiten sind nun weitestgehend abgeschlossen und wir können nach den bisherigen Tests ein rundum positives Fazit ziehen:


Das Antriebssystem erfüllt alle geforderten Bedingungen.

  • Es ist kräftig, leise und vibrationsarm.
  • Die Startstrecke lag selbst bei ungünstigsten Verhältnissen mit leichtem Rückenwind unter 300m, im Schnitt bei 250m bis 280m.
  • Das mittlere Steigen betrug im Mittel 2,5m/s bis 3m/s.
  • Bei einem Vergleichsflug mit einer DG-505MB bei gleicher Spannweite und Abflugmasse, war die DG-1001M im gesamten Steigflug dem alten Vergasermotor deutlich überlegen.


Gerade im Vergleich zur DG-505MB zeigt sich auch der Fortschritt bei der Geräuschentwicklung und den Vibrationen.
Die DG-1001M ist im Cockpit deutlich leiser und die Vibrationen sind geringer. Unproblematisch ist auch das Fliegen in der Thermik. Das Mehrgewicht von ca. 50kg gegenüber der DG-1001T verträgt der Selbststarter problemlos. Das Kreisen in der Thermik ist selbst bei größerer Querneigung mit 90-95km/h möglich.

In der nächsten Woche wird ein optimierter Motorträger eingebaut. (Bei dem Prototyp war die Verlegung von Kabel und Schläuche nicht optimal und einige Anbauteile hatten zu wenig Platz).

Ab Anfang Oktober wird das Flugzeug für die allgemeine Breitenerprobung freigegeben und Kunden und Interessierte können sich dann von den positiven Eigenschaften selbst überzeugen.

Holger Back
- Geschäftsführer/Managing Dir -


weiterer Bericht von Holger Back am 24.11.2009

Hallo Friedel

Ich möchte noch etwas ergänzen, weil ich einfach so begeistert bin:

Am Wochenende war ja der Schweizerische Segelfliegertag, wo ich mit der DG-1001M große Aufmerksamkeit erzielte, obwohl sie dort "nur" ausgestellt war.

Anschließend fuhr ich nach Italien auf den Flugplatz Biella, um den lang geplaten Vorführflug mit den dortigen Kunden machen. Der Platz hat 1.500 m Betonpiste und mehrere Rollwege und ich konnte mit den Kunden vom Auto zum Startpunkt über alle Rollwege kurven wie ein Motorflugzeug. Stefano hat davon ein Video gedreht und auf YouTube gestellt:

http://www.youtube.com/watch?v=3OdLAyqh4v4

Es ist schon beeindruckend, wie das Flugzeug abhebt und ebenso nach der Landung selbst wieder zurück rollt bis zum selbstständigen Einfahren des Triebwerks.

Am Flugzeug funktioniert jetzt "Alles". Nach den üblichen Prototypproblemen am Anfang macht die Maschine jetzt einen völlig ausgereiften Eindruck. Der Motor schnurrt kraftvoll mit wenig Vibrationen und bringt immer zwischen 2,5 und 3m/sek Steigen. Entsprechend begeistert waren unsere Gäste.

Mittags waren mein Sohn und ich dort fertig und verabredeten uns mit unserem Österreichischen Kunden in Kufstein, wo das Wetter angeblich passend sein sollte. In der Nacht goss es dort aber in Strömen. Der Platz in Kufstein hat 800m Grasbahn, und auch der Betriebsleiter machte ein bedenkliches Gesicht, ob die Maschine überhaupt würde starten können. 

Wir zogen in die äusserste Flugplatzecke, aber da war es so nass, dass sogar das Auto stecken blieb. Kein Gedanke, hier zu rollen! Wir zogen einhundert Meter vor, wo es etwas trockener war. Einsteigen, Vollgas, und - keiner wollte es glauben! - nach knapp 250m war der Vogel in der Luft. 

