LS4

Die LS 4 entstand aus den gesammelten Erfahrungen von mehr als 860 gebauten Segelflugzeugen der Standard- und Rennklasse. Erstflug am 28. März 1980, Serienbeginn November 1980.

Besonders die stürmische Entwicklung der 15-m Wölbklappenflugzeuge in den letzten Jahren zeigten die Möglichkeiten einer echten Leistungsverbesserung für den Einsatzbereich der Standardklasse-Flugzeuge auf.

Aufgabenziel der LS 4-Neuentwicklung sollte es sein, insbesondere den Geschwindigkeitsbereich zwischen 90 und 150 km/h merkbar zu verbessern, wobei für den Kreisflug mindestens die Leistungen der LS 1-f erreicht werden sollten. Auch die Flugeigenschaften sowie der Sitzkomfort für den Piloten sollten gegenüber der LS 1-f noch verbessert werden.

Die Kreisflug- und Steuereigenschaften sowie das Überziehverhalten dabei sind sehr angenehm. Die Sichtverhältnisse sind besser als bei der LS 1-f, wodurch auch der Landeanflug einfacher und sicherer ist. Auch rein optisch besticht das Flugzeug durch seine elegante Formgebung, wobei hierzu sicher auch der ausgeprägte Flügel/Rumpf-Übergang beiträgt.

Technologische und aerodynamische Erkenntnisse aus den Erfahrungen mit 15-m-Wölbklappenflugzeugen bestimmten die Entwicklung der LS 4, die eines der erfolgreichsten Flugzeuge der Standardklasse wurde. Sie stellte 1981 den Weltmeister, sie siegte 1982 bei der 1. Europameisterschaft, bei der Deutschen Meisterschaft 1983 waren drei LS 4 vorne, bei der Weltmeisterschaft 1983 belegte sie die ersten sechs Plätze, Marlis Bertram siegte bei der Deutschen Meisterschaft der Damen 1983 und 1984, ebenso bei der Europameisterschaft 1983 und 1984 feierte die LS 4 einen Doppelsieg bei der Deutschen Meisterschaft der Männer. 1986 waren bereits über 500 der LS 4 verkauft.

Der Text dieses Beitrages stammt aus dem Buch „Die berühmtesten Segelflugzeuge“ von Georg Brütting
(6. Auflage 1986 ISBN 3-87943-171-x).
Der Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Motorbuch Verlages.

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