Seit vielen Jahren hatte sich die Art der Lackierung von Segelflugzeugen kaum geändert:
Es wird ein Polyester-Lack („T35 Vorgelat“ genannt) in die offene Form gespritzt und „nass in nass“ dort hinein die Flügel- bzw. Rumpfschale aufgebaut. Das „Geheimnis“ der unterschiedlichen Qualität des Lackes verschiedener Flugzeughersteller liegt dann unter anderem in dem verwendeten Lack-Fabrikat.
Nach der Rohbaumontage werden die Nähte verputzt und nachlackiert und dann wird geschliffen mit immer feinerem Papier bis zur letzten Polierung. Unabhängig von dem verwendeten Lack ist das immer eine äußerst schwierige Arbeit, die man erst nach  Jahren perfekt zu beherrschen lernt.
So entsteht eine sehr ebenmäßige Lackierung, auch weil der Lack eine gewisse Dicke aufweist und Schrumpfungen des darunter liegenden Gewebes ausgleicht.
Selbst wenn der Lack von hoher Qualität ist, kommt es aber – abhängig vom Fabrikat – vor,

  • dass er im Laufe der Zeit etwas vergilbt. Man merkt dies besonders nach einer evt. notwendigen Lack-Ausbesserung
  • dass er reißen kann bei hohen Temperatur-Differenzen, weil der Polyester-Lack und die darunter liegende Epoxy-Schale einen unterschiedlichen Temperatur-Ausdehnungskoeffizienten haben. Solche Risse und Abplatzungen passieren vor allem beim Fliegen in großer Höhe und können die ganze Flugzeugoberfläche ruinieren
  • dass er Haarrisse bekommen hat bei langen Höhenflügen durch die starke UV-B Strahlung

Überlegen Sie mal, wie hart Autos behandelt werden, die jahrelang im Sommer wie im Winter im Freien stehen und deren Lack dann immer noch gut aussieht. Warum nehmen wir nicht solchen Lack?
Die Antwort ist ganz einfach, dass die Verarbeitung dieser Lacke recht schwierig ist und leicht ein „Orangenhaut-Effekt“ entsteht:
Man kann sie nur sehr dünn auftragen und danach kaum noch weiter schleifen. Und man benötigt dafür sehr hochwertige Spritzkabinen mit peinlichster Sauberkeit in einer Größe, in die ein ganzer Flügel hineinpasst. Eine Autolackierer-Spritzkabine ist dafür im allgemeinen zu klein!
Und ganz nebenbei bemerkt ist dieser Lack auch sehr sehr  teuer.
Dann allerdings bietet der Polyurethan-Lack (PUR-Lack) eine überragende Qualität und er ist so elastisch, dass es nicht zu Rissbildungen kommt, selbst dann nicht, wenn der darunter liegende Füller haarfeine Risse bekommen würde.
Selbst wenn Sie weiterhin Ihr wertvolles Flugzeug nicht wie ein Auto draußen stehen lassen, ist die PUR-Lackierung uneingeschränkt die bessere Alternative. Gleichbleibend hohe Qualität des Lackes über Jahrzehnte wird Sie überzeugen.

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