Im Laufe des Tages habe ich noch 5 weitere Flüge gemacht, wobei wir bei einem Flug mit einem Interessenten zusammen  über 190 KG wogen. Kein Problem! - doch nicht für die DG-1001M!!! Smiley

Ich hatte ja selbst Befürchtungen gehabt, dass die Maschine bei dem schweren Boden auf die Nase gehen könnte. Aber das geänderte Fahrwerk mit dem weiter vorn liegenden Rad sorgt für ausreichende Spornradlast, so dass ich nach dem Anrollen zügig Gas geben und starten konnte. Alles völlig ohne Probleme, und so waren unsere potenziellen Kunden ebenfalls begeistert.

Was jetzt noch fehlt, ist nur das Back-up-System für den unwahrscheinlichen Fall des Ausfalls der Einspritzanlage. Wir hatten ja beschlossen, ohne ein solches Back-up keine autonomen Kundenflüge zu gestatten. Ob diese "Safety comes first!" Strategie jetzt noch notwendig ist, kann man sicher diskutieren. Aber lassen wir es mal dabei!

Viele Grüße von einem interessanten Wochenende

Holger


 

Von den Flügen in Kufstein auf dem extrem nassen Grassplatz haben unsere österreichischen Freunde ein Video gemacht, bei dem sie genau die Länge der Startstrecken dokumentierten.

Hier können Sie sich die Flüge ansehen:


dg-1001m-testfluege.mp4  (30 MB groß)


 

 

 

DG-1001M - Drei-Seitenansicht

DG-1001M beim StartDG-1001M Antriebssystem

Flyer der DG-1001M

 


Lärmmessung mit der DG-1001M

Am Montag den 12.07.2010 waren wir mit der DG-1001M in Augsburg um zusammen mit dem OUV-Gutachter, Herrn Peter Styrsky, die Lärmmessungen durchzuführen. Nach  6 erfolgreichen Überflügen der Messeinrichtung konnten wir auch diesen Punkt der Zulassung  abhaken. So möchte ich mich an dieser Stelle bei Herrn Styrsky für die gute Zusammenarbeit bedanken, die trotz Rekordtemperaturen an diesem Tag reibungslos funktioniert hat.

Kurze Zeit später haben wir die tolle Nachricht erhalten, dass unsere DG-1001M nicht nur die Lärmgrenzwerte erfolgreich einhält, sondern darüber hinaus noch eines der wenigen Flugzeuge bzw. Motorsegler ist, die den seit 1.1.2010 geforderten erhöhten Schallschutz erfüllen.

Mit 64,1 dB(A) ist es uns gelungen deutlich unter den Werten des erhöhten Schallschutzes von 65,7db(A) zu bleiben. Dies bedeutet, dass z.B. zeitliche Einschränkungen wie sie für Flugzeuge ohne verschärften Schallschutz gelten, für die DG-1001M nicht greifen.

Ein Auszug aus dem DG-1001M Flughandbuch:
Lärmschutzforderungen:    ICAO Annex 16, Volume I, Part II, Chapter X.
Ermittelter Geräuschpegel: 64,1 dB(A) mit 790kg
Lärmgrenzwert:                  74,8 dB(A) bei 790kg

Nur für Deutschland:
Grenzwerte für den erhöhten Schallschutz: 65,7 dB(A) bei 790kg

Diese Anforderungen werden also von der DG-1001M erfüllt.

So gefällt die DG-1001M nicht nur Ihren Piloten mit den guten Start- und Steigleistungen, sondern wird auch den Lärm für Flugplatzanwohner weltweit auf ein Minimum reduzieren. In Anbetracht der vielen Lärmprobleme unserer Flugplätze in der heutigen Zeit, ein nicht zu unterschätzendes Kriterium.

Stefan Göldner
Verkauf

 


 

Flugerprobung der DG-1001M abgeschlossen!

Rechtzeitig vor den Werksferien konnte Wilhelm Dirks die Flugerprobung abschließen. Die Startstreckenmessung ergab die schon vorher festgestellten sehr beachtlichen Steigleistungen.

Es konnte noch einmal das maximal zulässige Startgewicht um 10KG erhöht werden auf nunmehr 790 KG.

Zusammen mit dem vorläufigen Flughandbuch gingen die Unterlagen an das LBA zur Erteilung der Musterzulassung.

Damit ist die Entwicklung unseres Eigenstarter abgeschlossen und alle Beteiligten zeigen sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis.


