Das sagt sich schnell dahin und dennoch steht meist die 20m Variante für den Streckenflug mit und ohne Motor im allgemeinen im Mittelpunkt des Interesses. Übersehen wird dabei leicht, dass auch gerade für den Bereich der Schulung die DG-1001 eine ausgezeichnete Wahl darstellt:
Dieses Flugzeug ist bewusst als preiswerte Variante ausgelegt für den ausschließlichen Schulbetrieb. Es hat fest angeharzte 18m Flügelenden (die wir eigentlich nicht empfehlen möchten!) und ein festes Fahrwerk. Damit steht die "Club" im direkten Vergleich zu einem sehr bekannten Schulflugzeug eines anderen Herstellers, von dem sich sich aber in einigen Punkten sehr positiv abhebt.
Das Profil ist etwa 20 Jahre jünger und entsprechend leistungsfähiger. (Auch Schüler möchten gern "oben bleiben"!)
Die serienmäßige Trimmbox ermöglicht in einzigartiger Weise nicht nur eine ständig optimale Schwerpunkt-Einstellung sondern vor allem ein Trudeltraining, welches mit anderen modernen Doppelsitzern nicht möglich oder nur nach einem komplizierten Montieren eines speziellen Gewichtes am Heck machbar ist.
Die Sitzposition vor allem hinten für den Fluglehrer wird immer wieder gelobt.
Positiv hebt sich außerdem die Bauweise ab: Z. B. Carbonflügel, komfortabel gefedertes Fahrwerk sowie Sicherheitsfeatures (Piggotthaken), die auf einer 20 Jahre jüngeren Fertigungsweise mit Integration der in dieser Zeit gewonnenen technischen und aerodynamischen Fortschritte beruhen.
Diese Vorteile prädestinieren die DG-1001 Club bereits zu einem modernen Vereins-Schulungsflugzeug.
Nun ist das Fliegen mit einem festen Fahrwerk eigentlich nicht mehr "State of the Art" und auch in der Grundschulung sollte der Flugschüler bereits lernen, mit einem Einziehfahrwerk umzugehen. Und wenn man schon ein neues Flugzeug im Verein kauft, sollte man es auch erfolgreich zum Streckenflugtraining einsetzen können. Für die Vereinsschulung ist aber eine 18m Version zwingend erforderlich, um den angehenden Piloten die Wendigkeit später zu fliegender Einsitzer bei zu bringen. Wenn man aber beides möchte, fällt einem automatisch die universell einsetzbaren DG-1001S-18/20 ins Auge.
Hier stehen dem Verein für die Schulung die abnehmbaren 18m Flügelenden ebenso zur Verfügung wie die 20m Flächenenden, die für den Streckenflug verwendet werden. Um sich diese Möglichkeit nicht zu verbauen, möchten wir die DG-1001 Club nur mit abnehmbaren "Ohren" verkaufen. Auch bei einem späteren Weiterverkauf wirkt sich diese Option positiv aus.
Viel zu wenig im Blickpunkt steht die Tatsache, dass wir neben einem Festfahrwerk zwei völlig verschiedene Einziehfahrwerks-Varianten fast zum gleichen Preis anbieten. Beiden haben für sich gesehen spezifische Vorteile und jeder potenzielle Käufer einer DG-1001S soll selbst entscheiden, welche Variante für ihn die richtige ist.
Das Zweiradfahrwerk mit seinem großen sehr gut gefederten Hauptrad ist für Die DG-1001 im Streckenflug sicher die bevorzugte Version, verursacht es doch aufgrund des fehlenden Bugrades einen geringeren Luftwiderstand. Die Federung ist ausgezeichnet und wird von keinem anderen Flugzeug dieser Klasse übertroffen.
Auch beim Start weist dieses Fahrwerk Vorteile auf:
Beim Windenstart bleibt der Flieger im Augenblick des Seilanziehens unverändert in seiner Lage auf den zwei Rädern, während beim Fahrwerk mit einem Zentralrad sowie Bug- und Heckrad das Flugzeug im Moment des Seilanzugs auf das Heckrad schlägt, was für den Piloten eine Änderung des "Horizontbildes" bedeutet.
