Die Geschichte der LS6

LS6

1984 erschien im Rolladen-Schneider-Flugzeugbau in Egelsbach die LS 6, ein Hochleistungsflugzeug der 15m-Rennklasse. Noch im gleichen Jahr siegte Gisela Weinreich mit dem neuen Typ bei der Deutschen und 1985 bei der Europa-Meisterschaft und 1985 feierte die LS 6 bei der Weltmeisterschaft in Rieti in Italien einen Doppelsieg in der Rennklasse. Das vollständig neu konstruierte Flugzeug zeigt Flugeigenschaften und Flugleistungen, die gegenüber der LS 3 und LS 4 nochmals verbessert werden konnten. Von der serienmäßigen Ausstattung der LS 6 seien hervorgehoben der neuprofilierte Doppeltrapezflügel in GFK-Sandwichbauweise, die Wölbklappen und Querruder in Kevlar-Sandwichbauweise, der Holmgurt aus CFK, Zungen-Gabel-Anschluß und die doppelstöckige Oberseitenbremsklappen, die manuellen Schnellverschlüsse für Querruder und Bremsklappen mit LS-Sicherungshülse, der ausgeprägte Rumpf-Flügel-Übergang, der Rumpf in Voll-GFK-Schale, Haube und I-Brett sind nach vorne klappbar. Das Cockpit ist übersichtlich und geräumig, die Rückenlehne im Flug verstellbar, die Pedale sind ebenfalls verstellbar mit integrierter Hacken-Bremse.

ls6-historie

Der Text dieses Beitrages stammt aus dem Buch „Die berühmtesten Segelflugzeuge“ von Georg Brütting
(6. Auflage 1986 ISBN 3-87943-171-x).
Der Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Motorbuch Verlages.

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