DG-1001M -  Serienproduktion läuft

Eine Zwischenbilanz

Mit der Vorführung beim LBA im September 2010 konnten wir nach rund einem Jahr die Erprobung der DG-1001M abschließen.

300 Starts und einer Motorlaufzeit von 80 Stunden verdeutlichen das harte Programm, die der Erprobungsträger der DG-1001M mit der Werk Nr.10-133 bis zu dieser Zeit über sich ergehen lassen musste.

Zählte anfangs die Abstimmung der elektronischen Einspritzung bei verschiedensten äußeren Bedingungen zu den Hauptaufgaben des Entwicklerteams, so galt es im Laufe der Zeit das DG typische Motorsteuergerät DEI-NT incl. aller Warnfunktionen an den neuen Antrieb anzupassen.

Gegen Ende der Erprobung wurde noch das Notlaufsystem integriert und ausgiebig getestet. Mit einem Schalter am Instrumentenbrett kann nun der Pilot bei Störungen an der elektronischen Einspritzung auf das „Backup-System“ umschalten. das ein Weiterlaufen des Motors garantieren soll. Gerade in der Startphase ein wichtiges Sicherheitsfeature, das wir deshalb serienmäßig und ohne Aufpreis in jeder DG-1001M anbieten werden.

Die Gesamtlänge des Hauptkabelbaumes von 250m und des Motorkabelbaumes von 50m verdeutlichen das komplexe System von elektrischen und elektronischen Hilfsmittel, die in der DG1001M installiert werden.

Sie alle haben nur das eine Ziel:

Das Fliegen für den Piloten komfortabel und sicher zu gestalten.


Die DG-1001M ist übrigens der einzige selbststartende Doppelsitzer, bei dem die Bedienung komplett und ohne jegliche Einschränkung vom hinteren Sitz erfolgen kann. Ein wichtiger Aspekt bei der Schulung.

Besonders stolz sind wir auch auf die Entwicklung des Riemenantriebes. Die fünf nebeneinander liegenden Keilriemen und der dadurch möglichen schwingenden Lagerung des Motors sind ein wesentlicher Grund für den vibrationsarmen Lauf des Antriebsystems – und dieser Antrieb arbeitete während der gesamten Erprobung absolut fehlerfrei!

Bei 70 Motorlaufstunden wurden die Riemen vorsorglich ausgetauscht und anschließend inspiziert. Zur unserer Überraschung wiesen sie keinerlei Schäden auf und man hätte sie bedenkenlos weiter einsetzen können.

Das oberste Entwicklungsziel das wir letztendlich erzielen wollten ist ein zufriedener Kunde. Dies haben wir mehr wie erreicht.

Bisher konnten 4 DG-1001M an Vereine und Privatleute ausgeliefert werden und die Reaktionen und Meinungen sind durchweg alle positiv:

  • Super Leistung des Motors
  • Einfachstes Handling am Boden und in der Luft
  • Sichere Bedienung
  • Hohe Alltagstauglichkeit
  • und ganz wichtig: eine sehr große Zuverlässigkeit

Ein Kunde hat es mit den Worten zusammengefasst:

„Die DG-1001M macht einfach viel Spaß“.

Nebenbei hat die DG-1001M in der vergangenen Saison bei diversen Wettbewerbseinsätzen Spitzenplatzierungen belegen können und auch ihr Potential im Leistungsflug bewiesen.

Die DG-1001M schließt die Lücke für alle diejenigen, die einen komfortablen, sicheren, zuverlässigen und leistungsstarken eigenstartfähigen Doppelsitzer suchen.

Wer mag, kann sich selbst überzeugen. Die DG-1001M steht in Absprache für Probeflüge jederzeit zur Verfügung.

Holger Back


Ein wirklich schönes Video von Michael Weber -

unserem früheren Azubi. Es ersetzt fast einen Probeflug! Smiley

Auf YouTube:

http://www.youtube.com/watch?v=LrsPCsjxpkU

und hier im Original - 182 MB groß:

http://www.dg-flugzeugbau.de/fileadmin/Videos/dg-1001m.mp4


FSG Union Linz – Vereins-Rundschreiben Oktober 2010:

 

DG-1001M -

Der Verein hat wieder einen Eigenstarter-Doppelsitzer

 

Die FSG Union (Linz) ist stolz darauf, wieder ein eigenstartfähiges Doppelsitzer-Segelflugzeug in der Union Flotte zu haben.