Ebenso ist das Zweiradfahrwerk vorteilhaft im Flugzeugschlepp. Durch das hohe Rad weist das Flugzeug einen deutlichen Anstellwinkel auf und hebt bei entsprechender Geschwindigkeit völlig allein lange vor der Schleppmaschine ab, ohne dass der Pilot den Knüppel bewegen müsste.
Andererseits hat das Dreiradfahrwerk - also das mit Bug- und Heckrad - deutliche Handhabungsvorteile am Boden und die sind für ein Flugzeug im Schulungseinsatz vielleicht überzeugender:
Der Einstieg ist einfacher, weil der Cockpitrand niedriger liegt. Zwar kommt ein mittelgroß gewachsener Pilot ohne Verrenkungen auch in das hoch stehende Cockpit eines Zweiradflugzeuges - und für kleinere Piloten sollte sich auf jedem Flugplatz eine leere Bierkiste als "Leiter" finden lasen -, aber natürlich ist es noch einfacher, in das niedrig stehende Cockpit einer DG-1001 mit Zentralrad einzusteigen.
Und das Zweiradfahrwerk bringt eine vergleichsweise hohe Last auf das Spornrad, was das Schieben am Boden nicht gerade erleichtert. Das hohe Spornradgewicht ist notwendig, damit das Flugzeug bei der Landung und beim Bremsen nicht auf die Nase geht. Auch hat Wilhelm Dirks sicher schon an eine immerhin mögliche spätere Motorisierung als Eigenstarter gedacht.
Aber das Heck hoch zu heben, um ein Spornkuller anzubringen, braucht schon eine sportliche Kraftanstrengung.
Man kann sich dabei leicht behelfen, in dem die "Besatzung" einfach so lange im Flugzeug sitzen bleibt, bis die "Bodenmannschaft" das Kuller angebracht hat. Und sonst muss sich eben jemand vorn auf die Rumpfnase setzen, um das Heck zu entlasten.
Beim Aufbau unseres Standes auf der letzten AERO mussten wir natürlich die DG-1001 zentimetergenau rangieren, was angesichts der Enge durch die anderen Ausstellungsstücke wirklich nicht einfach war. Zum Glück war Ralf Brodbeck mit auf unserem Stand. Er ist vielen Segelfliegern in Deutschland bekannt als Lieferant von Abdeck- und Klebebändern, stellt seit Jahren bei uns mit aus und hilft uns im Gegenzug, die Flugzeuge zu transportieren. Ralf Brodbeck schiebt ein "Feinkostgewölbe" beachtlicher Größe vor sich her. Ich hatte die Aufgabe, das Heck unserer DG-1001 anzuheben und herum zu tragen. Das gelang mir mit einer Hand, wenn ich nur immer rufen konnte: "Herr Brodbeck, bitte übernehmen Sie!" und er sich dann auf die Rumpfnase setzte.....
Beide Fahrwerksvarianten haben ihre Vor- und Nachteile. Wenn das Flugzeug überwiegend im Streckenflug eingesetzt werden soll, ist das neue Zweiradfahrwerk die erste Wahl. Im überwiegenden Schulungsbetrieb ist wahrscheinlich das Dreiradfahrwerk mit Bug- und Heckrad die empfehlenswerte Variante. Dies sollten insbesondere Vereine genau bedenken!
Im ausschließlichen Platzrundenbetrieb kann sogar ein Festfahrwerk sinnvoll sein, wenn man aus finanziellen Gründen sich kein Einziehfahrwerk leisten kann.
Die Bestellung der 18m Flügelenden dürfte für einen Verein (siehe oben!) "ein Muss" sein. Im Schulbetrieb wird das Flugzeug dadurch wendiger und ist am Boden einfacher zu handhaben und mindestens ein Vereinsmitglied wird sich freuen, auch Akrobatik damit fliegen zu können.
Unsere Empfehlung für eine DG-1001 im Schulungs- und Vereinsbetrieb ist in jedem Fall:
Sowohl 18m als auch 20m Spannweite, um allen Anforderungen gerecht zu werden
Einziehfahrwerk
Zweirad- oder Dreiradversion nach "persönlicher Vorliebe"
Die DG-1001-18/20 ist sowohl ein Hochleistungs-Streckenflugzeug
als auch ein ausgezeichneter Schulungstrainer
als auch ein Flugzeug für den Kunstflug.
