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Nachrüstung einer Bugkupplung bei älteren DG-Maschinen

Eine Bugkupplung ist für alle Maschinen sinnvoll, um bei Steuerfehlern den Schlepp-Piloten zu schützen. Der kann nämlich dann ein falsch fliegendes Segelflugzeug an der Bugkupplung wieder auf den richtigen Kurs zurück ziehen.

In der Zeitschrift "Fliegermagazin"  stand der folgende Artikel:

Nachrüsten empfehlenswert

Von DG Flugzeugbau erreichte uns die Meldung, dass die Nachrüstung der älteren Segelflugzeuge der Baureihen DG-100/101 und DG-200/202 mit einer Bugkupplung für den Flugzeugschlepp jetzt vom Luftfahrt-Bundesamt im Rahmen einer ergänzenden Musterzulassung genehmigt wurde.

Der Flugzeugschlepp an der Bugkupplung hat sich als deutlich einfacher und sicherer erwiesen als der Schlepp an der Schwerpunktkupplung. Deshalb müssen heute neu zugelassene Segelflugzeuge standardmäßig mit einer Bugkupplung ausgestattet werden, wenn sie uneingeschränkt zum F-Schlepp verwendet werden sollen.

Die Nachrüstung der älteren Typen ist nicht Pflicht aber doch empfehlenswert:
Motorflugzeuge der E- Klasse dürfen weiterhin die älteren Segelflugzeuge an der Schwerpunktkupplung schleppen, wenn der Pilot einen entsprechenden Erfahrungsstand aufweist.

Die Umrüstung kann im Herstellerwerk durchgeführt werden.


Wo sonst kann die Nachrüstung erfolgen?

Bis jetzt ist nur für die DG-100, DG-200 und DG-300 aufgrund entsprechender Technischer Mittteilungen eine Nachrüstung von Bugkupplungen nach der Herstellung des Flugzeugs und außerhalb des Herstellungsbetriebes zugelassen.

Da es immer wieder Kundenanfragen zur Nachrüstung anderer DG-Flugzeuge gibt, hier noch einmal die folgende Feststellung:

Für DG-400, DG-600 (alle Baureihen) und DG-800 (alle Baureihen) ist aufgrund der Komplexität des Einbaus eine Nachrüstung nur durch den Hersteller (d.h. DG-Flugzeugbau) zulässig.
Der nachträgliche Einbau ist je nach Muster z.T. sehr aufwendig und es existieren keine ausführlichen Arbeitsanweisungen über die normalen Fertigungszeichnungen und Einbaupläne hinaus, um einen sicheren Einbau durch Externe zu gewährleisten.


Spezieller Hinweis für DG-100 mit Pendel-Höhenruder

Das Pendel-Höhenruder der DG-100 wirkt beim Anziehen der Schleppmaschine schneller, als es ein ungeübter Pilot beim gedämpften Ruder anderer Einsitzer gewöhnt ist. Dadurch ist es mehrfach zum Oszillieren gekommen. Jüngst geschah ein beinahe-Unfall, als ein Pilot  seine DG-100 aufgrund solch starken Schwingungen nicht mehr hinter der Schleppmaschine stabilisieren konnte und richtigerweise vorzeitig ausklinkte. Die anschließenden Landung geriet zu einem harten Aufschlag mit der Folge eines total deformierten Fahrwerks.

Eine solche Schwingung des Flugzeugs aufgrund des ungewohnten Pendel-Höhenruders würde sich mit einer Bugkupplung schneller beruhigen. Aus diesem Grunde ergeht die dringende Empfehlung an aller Halter dieser Type der DG-100:

Rüsten Sie für Flugzeugschlepp Ihre Maschine unbedingt mit einer Bugkupplung aus und verwenden Sie ausschließlich diese!


Sehr geehrter Herr Weber,

wir hatten nach meinem F-Schlepp Startunfall mit meiner DG-100 vor einem guten Jahr Kontakt, um der Unfallursache auf die Schliche zu kommen. Sie haben damals allgemein in einem Rundschreiben dringend empfohlen, insbesondere die DG-100 mit Pendelhöhenruder mit einer Bugkupplung nachzurüsten. Das habe ich bei meiner DG-100 (D-2589) während der Wintermonate vornehmen lassen und bin mittlerweile schon einige Male im F-Schlepp gestartet. Deshalb möchte ich Ihnen kurz zurückmelden:

Es hat sich gelohnt. Der F-Schlepp ist viel ruhiger und die Aufbäumtendenz am Anfang des Schlepps ist nicht so ausgeprägt. Mit meinen jetzigen Erfahrungen würde ich es jederzeit wieder machen lassen und kann ihre dringende Empfehlung nur unterstützen.

Mit herzlichen Fliegergrüßen und Dank für Ihr Engagement für den Segelflug

Klaus Peter Dannecker

 

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