Nach dem Verlust der DG-1000T (Turboversion) hat sich der Vorstand um eine Ersatzbeschaffung bemüht. Der Doppelsitzer sollte eigenstartfähig sein, genügend Leistung für einen sicheren Start auf unserem Flugplatz mitbringen und gute Flugeigenschaften aufweisen.

Die DG-1001M hat diese Leistungen nach genauester und sehr kritischer Überprüfung unseres Testflug-Teams bewiesen. Nun nach fast zweimonatigem Betrieb hat das Flugzeug voll unsere Erwartungen erfüllt:

Starts bei heißen Wetterlagen, tiefer Piste und schwierigen Windverhältnissen

- ALLES IM GRÜNEN BEREICH! -

Im Eigenstart ist die neue Antriebstechnik von DG angenehm leise.

Alles in Allem ein tolles Flugzeug für jedes Union Mitglied- Doppelsitzerfliegen ist eine schöne Bereicherung für Profis und Anfänger. Das tolle ist die einfache Motorbedienung, die auch vom hinteren Sitz einfach funktioniert, wodurch die Passagiere und nicht eingewiesenen Piloten auf alle Fälle im begehrten vorderen Cockpit Platz nehmen werden.

Meldet Euch einfach bei den eingewiesenen Piloten und macht Euren 1000er Flug, Ihr werdet begeistert sein!


 

 

 

 

Mit Datum vom 17.3.2011 erteilte die EASA die Zulassungsurkunde für die DG-1000M. Das Flugzeug ist nun musterzugelassen.

 


 

 

DG-1001M - Der Eigenstarter für Vereine!

Die DG-1001M erfreut sich großer Beliebtheit in Vereinen. Ein Grund hierfür ist die Umstrukturierung der Flugzeugparks vieler Vereine hin zu moderneren Flugzeugen. Doch der größte Bonus der DG-1001M ist die pure Unabhängigkeit und Einfachheit, die dieses Flugzeug an die Piloten weiter gibt. 

In den Vereinen wird schon seit vielen Jahren der Einsatz von Eigenstartern heiß diskutiert. "Zu komplexe Bedienung, zu wartungsintensiv, zu teuer", sind meist die Hauptgründe, welche die Vereine von solch einer Investition abschrecken.

Betrachtet man diese Argumente genauer, stellt man fest, dass man damit in der Vergangenheit nicht allzu weit von der Realität entfernt war. Die Eigenstarter der ersten Generation wurden hauptsächlich in den 80er und 90er Jahren entwickelt. Damals wurde auf dem Gebiet absolutes Neuland betreten. Natürlich nahm man zu dieser Zeit auch Kompromisse schneller in Kauf. Hauptziel war es, ein funktionierendes System zu entwickeln, mit dem die Kunden in der Lage waren, ohne fremde Hilfe in die Luft zu kommen. Der Nutzen wurde dabei dem höheren Aufwand vorgezogen.

Schon damals war Glaser-Dirks Flugzeugbau führend im Bereich der Triebwerkssteuerung und Auslegung der Antriebe. Jedoch ist aus heutiger Sicht klar, dass in den Flugzeugen auch noch Verbesserungspotenzial steckte. Aber man wusste es damals nicht besser, da wie bei allem Neuen auch hier eine Entwicklung über viele Jahre von statten gehen musste.

Und heute? Hat sich etwas geändert?

Dass die DG-1000 schon seit jeher ein beliebtes Flugzeug auch für Vereine ist, war uns bekannt. Aber wie kann man solch ein Flugzeug eigenstartfähig machen, ohne dabei die guten Allroundeigenschaften zu beeinträchtigen?