Beim großen Zweirad-Fahrwerk der DG-1001 muss unvermeidlich ein hohes Gewicht auf dem Spornrad liegen, um beim Bremsen zu vermeiden, dass der Flieger auf die Nase geht.
Mit der von Herrn Spindelberger entwickelten kombinierten Hebe- und Schleppvorrichtung wird die Handhabung aber zum Kinderspiel. Sie kostet etwa 350,-- Euro + MWSt.
"Gewaltig ist des Fliegers Kraft | |||
Heute sind wir mit der ersten DG-1000 mit festem Fahrwerk geflogen.
Da das feste DG-1000 Fahrwerk höher als das der DG-500 ist und wir bisher nur die DG-500 Radverkleidungen haben, war bei diesem Flug zu klären, ob die DG-500 Radverkleidung für die DG-1000 verwendet werden kann, oder ob eine neue Verkleidung entwickelt werden muss.
Bei der DG-500 Verkleidung an der DG-1000 ist die Radachse nicht verkleidet, sondern frei zugänglich. Das ist vorteilhaft für Wartung und Schwerpunktwägung (Bestimmung der Position der Radachse).
Im Fluge konnte festgestellt werden, dass es auch bis zur Höchstgeschwindigkeit keine Geräusche im Cockpit gab, die eindeutig vom Fahrwerk her kommen.
Im hinteren Cockpit war ein leises tiefes Geräusch zu hören, das kann aber genauso von der Rumpfröhre her kommen. Auf jeden Fall sind die Geräusche durch die unvermeidliche Undichtigkeit der Haubenrahmen um ein Vielfaches höher.
Die Radverkleidung kann also, so wie jetzt montiert - siehe auch das Foto - verwendet werden. Man sollte nicht versuchen, die Öffnungen für die Radachse abzukleben. Das sieht höchstens gemurkst aus und hält auch nicht, das sich die Radachse beim Einfedern gegenüber der Verkleidung bewegt.
Mit besten Grüßen
Wilhelm Dirks
Leiter der Entwicklung / Chief of Design

DG-Flugzeugbau hat im Januar 2011 den Zuschlag über fünf voll-kunstflugtaugliche Doppelsitzer vom Typ DG-1001 Club erhalten. Im März folgte ein weiterer Zuschlag für 14 Schulungs-Doppelsitzer des gleichen Typs.
Es handelt sich dabei um die Basisvariante der DG-1001 Baureihe mit festem Fahrwerk und 18m Spannweite. Vor etwa 2 Jahren hatte die US-Air Force Academy - eine Elite-Universität der US-Air Force - zwei Ausschreibungen gestartet.
Wohl keine andere Einrichtung weltweit hat in der Vergangenheit eine solch ausführliche Studie der am Markt befindlichen Flugzeuge durchgeführt. Dass die DG-1001Club das Rennen nicht nur bei den Kunstflug-Trainern sondern auch bei den sog. „Basic Trainern“ gemacht hat, stellt eindrucksvoll die Qualitäten der DG-1001 unter Beweis.
Im Frühjahr 2010 hatte sich bereits der Italienische AeroClub „AeCI“ zum Kauf von insgesamt drei DG-1001 Club entschieden. Auch hier konnte sich die DG-1001 nach Monate langer Evaluierung durch einen Ausschuss erfolgreich gegen die Konkurrenz durchsetzen.
Die Aufträge zeigen eindrucksvoll das Potenzial der DG-1001 sowohl in der Anfängerschulung als auch in allen anderen Bereichen, vom Kunstflug bis hin zum leistungsorientierten Streckenflug.
Hier ein Bild der feierlichen Übergabe der ersten "DG-1001 Club" in Colorado Springs. Es wurden viele wichtige Reden gehalten!
Und die AirForce selbst hat einen Link auf ihre Seite gestellt:
http://www.usafa.af.mil/news/story.asp?id=123264112
AF photo by Ray Albright
Nach dem großen Auftrag der US Air-Force hat nun auch die Indonesische Luftwaffe 3 Flugzeuge vom Typ DG-1001 Club bei uns geordert.
Ein weiteres Mal bestätigen sich dadurch die Klasse und die herausragenden Möglichkeiten der DG-1001 mit der wir sehr erfolgreich die ganze Spanne vom einfachen Trainingsflugzeug bis hin zum eigenstartfähigen Hochleistungsdoppelsitzer abdecken.
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