Mit einer der ersten Punkte war der Verzicht auf Wölbklappen. Als der SOLO 2625-02i auf den Markt kam, hatten wir endlich den lang ersehnten Motor für die DG-1000, der Eigenstarts auch ohne Wölbklappen ermöglichte. Doch diesen Motor einfach in den alten Propellerträger der DG-505MB zu integrieren, stimmte uns nicht zufrieden. Wir wollten zusätzlich die Wartungsfreundlichkeit verbessern, das Vibrationslevel des ganzen Antriebs senken und im Vergleich zur DG-505MB die Bedienung noch weiter reduzieren und vereinfachen.

Daraufhin entschlossen wir uns, das Antriebskonzept komplett neu zu entwickeln. Der nun gummigelagerte Motor der DG-1001M läuft gepaart mit den 5 einzelnen Keilriemen erstaunlich vibrationsarm. Das schont die Elektronik sowie die Instrumente. Alle wichtigen Zusatzaggregate wie Wasserpumpe, Generator, Zündspulen und Leitungen liegen offen zugänglich. Die Keilriemenabdeckung und Führung wurde konstruktiv so gelöst, dass ein Austausch sehr schnell ohne großen Aufwand durchgeführt werden kann - alles also Punkte die die Wartung beschleunigen und reduzieren. Sollte der Antrieb im seltenen Fall einmal wirklich ausgebaut werden müssen, so ist dies dank zentralem Mehrfach-Stecker und nur wenigen Aufhängungspunkten in kürzester Zeit erledigt.

Der nächste Schritt war dann die Anpassung und Weiterentwicklung des aus der DG-808C und DG-1001T bekannten DEI-NT an den Antrieb der DG-1001M. Dies ermöglichte es, die neuen Features wie Flugbuchfunktion, Motorlauf-Speicher und einstellbare Überziehwarnung, die es so bei der DG-505MB nicht gab, zu übernehmen. Zudem war es uns möglich, die komplette Überwachung des Triebwerks und seiner Parameter zu automatisieren. Das DEI-NT kontrolliert alle Werte und gibt bei Über- bzw. Unterschreitung eine Warnmeldung an den Piloten weiter. So ist gewährleistet, dass dem Piloten nichts entgeht. Aber das DEI-NT kann noch mehr! Auch bei Ausfall eines Sensors oder einer Pumpe wird dem Pilot sofort eine Meldung übermittelt. So kommt es praktisch nicht mehr vor, dass der Motor überhitzt, weil unbemerkt die Wasserpumpe ausgefallen ist, oder der Motor stottert weil die Benzinpumpe versagt. Zu guter Letzt lassen sich alle Daten und Fehlermeldungen auch im Nachhinein wie bei einem modernen Automobil auslesen und auswerten. So kann ein Fehler exakt jenem Flug zugeordnet werden, in welchem er aufgetreten war.

Dem DEI-NT ist es auch zu verdanken, dass der Ein- und Ausfahrvorgang voll automatisch abläuft. Verlangte diese Prozedur bei älteren Eigenstartern dem Piloten noch einiges an Konzentration ab, so zieht man heute nur das Gas in Leerlaufstellung und betätigt den Ein-/Ausfahrschalter. Der Rest wird vollautomatisch vom System gesteuert. Das macht Fehlbedienungen nahezu unmöglich!

Abgerundet wird das Ganze dann durch die volle Bedienbarkeit des Antriebs von beiden Sitzen. Somit ist auch das Einweisen kein Thema.

Wie sieht es nun mit dem eigentlichen Fliegen aus?

Start:   
Nach dem Betätigen des Ein-/Ausfahrschalters (bei uns „Ignition“ Schalter genannt) fährt das Triebwerk automatisch aus, die Zusatzgeräte wie Spritpumpen, Zündung usw. schalten sich ein und die Elektronik meldet wenn das Triebwerk fertig ausgefahren ist. Dieser Vorgang dauert etwa 10 Sekunden. Nun kann man den Motor mit Hilfe des Startknopfs anlassen. Man kann den Knopf auch schon vorher gedrückt halten.
Das Anspringverhalten ist dank der elektrischen Einspritzanlage gleich dem eines Autos!

Selbstständiges Rollen ist aufgrund großer Flügelräder und dem lenkbaren Spornrad ohne Hilfe problemlos möglich.

Beim Beschleunigen nimmt das Flugzeug zügig Fahrt auf. Die Flächen kommen schon nach wenigen Metern waagrecht. Ausbruchtendenzen sind nicht vorhanden. Nach etwa 250m hebt das Flugzeug bei etwa 80km/h ab und steigt vom Start weg solide mit 3m/s.

Im Flug:   
Zum Abstellen zieht man das Gas in Leerlaufstellung und stellt den Ein-/Ausfahrschalter wieder auf Aus. Die Zündung, Spritpumpen und Wasserpumpe schalten sich automatisch ab, und das Triebwerk bleibt innerhalb weniger Sekunden stehen. Danach fährt die Elektronik den Propeller zurück in eine Zwischenstellung. In dieser Stellung fährt auch der Propeller-Stopper automatisch aus. Der Windmühlen Effekt drückt nun den Propeller gegen den Stopper und ein Sensor am Propellerkopf gibt den weiteren Einfahrvorgang frei, sobald der Propeller am Stopper anliegt. Wenn der Antrieb wieder voll eingefahren ist, schaltet das DEI-NT in den Segelflugmodus und der Vorgang ist abgeschlossen.
Alles vollautomatisch!

Die Flugeigenschaften der DG-1001M ändern sich durch das etwa 100kg höhere Gewicht nicht wesentlich. Alle harmonischen Eigenschaften bleiben erhalten. Einzig und allein die Mindestgeschwindigkeit nimmt um etwa 7-8km/h zu.

Alles in Allem haben wir es mit der DG-1001M geschafft, einen wirklich vereinstauglichen Hochleistungs-Doppelsitzer zu entwickeln, der hinsichtlich Leistung, Komfort und Flugeigenschaften ideal für den Betrieb im Verein geeignet ist.

Dies wird unter anderem durch verschiedene Berichte unserer Webseite bestätigt - s. u.!

 

Inzwischen wird schon ein erheblicher Anteil der DG-1001M von Vereinen gekauft! Das allein zeigt, wie zufrieden die Vereine mit unserem Flugzeug sind.

Der Hauptvorteil der DG-1001M liegt vor allem in dem Fliegen unter der Woche und in kleinen Vereinen. Es ist erstaunlich, wie gut die Flugzeuge ausgelastet werden allein schon weil ohne großen Flugbetrieb unter der Woche geflogen oder gar geschult werden kann. Oder an schlechteren Tagen, an denen oft in kleinen Vereinen kein Flugbetrieb stattfindet, weil sich nicht genug Leute finden, kommen die Mitglieder doch in die Luft! Wir merken das im Dialog mit den Vereinen immer wieder.

 

Auch die DG-808 wird dank Ihrer einfachen Bedienung mittlerweile in Vereinen eingesetzt. Natürlich beanspruchen die Wölbklappen - wie eingangs erwähnt - den Piloten zusätzlich. Jedoch beschränken die gutmütigen Flugeigenschaften in Verbindung mit dem einzigartigen Motorbedienkonzept das Flugzeug nicht nur auf die „top-Piloten“ im Verein. Die DG-808C ist auch ohne Einschränkungen für den normalen Durchschnittspiloten geeignet. Sie ist eine gute Möglichkeit, den Mitgliedern eine weitere Perspektive Richtung Leistungsflug zu bieten, und Vorteile wie das Fliegen unter der Woche und autarkes Bodenhandling tragen wie bei der DG-1001M zusätzlich zur guten Auslastung dieser Flugzeuge bei.

Setzen auch Sie auf leistungsfähige und zuverlässige Flugzeuge von DG-Flugzeugbau! Nicht umsonst haben viele Top Piloten auf Die DG-1001M oder DG-808C gesetzt. Dies wird eindrucksvoll durch die ersten beiden Plätze in der OLC Weltrangliste bestätigt.

Wenn Sie jetzt neugierig geworden sind, können Sie uns gerne ansprechen. Wir beraten sie gerne und stellen Ihnen ein individuell auf Sie angepasstes Modell zusammen.

Stefan Göldner - Vertriebsleiter

 


Technische Daten der DG-1001M

und hier in einer "gestylten" Version:

 

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